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Liebe Tintenfische, liebe Damen bis Herren: Zweifeln Sie los!

Matthias Niklas

Ein Interview mit dem Bühnenpoeten Matthias Niklas.

Matthias Niklas ist der Multifunktionstisch unter den Bühnenpoeten: Er ist nicht nur Slampoet, sondern auch Stiefvater dreier Kinder, Lehrer, Übersetzer, Kulturfetischist, Kritiker, ein Rheinländer in Berlin und trotzdem noch ein äußerst heller Kopf. Sprachlich äußerst virtuos bringt er Witz in solch ernste Themen wie den Umgang mit Nazis oder Sexismus, das Sterben, die Flüchtlingsdebatte oder die Hindukusch-Frage. Intelligente Pointen, entlarvende Fragestellungen, nicht absehbare Wendungen und eine humanistische Grundhaltung lassen seine Texte aus dem emotionsbedröppelten Einheitsbrei der Slam-Bühnentexte positiv herausstechen.
Bei Periplaneta veröffentlichte er seine Textsammlung Laut Los Zweifeln in der Edition MundWerk und so baten wir ihn zu einem Interview:

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In der Hölle ist der Kaffee einfach besser

Cathryn Holister: Inferno für Anfänger

Ein Interview mit der Autorin Cathryn C. Holister.

Mit „Inferno für Anfänger“ ist der dämonische Debütroman von Cathryn C. Holister bei Periplaneta erschienen. Das Fantasy-Abenteuer spielt in derselben Welt wie schon ihre Kurzgeschichtenreihe „Demon’s Diaries“ – in der Hölle. Hilke Grabenkamp sprach mit ihr über so philosophische Themen wie der Dialektik von Gut und Böse oder Glauben. Außerdem verriet sie, welche ihre literarischen Vorbilder und Inspirationen sind.

Engel und Teufel bedeutet für die meisten gleich „Gut“ und „Böse“. Was bedeutet das „Gute“ und das „Böse“ für dich?

Cathryn: Jeder hat eine Vorstellung von dem „Bösen“, um so das „Gute“ und „Schöne“ sowie sein eigenes Handeln davon abgrenzen zu können. Doch so einfach ist es nicht. Dinge, die im ersten Moment „gut“ und „schön“ wirken, und zu denen man sich hingezogen fühlt, können sich im Nachhinein als verhängnisvoll herausstellen, obgleich sie vom Wesen her vielleicht immer noch „gut“ und „schön“ sind. Hinzukommt, dass es nicht nur der Dinge selbst bedarf, sondern auch des eigenen Handelns, um ihren Charakter zu offenbaren. Das „Gute“ und das „Böse“ sind viel ambivalenter und vielschichtiger, als es ihre bekannten Stereotypen vorgeben – das ist auch ein Grundthema der Geschichte.

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Ich bin ein Allround-Dilettant.

Stephan Hähnel

Ein Interview mit Stephan Hähnel.

Mit „Gift hat keine Kalorien“ veröffentlicht Stephan Hähnel sein sechstes Buch in unserem Verlag. Schon als wir zum ersten Mal in den Genuss seiner Geschichten kamen, dachten wir : Genau unser Humor. Der Tod kommt in den vielen Geschichten in all seinen Facetten vor, meist auf die schwarzhumorige Art. Dass Stephan Hähnel nicht immer Schriftsteller war, sondern auf einen sehr breit gefächerten Berufsweg blicken kann, war seinen Geschichten offensichtliche sehr dienlich. Jetzt ist er permanent unterwegs, liest vor Publikum, macht Schreib-Workshops mit Kindern und schreibt zwischendurch fleißig Bücher. Mit Periplaneta unterhielt er sich über seinen Alltag als Autor und über die Weisheiten aus seinen Büchern.

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Wer darf in Gary Flanells Bart überwintern?

Angst vor blauem Himmel (c) Periplaneta

Nach „Stuntman unter Wasser“ ist nun Gary Flanells zweiter Erzählband „Angst vor blauem Himmel“ erschienen. Zu diesem Anlass hat er mit Swantje Niemann über Musik,  Lieblingszitate, Winterschläfercastings und „gepflegten Anarchismus“ gesprochen. Wer darf in Gary Flanells Bart überwintern? weiterlesen

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Das Problem ist der Mensch.

Interview mit Hank Zerbolesch.

„RAW“ ist literarischer Rap: Schonungslos, direkt und ehrlich. Genau so, wie wir Hank Zerbolesch schon in seinen vorherigen Werken kennengelernt haben. Sehr bildgewaltig und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, schreibt er Geschichten, die von Eskalation, Rebellion, Gewalt und Drogenmissbrauch handeln. Warum schreibt man über so etwas? Und wie fühlt man sich dabei? Darüber und was seiner Meinung nach das größte Problem der heutigen Gesellschaft ist, haben wir uns mit dem Autor unterhalten.

Warum tun Menschen, was sie tun?

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“Ich hoffe, dass ich nie stehenbleibe“

thommi baake- periplaneta

Thommi Baake im Interview.

Thommi Baake ist schon lange als vielseitiger Künstler unterwegs. Wenn er nicht gerade schauspielert, Musik macht oder als Entertainer auf der Bühne steht, dann schreibt er. Sein Kinderbuch ‚Verrücktisch-Fantastiolische Märchen‘ ist soeben in der Edition Drachenfliege erschienen. Wie er schreibt, was ihn inspiriert und wieso er von lebendigen Teelöffeln erzählt, erklärt er uns im Interview.

Das erste Mal, dass ich Dich gesehen habe, war in der Rolle des Wachtmeisters in einer der älteren Folgen der KiKa-Serie Schloss Einstein – und das ist immerhin gut 18 Jahre her.

Thommi: Du hast mich als Wachtmeister Kranich gesehen? Das ist ja schön! Das war teilweise sehr lustig! “Ich hoffe, dass ich nie stehenbleibe“ weiterlesen