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Surfpoeten (Berliner Lesungen 4)

Jeden Mittwoch Im KdR (inzwischen Haus 13)

Meine erste Lesebühne in Berlin habe ich natürlich hier bei Periplaneta erlebt. Schon zweimal war ich nun bei Vision und Wahn dabei, es wurde aber langsam Zeit, sich auch mal bei „den Anderen“ umzusehen. Die Anderen waren in dem Fall die Surfpoeten, eine der legendären Lesebühnen, die doch tatsächlich wöchtentlich stattfinden…

Ich machte mich auf den langen Weg von der Bornholmer Straße 81a zur Pappelallee 81. Ein bisschen zu früh, gegen 20 Uhr komme ich am Klub der Republik an, der als solcher von außen nur schwer zu erkennen ist. Ich warte also, bis sich ein kleine Truppe im Hinterhof  zusammenfindet und mir den Weg zeigt. Ich muss eine gefährlich aussehende, löchrige Treppe rauf, durch eine braune Schwingtür und finde mich bald in einem kleinen, braunen, verrauchten Gang wieder, dem ich nach links folge.

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Über Voltaire, Kafka und „Arschloch!“

Interview mit Mauricio Borinski

Man kann schon sagen, dass Mauricio Borinskis Debüt ungewöhnliche hohe Wellen verursacht, denn es ist böse, kratzt und verdirbt einem den Appetit auf Tzaziki. Zudem kommt der Autor quasi aus dem Nichts, ist vorher faktisch nirgends in der Welt des geschriebenen Wortes in Erscheinung getreten. Doch kurz nach seiner Veröffentlichung war die Limited Edition bereits ausverkauft und Herr Borinski beglückt derzeit verschiedene kleine und große Radiostationen mit Episoden aus seinem Werk … Einen Roman „Arschloch!“ zu nennen ist sicherlich eine Entscheidung, die man sich gut überlegen sollte. Er polarisiert, schreckt viele vielleicht ab und wird mancherorts als vulgär und ordinär abgetan.
Mauricio Borinskis Debütroman darf man aber auf keinen Fall nur nach seinem Titel beurteilen, denn der ist, trotz vieler Inhaltsstoffe, die Befremdlichkeit und Empörung hervorrufen könnten, nur die berühmte Spitze des Eisbergs…

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Theresa Rath bei Periplaneta

Lesung im Kreativzentrum

Lauscht man in den frühen Abendstunden Theresa Raths Texten bei einem schmackhaften Bier, so drängt sich unaufhaltsam die Frage auf, wie – zum Teufel – schafft dieses Mädchen das?

Mit ihren zarten 19 Jahren steckt sie so manchen grauköpfigen Wortakrobaten in die Tasche – und das mit verblüffender Leichtigkeit. Hinter dem Rednerpult fängt sie immer wieder mit eindringlichen Blicken die Aufmerksamkeit der Zuhörer ein – auch wenn sie das gar nicht nötig hat, denn ihre gehaltvollen Texte sprechen für sich.

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Wo bitte geht es hier zum Slam?

Poetry Slam – Eine moderne Vers-Geschichte

Chicago 1986. Alles beginnt wie üblich in Amerika. Hier wird der erste Poetry-Slam von Marc Kelly Smith veranstaltet. Die Idee entstand am Küchentisch. Er wollte das Interesse an Lesungen wieder beleben und ein Format erfinden, bei dem nicht nur etablierte Literatur ein Gehör findet.

Was genau ist nun Poetry-Slam?

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Die Brutusmörder im April 2010

„Mit den Füßen zuerst“

Wie immer am letzten Dienstag im Monat traten auch am 27. April die Brutusmörder bei Periplaneta auf. Diesmal mit vielen Gästen, sogar mit mehr Gästen als Stammmitgliedern, da Saskia Jaja nur aus der Ferne mit einen SMS-Gruss dabei war. Das Programm war dementsprechend kurzweilig:

Georg Weisfeld eröffnete den Abend mit einem gelesenen Comic über die Superheldengruppe Hartz IV, die eine gehässige Supermarktkassiererin wegen der Beleidigung einer Migrantin zur Strafe um ihren Job bringt, um sie anschließend unter ihre Fitiche zu nehmen.

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