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Wave-Gotik-Treffen 2009

Periplaneta rockt das schwarze Leipzig

Man sagt den Gruftis ja vieles nach: Schwarzen Humor, einen Hang zu Moll- Akkorden und manchmal auch einen recht seltsamen Kleidungsstil. Aber eines muss man ihnen lassen: Sie interessieren sich wie kaum eine andere Jugendkultur für Literatur. Und da darf es auch ruhig mal so etwas „Trockenes“ und „Schwieriges“ und „Zähes“ wie Lyrik sein. Anders kann man es sich kaum erklären, dass unsere Periplanetaner ToM Manegold und Sascha Blach im Rahmen des Wave-Gotik-Treffens ihre „Darkest Poetry“ Lesung vor rund 300 Leuten im großen Kinosaal des CineStar Leipzig hielten und dafür rasenden Beifall bekamen.

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Die Mainzer Minipressen-Messe

„Auf einer Kugel sind alle Punkte oben“

Die 20. Mainzer Minipresse, die von Donnerstag, den 21 Mai, bis zum Sonntag am Rheinufer stattfand, warb mit großen Worten – 360 Aussteller aus mehr als 15 Ländern, 10.000 Besucher, größter Handelsplatz für Kleinverlagsbücher und künstlerische Pressendrucke. Seminare für den verlegerischen Nachwuchs wurden genauso angepriesen, wie Workshops von Fachleuten zu brandaktuellen Themen. Die Minipressen-Messe biete unter anderem mit ihrem Angebot Themen, die sich erst in kommender Zeit als Trends erweisen, wie z.B. im Bereich Multimedia, Hörbuch oder Internet.

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La Galerie Abstruse

Thomas Manegold im Gespräch mit SchockKultur

Thomas Manegold gab dem Magazin „SchockKultur“ ein Interview:
Mit Thomas Manegold produzierten Jennifer Sonntag und andere junge Autoren 2007 ein Hörbuch, das Sehenden den Schritt in diese fremde Welt erleichtern sollte und sowohl die Ängste als auch das Fassen von Mut in ganz einzigartiger Weise vermittelt: „Die Sehenden sind taub in den Augen der Blinden“. Dazu haben wir ToM einige Fragen gestellt.

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Plüsch: Die Psychologie von Kuscheltieren

Warum wir Plüschtiere lieben

Nicht immer, aber sehr oft ist auf unseren Hörbüchern das Kuscheltier des jeweiligen Autors zu sehen. Begründet hat diese Tradition André Ziegenmeyer, mit seinem Stoffgorilla auf dem Cover von  „P.L.Ü.S.C.H.“ Als wir den Trailer zum Hörbuchdrehten, musste Onk ganz alleine, im wattierten Paket nach Berlin reisen und André konnte deshalb mehrere Nächte nicht schlafen.

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Poetisches Programm

Zur Eröffnung der Edition Reimzwang

Manchmal denke ich, wer heute Dichtung und Dichtertum wirklich ernst nimmt, der kehrt der Literatur den Rücken. Dies versierte Gefasel über Nichtigkeiten, diese Stilproben ohne Inhalt, sie haben etwas Blutleeres, denn das Leben selbst hat sich aus ihnen verabschiedet. Worin aber bestünde die Alternative?

Vielleicht in einer Literatur der Leidenschaft, der seelischen Abstürze und der wilden Erfahrung. Melville hat Menschen, die sich solcher Leidenschaft und Erfahrung aussetzen, in seinen Briefen „Gedankentaucher“ genannt. Wie der Wal, sagt Melville, gehen sie weit, weit hinunter, um endlich mit blutgefüllten Augen aus der Tiefe zurückkehren. Und von dort erzählen zu können.

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Von Menschen, Schaben und Gletscherflöhen

Wenn die Natur die Heizung abdreht.

Im Frozen-Fantasy Roman von Robert-Christian Scheel verfallen die Bewohner der kleinen Stadt Blauheim in einen unerklärlichen Winterschlaf. Für Menschen ist solch ein Zustand völlig untypisch und evolutionsbiologisch nicht vorgesehen – schließlich entwickelte sich der Homo Sapiens im warmen Afrika.
Leider wanderten unsere Vorfahren irgendwann auch nach Norden aus – und nun sitzen wir hier, mit Schal und Wärmflasche und flirten wegen des UV-Mangels mit unseren Schreibtischlampen.

Säugetiere wie wir und Vögel sind in der Regel homoiotherme Wesen. Ihr Körper tut alles dafür, um eine relativ konstante Temperatur  zu halten. Deshalb bibbern und zittern wir, kochen wie die Bekloppten Tee und trinken eimerweise Glühwein.
Haselmäuse, Igel oder Bären verfallen dagegen in Winterschlaf, schränken ihre Körperfunktionen um 90% ein und verbrauchen ihre Fettreserven. Ein Murmeltier atmet zum Beispiel nur noch einmal alle fünf Minuten.

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