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Wir halten uns für unsterblich

Apokalypse in Pasewalk

Ein Interview mit Daniel Marschall.

Bei Periplaneta sind ja schon einige Zukunftsvisionen erschienen, aber der Weltuntergangsroman „Tonatiuh oder Apokalypse in Pasewalk“ ist auch in dieser Kategorie was Besonderes. In ihm reist der gescheiterte Journalist Konrad Fall nach Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern, um von einem nicht stattfindenden Weltuntergang zu berichten. Laura Alt hat mit dem Autor Daniel Marschall über Verschwörungstheorien, künstliche Intelligenz und Ostdeutschland gesprochen.

Tonatiuh oder Apokalypse in Pasewalk“ handelt von einem nicht stattfindenden Weltuntergang. Was fasziniert Sie an diesem Thema?

D.M.: Die grundsätzliche Möglichkeit einer Vernichtung intelligenten Lebens auf der Erde ist real. Man kann ernsthaft die Varianten durchspielen: Atomkrieg, Pandemie, Klimakatastrophe, Mega-Vulkanausbrüche oder eine ganze Reihe Gefahren aus dem Weltraum. Ganz sicher wird die Erde durch die Verwandlung der Sonne in einen Roten Riesen ausgelöscht. In meinem Roman droht der Weltuntergang allerdings aus dem Ende des aztekischen Kalenders. Und das ist natürlich Blödsinn.
Mich interessierte vor allem, wie ein Nicht-Ereignis, ein von Esoterikern herbeifantasierter „Weltuntergang“ es als Top-Nachricht in Tagesschau, Mittagsmagazin und andere renommierte Medienformate schaffen konnte. Warum machen sich die Kamerateams verzweifelt auf die Suche, um irgendjemanden zu finden, der was Absonderliches in die Kamera spricht? Im Roman beschreibe ich, wie ein Haufen internationaler Kamerateams und Trupps hochgerüsteter Polizei durch Pasewalk schweifen und kein Schwein ist da, außer sie selbst. Und wie man dann immer noch so tut, als berichte man über irgendetwas anderes, außer darüber, dass es eigentlich nichts zu berichten gibt.
Apokalypse in Pasewalk“ erzählt vor diesem Hintergrund die Geschichte des strauchelnden Sportmoderatoren Konrad Fall, dessen allerletzte Karriere-Chance an einer erfolgreichen Berichterstattung von eben diesem Weltuntergang abhängt. Konrad Fall kann gar keinen Erfolg haben. Er ist ein moderner Don Quijote.

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LovelyBooks-Leserunde mit Stefan Goebels

STEFAN GOEBELS: „Käsablanca“ -periplaneta

Periplaneta stellt 20 E-Books zur Verfügung.

Stefan Goebels - periplanetaPeriplaneta und der Autor Stefan Goebels veranstalten eine LovelyBooks-Leserunde zum Fantasyabenteuer „Käsablanca“. 20 Teilnehmer haben noch bis zum 11.11. die Chance, ein E-Book (epub oder mobi) zu gewinnen.
Die Leserunde findet auf dem Portal lovelybooks.de statt. Am Gewinnspiel teilnehmen können Interessierte unter folgendem Link.
Nach der Verlosung der E-Books beginnt die Leserunde, bei der im Internetforum über das Buch diskutiert werden kann. Der besondere Reiz der Teilnahme ergibt sich aus der Möglichkeit, dem Autor direkt Fragen stellen zu können und in einen Gedankenaustausch zu treten. Mitgelesen werden kann auch spontan zu einem späteren Zeitpunkt – die Leserunde dauert etwa einen Monat.
LovelyBooks ist ein Internetportal für Leser, Autoren und Verlage. Auf der Seite werden neue Bücher vorgestellt, Rezensionen veröffentlicht und Leserunden veranstaltet.

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LovelyBooks-Leserunde mit Johannes Krätschell

Lesebühne "Vision und Wahn" mit Johannes Krätschell

Periplaneta stellt 20 E-Books zur Verfügung.

Periplaneta und der Autor Johannes Krätschell veranstalten eine LovelyBooks-Leserunde zum Roman „Herr Schlau-Schlau wird erwachsen“. 20 Teilnehmer haben noch bis zum 10.11. die Chance, ein E-Book (epub oder mobi) zu gewinnen. Die Leserunde findet auf dem Portal lovelybooks.de statt. Am Gewinnspiel teilnehmen können Interessierte unter folgendem Link.
Nach der Verlosung der E-Books beginnt die Leserunde, bei der im Internetforum über das Buch diskutiert werden kann. Der besondere Reiz der Teilnahme ergibt sich aus der Möglichkeit, dem Autor direkt Fragen stellen zu können und in einen Gedankenaustausch zu treten. Mitgelesen werden kann auch spontan zu einem späteren Zeitpunkt – die Leserunde dauert etwa einen Monat.
LovelyBooks ist ein Internetportal für Leser, Autoren und Verlage. Auf der Seite werden neue Bücher vorgestellt, Rezensionen veröffentlicht und Leserunden veranstaltet.

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Von Arschlöchern, Apathen und Antihelden

betrunkener Frosch

Ein Peripherieartikel über sympathisch-unsympathische Protagonisten.

Ob Helden oder Antihelden. Die wenigsten Roman-Protagonisten sind perfekt. Ein perfekter Mensch – den es ja auch im echten Leben nicht gibt – würde schließlich wenig Stoff liefern für eine spannende Geschichte. Interessante literarische Figuren haben Schwächen, Macken, Marotten und Laster, weil auch wir Schwächen, Macken, Marotten und Laster haben. So können wir mit ihnen mitfühlen und uns mit ihnen identifizieren.
In der kulturwissenschaftlichen Rezeptionstheorie gehen manche Wissenschaftler sogar davon aus, dass ein Werk nur dann spannend sein könne, wenn der Rezipient sich mit einer Figur identifizieren kann. Ein Held wird also durch uns und unsere Sympathie erschaffen – und ist somit doch tatsächlich Ansichtssache.

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Buchpremiere: Wie aus mir kein Rockstar wurde

H.C. Roth @ Lange Nacht der Subkultur

HC ROTH @ Periplaneta Berlin am Freitag, den 25. Oktober um 20 Uhr

H.C. Roth ist Vierzig. Kaum zu glauben, ist aber so. Zu diesem Anlass schenkte er sich selbst und uns die autobiographische Textsammlung „Wie aus mir kein Rockstar wurde“, sein siebtes Buch in der Edition Subkultur! Hier versammeln sich Ox-Fanzine-Kolumne, Poetry-Slam-Beiträge und natürlich extra für dieses Buch Geschriebenes. Immer geht es um den einen und einzigen H.C. Roth. Kindheit, Jugend, das Leben auf Tour. Verletzungen, Alkohol, Todesangst. Bands, Bands, Bands.

Und weil er seinen vierzigsten Geburtstag nicht feiern möchte, feiert er nun eben dieses Buch. Mit euch und seinem Special Guest, den er der Geheimhaltung wegen in Geschenkpapier gewickelt hat.

Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.
Wir empfehlen, telefonisch Plätze zu reservieren: 030 4467 3433
Freitag, den 25. Oktober um 20 Uhr, Periplaneta Berlin