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René Sydow live @ Periplaneta:

„Das Gehirn will eigentlich denken!“

Die Lesung im Periplaneta Literaturcafé war ursprünglich für Samstag geplant. Wegen des Champions League Finales wurde sie kurzfristig einen Tag vorverlegt. Den Veranstaltungsmagazinen war diese Änderung leider entgangen. Trotzdem war das Literaturcafé ausverkauft.

Ein „Slam-Kabarett-Abend“ war angekündigt, bei dem René Sydow zum ersten Mal in Berlin sein Solo-Programm „Gedanken! Los!“ vorstellen sollte. Mit traditionell 15-minütiger Verspätung kündigt der Periplanetaner Thomas Manegold den Star des Abends an: René Sydow, das Multitalent. Er ist als Schauspieler, Filmemacher, Kabarettist und Autor aktiv, und die Szene sei sich einig, dass er einer der zurzeit besten Poetry Slammer sei…

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Nicolas Schmidt und René Sydow bei Periplaneta

Periplaneta begrüßt zwei neue Autoren.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Nicolas Schmidt (Bybercap) und René Sydow. Damit heuern zwei weitere exzellente Künstler bei uns an, die vor allem auf den Poetry-Slam-Bühnen dieses Landes keine Unbekannten sind. Auch haben beide gemeinsam, dass sie auf die (vermehrt heiß diskutierten) berühmten 5 Minuten Text nicht zu reduzieren sind. Beide sind nicht nur Dichter, sondern auch Denker, haben Soloprogramme, können singen und schauspielern. Letzteres tut der eine vornehmlich vor Fernsehkameras und der andere als Lehrer…

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Nietzsche, Kafka & Co waren auch mal Loser

Spitzweg_Carl

Von Autoren, die später noch berühmt wurden.

Rilke, der Protagonist im Roman „Der Flug des Pinguins“ von HC Roth, erhält von Verlagen nur Absagen. Das ist für einen Autor zwar frustrierend, aber kein Einzelschicksal. Der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung zufolge erhält ein Verlagslektor eine nicht zu bewältigende Flut von bis zu 200 Manuskripten im Monat. Selbst bei einer Veröffentlichung ist die Chance gering, dass es ein Bestseller wird, denn pro Jahr erscheinen ca. 120.000 weitere deutschsprachige Erstpublikationen. Erfolglose Schriftsteller gibt es also zuhauf. Aber auch bei den weltbekannten lief es selten glatt und einige haben ihren Erfolg nicht einmal erlebt:

Der junge Friedrich Nietzsche zum Beispiel war zwar als Professor erfolgreich, doch seine Veröffentlichungen wurden entweder abgelehnt oder ignoriert. Er schrieb trotzdem ehrgeizig weiter, auch als er frühpensioniert wurde und sich wegen seiner psychischen Krankheit zunehmend zurückzog. Nietzsche glaubte so sehr an seinen bevorstehenden Erfolg, dass er einige Texte im Selbstverlag herausbrachte – was allerdings niemanden interessierte. Als seine Werke Jahre später tatsächlich berühmt wurden, konnte er das wegen geistiger Umnachtung nicht mehr miterleben.

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