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Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst

Bella Bender - periplaneta

Ein Interview mit Bella Bender.

Im Sommerprogramm 2019 ist der Kurzgeschichtenband „Die artgerechte Haltung von Gedanken“ von Bella Bender bei Periplaneta erschienen. Laura Alt hat mit ihr über Freiheit, Beziehungen und die Ellbogengesellschaft gesprochen.

Du studierst aktuell in Heidelberg und beschäftigst Dich in Deinen Geschichten mit dem Thema Freiheit. Das Studium an sich galt früher als Zeit, die besonders frei und individuell ausgestaltet werden kann. Nach der Umstellung auf das Bachelor-Master-System gab es Kritik, dass darin keine Zeit mehr für freie Entfaltung bleibe. Wie empfindest Du das?

Bella Bender: Ich empfinde diese Kritik als absolut berechtigt. Niemals würde ich bereuen, mich für die Germanistik entschieden zu haben, da ich das Fach sehr mag. Aber das Hochschulsystem, wie wir es haben, bringt einen dazu, nach ein paar Semestern nur noch in Credit Points zu denken und das ist schade. Ich würde mir wünschen, dass das Studium weniger verschult ist. Außerdem ist Studieren sehr teuer geworden. Für viele bedeutet das, Job und Studium unter einen Hut bekommen zu müssen. Wie entspannt das nun ist? Vermutlich muss man in jeder Lebensphase um seine persönlichen Freiheiten kämpfen.

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Apokalypse in Pasewalk

DANIEL MARSCHALL: „Tontatiuh oder Apokalypse in Pasewalk“

Neuer Roman von Daniel Marschall bei Periplaneta.

Gäbe es einen Preis für den besten Untertitel, dann wäre er hier ganz sicher angebracht. Mit dem Roman „TONATIUH oder Apokalypse in Pasewalk“ präsentiert Periplaneta den mit uns vollkommen zu recht jubilierenden MecklenburgerInnenn und Vorpommenern sowie dem Rest der noch dem Lesen mächtigen Welt einen Roman über eine Zukunft, die in vielerlei Hinsicht nicht stattfindet.

Zentrale Figur ist der einst große Journalist Konrad Fall, der, gebeutelt vom Alkohol und beruflichem Abstieg, um eben seine Zukunft kämpft. Allerdings ausgerechnet in Pasewalk, um dort vom prophezeiten „Weltuntergang“ zu berichten …

Sich ausgedacht und aufgeschrieben hat diese in einer nahen Zukunft spielende Geschichte der Berliner Autor, Musiker und Performancekünstler Daniel Marschall. Dieser wurde in Bad Salzungen geboren und ist dann viel in der Welt herumgekommen, bevor er sich, mit echten Erfahrungen und ein paar Wahrheiten aus einem Studium betankt, in Berlin niederließ, um eine Familie zu gründen und … um uns zu entdecken. Ist alles so passiert. Wir sind sehr froh, dass Daniel Marschall vorbeigekommen ist, so konnten wir ihm seine Seele abkaufen und dies einzigartige Buch mit ihm machen. Das Werk, welches in hochwertiger Klappenbroschur, sowie als E-Book erhältlich sein wird, ist zugleich der Einstand von Lektorin Laura Alt, die dieses Projekt betreut und ab sofort vollzeitiges Mitglied unseres Teams ist.

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Das Höllische an unserem Kaffee

Kaffee

In C.C. Holisters Roman Inferno für Anfänger trinken die Bewohner ihrer Hölle Kaffee, um sich zu berauschen. Koffein hat auf ihre dämonischen Körper eine ähnliche Wirkung wie Alkohol auf den menschlichen.
Auch wenn Koffein bei uns Normalsterblichen anders wirkt – Kaffee ist auch in der realen Welt Kult, wenn auch ein durchaus höllischer.

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Liebe Tintenfische, liebe Damen bis Herren: Zweifeln Sie los!

Matthias Niklas

Ein Interview mit dem Bühnenpoeten Matthias Niklas.

Matthias Niklas ist der Multifunktionstisch unter den Bühnenpoeten: Er ist nicht nur Slampoet, sondern auch Stiefvater dreier Kinder, Lehrer, Übersetzer, Kulturfetischist, Kritiker, ein Rheinländer in Berlin und trotzdem noch ein äußerst heller Kopf. Sprachlich äußerst virtuos bringt er Witz in solch ernste Themen wie den Umgang mit Nazis oder Sexismus, das Sterben, die Flüchtlingsdebatte oder die Hindukusch-Frage. Intelligente Pointen, entlarvende Fragestellungen, nicht absehbare Wendungen und eine humanistische Grundhaltung lassen seine Texte aus dem emotionsbedröppelten Einheitsbrei der Slam-Bühnentexte positiv herausstechen.
Bei Periplaneta veröffentlichte er seine Textsammlung Laut Los Zweifeln in der Edition MundWerk und so baten wir ihn zu einem Interview:

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Tiefsommer für die Hotlist

Hotlist 2019

Heiß umkämpfter Wettbewerb um das beste Indie-Buch 2019.

Jedes Jahr ruft der Verein der Hotlist Independentverlage dazu auf, jenen einen Titel einzureichen, den sie für ihren allerbesten, für den ungewöhnlichsten oder herausstechendsten halten. Am liebsten hätten wir ja ALLE unsere Bücher eingereicht, aber dieses Jahr schicken wir Tiefsommer von Jesko Habert ins Rennen. Eine leidenschaftlich-poetische Dystopie aus einer anderen Welt, die sich über Genre- und Gattungsgrenzen hinweg setzt … Das ist sowohl inhaltlich als auch optisch durch das Cover von Nicole Altenhoff ganz besonders schön.

Nicole Altenhoff "tiefsommer"

Dieses Jahr haben noch 159 weitere Verlage ihre „hottesten“ Titel eingereicht. Sie wurden in zwölf Kategorien einsortiert: Von Lyrik über Graphic Novel bis hin zu Anthologien oder Romanen ist fast alles vertreten.

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