Beschreibung
Frühjahr 1991. In einer Kleinstadt in Sachsen arbeitet Johann für die Treuhandanstalt und soll über das Schicksal der traditionsreichen Papierfabrik Mielitzsch entscheiden. Sein Vorgesetzter will den Verkauf an einen windigen Investor durchsetzen. Doch Johann schlägt sich auf die Seite des Betriebsleiters Peter Goyatz, der um den Erhalt der Fabrik kämpft. Denn eine Schließung würde die Stadt ins Mark treffen.
Die junge Lehrerin Julia erlebt die Folgen der Wende längst im Alltag: Arbeitslosigkeit, Angst und wachsender Fremdenhass vergiften das Miteinander in Mielitzsch. Als sie Johann begegnet, geraten beide in eine leidenschaftliche Affäre – und in einen Konflikt zwischen persönlichem Glück und moralischer Schuld.
„Zellulose“ erzählt von einer Zeit des radikalen Wandels, in der alte Gewissheiten zerrieben werden und neue Verheißungen verrauchen. Ein poetischer Roman über eine deutsch-deutsche Liebe – und das Porträt einer zutiefst erschütterten Generation.




