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Die PotShow – Die Lesebühne in „Weitweitweg“

Lucas Fassnacht

Ein Ausflug nach Potsdam mit Lucas Fassnacht.

Schlägt man einem in Berlin-wohnenden Menschen vor, für eine Lesung nach Potsdam zu fahren, erntet man erst ein ungläubiges Lächeln und dann eine dankende Absage. Der Großteil der Gefragten kann dann nicht einmal einen triftigen Grund nennen, denn das Argument „ist so weit weg…“, wird mit einem Verweis auf eine Fahrtdauer von ca. 45 Minuten auch widerlegt. Um eine Begleitung für den Abend zu finden, habe ich also verschwiegen, dass es nach Potsdam geht. Die Überraschung war gelungen und die Frage, ob es sich der Weg wirklich lohnt, stand im Raum.

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Berliner Lesebühnen: Brauseboys

Brauseboys

Jeden Donnerstag ab 20:30 Uhr.

Zuallererst lehren die „Brauseboys“ den Wert einer Bühne. Völlig konfus sitzt man im beeindruckend großen Saal des „La Luz“ und starrt auf diesen Fremdkörper, den man schon lange nicht mehr auf einer Lesebühne gesehen hat; eine echte Bühne, über einen Meter hoch und breit genug für alle Brauseboys auf einmal: Robert Rescue, Paul Bokowski, Frank Sorge, Volker Surmann, Hinark Husen und Heiko Werning. Ein stattliches Aufgebot ganz ohne jede Quote, mit null Gefühl für politische Korrektheit (siehe Foto) und diesem typischen Wedding-Patriotismus, der seltsamerweise auch bei der x-ten Lesebühne im Bezirk noch seinen Charme entfaltet.

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Berliner Lesebühnen: Lesershow

Lesershow

Jeden 2. Samstag ab 21:00 Uhr im Mastul.

Alles sieht aus wie zu Hause im Wohnzimmer vor ungefähr vierzig Jahren: die alte Tapete in schalen Farben, die Leserstühle rings um den kleinen Tisch und direkt vor der ersten Zuschauerreihe ein steinalter Gasofen, der nach kurzer Diskussion mit dem Wirt schließlich vorsichtig angeschaltet wird und anfangs gelegentlich Feuer hustet. In der Pause dominiert das Weddinger Stammpublikum die Theke; wer abseits sitzt, ist entweder neu in Berlin oder Migrant aus dem Prenzlauer Berg.

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Eine Mordsarbeit!

Vom Gewerbe eines Killers.

Auftragsmord ist ein Dauerbrenner. Egal ob in Filmen, Romanen oder Computerspielen, der Killer von Berufs wegen ist mittlerweile populärer Teil der Mainstream-Kultur; meist als gefühlskalte Tötungsmaschine, gelegentlich auch als Projektionsfläche alternativer Moralvorstellungen oder Konflikte zwischen Auftrag und Gewissen.
An der kulturellen Relevanz gemessen ist der Wikipedia-Artikel zum Thema „Auftragsmord“ überraschend kurz und dilettantisch: Auftragsmorde seien fast ausschließlich organisierter Kriminalität oder Geheimdiensten zuzuordnen, in der BRD allgemein aber überaus selten. Punkt.

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