Fantastic Folk aus Berlin… Immer wieder ein Genuss: Die goldgerahmten Videos von The Sycamore Tree. Allen Sympathisanten und Periplanetanern wünschen wir frohe Feiertage.
Berliner Lesebühnen: Brauseboys

Jeden Donnerstag ab 20:30 Uhr.
Zuallererst lehren die „Brauseboys“ den Wert einer Bühne. Völlig konfus sitzt man im beeindruckend großen Saal des „La Luz“ und starrt auf diesen Fremdkörper, den man schon lange nicht mehr auf einer Lesebühne gesehen hat; eine echte Bühne, über einen Meter hoch und breit genug für alle Brauseboys auf einmal: Robert Rescue, Paul Bokowski, Frank Sorge, Volker Surmann, Hinark Husen und Heiko Werning. Ein stattliches Aufgebot ganz ohne jede Quote, mit null Gefühl für politische Korrektheit (siehe Foto) und diesem typischen Wedding-Patriotismus, der seltsamerweise auch bei der x-ten Lesebühne im Bezirk noch seinen Charme entfaltet.
Buchpremiere „Seelenunruhen“ bei Periplaneta
Berliner Lesebühnen: Das Stirnhirnhinterzimmer

Jeden 2. Donnerstag ab 20:15 Uhr.
Der winzige Kinosaal liegt im Halbdunkel. Während die letzten Zuschauer vergeblich nach freien Sitzen Ausschau halten, haben die Autoren längst Platz genommen an einem kleinen Rundtisch und mustern die Nachzügler belustigt bis ungnädig. Auf der scharlachroten Tischdecke steht eine kleine Lampe, die einzig nennenswerte Lichtquelle im ganz in Rot und Schwarz gehaltenen Saal der „Z-Bar“, wo gelegentlich auch Filmvorführungen stattfinden. Irgendwann ergreift Christian von Aster, einer der drei „Stirnhirnhinterzimmer“-Autoren das Wort: Ein Schwall souveräner Anmoderation ergießt sich über das Publikum, unter dem auch die letzten Nachzügler wortwörtlich zu Boden gehen. Es kann losgehen.
Berliner Lesebühnen: Brutusmörder

Jeden letzten Dienstag ab 21:00 Uhr.
Wenn der lauteste Applaus aus der Autorenecke selbst kommt, ist das nicht zwingend ein schlechtes Zeichen. Vielleicht sitzt das Publikum einfach zu bequem, um frenetischen Applaus zu spenden (nicht umsonst haben Staatstheater steife Sitze!). Vielleicht sind für gewisse Lärmschwellen auch schlicht zu wenig Leute anwesend. Im „Ori“ ist beides der Fall: Knapp ein Dutzend Zuhörer rekelt sich in den gepolsterten Sesseln, die Kneipe ist klein und behaglich. Vorne steht ein kleiner Tisch mit Leselampe, daneben ein Mikrofon, das aber kaum einer benutzt. Es geht schließlich auch ohne – und wie!

































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