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Tiefsommer für die Hotlist

Hotlist 2019

Heiß umkämpfter Wettbewerb um das beste Indie-Buch 2019.

Jedes Jahr ruft der Verein der Hotlist Independentverlage dazu auf, jenen einen Titel einzureichen, den sie für ihren allerbesten, für den ungewöhnlichsten oder herausstechendsten halten. Am liebsten hätten wir ja ALLE unsere Bücher eingereicht, aber dieses Jahr schicken wir Tiefsommer von Jesko Habert ins Rennen. Eine leidenschaftlich-poetische Dystopie aus einer anderen Welt, die sich über Genre- und Gattungsgrenzen hinweg setzt … Das ist sowohl inhaltlich als auch optisch durch das Cover von Nicole Altenhoff ganz besonders schön.

Nicole Altenhoff "tiefsommer"

Dieses Jahr haben noch 159 weitere Verlage ihre „hottesten“ Titel eingereicht. Sie wurden in zwölf Kategorien einsortiert: Von Lyrik über Graphic Novel bis hin zu Anthologien oder Romanen ist fast alles vertreten.

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Phantastische Flora

In Jesko Haberts Roman „Tiefsommer“ haben sich einige Bauern auf ein ganz besonderes Agrarprodukt spezialisiert: Ballonpflanzen. Diese kautschukartigen, mit extra leichtem Biogas gefüllten Früchte können zu handlichen „Luftballons“ heranwachsen, aber auch zu „Fesselballons“ oder „Zeppelinen“, die groß genug sind, um mehreren Menschen gleichzeitig als Transportmittel zu dienen. Mit Stahlseilen werden Gondeln an ihnen befestigt; Seitenruder, Laufgewichte und Ventile garantieren ihre Manövrierfähigkeit. Angesichts dessen, dass selbst kleinere Luftschiffe mehrere Dutzend Meter lang sind, muss das Gas in ihrem Inneren wirklich sehr leicht sein oder sie ehrfurchtgebietend groß.

Jesko Haberts Zeppelinplantagen gehören definitiv zu den interessantesten Beispielen fantastischer Flora, die mir in letzter Zeit begegnet sind, und geben einen hübschen Anlass ab, über einen seltener beachteten Aspekt fantastischer Literatur zu sprechen: fiktive Pflanzen. Phantastische Flora weiterlesen

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Über Nachtfalter, den Jakobsweg und die Leidenschaft der Künstler

Jesko Habert

Ein Interview mit Slam-Poet Jesko Habert.

Es gibt Bücher, die sind so hübsch, dass man sie gar nicht aus der Hand legen möchte. Die Märchen aus einer grausamen Welt von Jesko Habert gehören da dazu. Aber das Buch ist nicht nur optisch ein Genuss, denn die metaphernreiche Lyrik des Berliner Kiezpoeten ist nah an den Figuren, am Zeitgeist, am politischen Geschehen.
Noch dazu ist es unser erstes „Mitmachbuch“, das da in der Edition MundWerk erscheint: Der Leser wird nämlich dazu angehalten, selbst aktiv zu werden und mit der Schere Verborgenes auf den Seiten freizulegen, mit Hilfe eines Stifts Neues zu entdecken oder hinter das Geheimnis eines Gedichts im Morse Code zu kommen.
Bei so viel überbordender, genialer Kreativität mussten wir dem Autor einfach ein paar Fragen stellen:

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