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Wacken Open Air 2010

200 Hektar Heavy Metal!

Wenn man künftig über das Jahr 2010 spricht, erinnert man sich bestimmt an den verregneten Frühsommer, den heißesten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen oder aber an gewaltige Flächenbrände auf russischem Boden. Ja, so ein Jahr ist doch wie eine Schachtel Pralinen – man weiß eben nie, was man kriegt. Diese Weisheit mag zwar auf Vieles zutreffen, nicht aber auf das Wacken Open Air. Denn wer sich auf Pilgerfahrt in das kleine Nest Wacken im Schleswig-Holstein´schen begibt, der weiß schon ziemlich genau, was ihn dort erwartet: das größte Heavy Metal Festival des Globus. Und das heißt sechs Bühnen und scheinbar endlose Camping-Plätze auf einer Fläche von etwa 200 Hektar! Dazu kommt ein Dorf, das vollkommen in das Festival integriert wurde, dessen Einwohner sich mit dem Mega-Event identifizieren und sich als Gastgeber für über 80.000 angereiste Metalheads aus aller Welt begreifen. Auch heuer ist subKULTUR mit seinen zwei Schreiberlingen, Jason und meiner Wenigkeit, dem Dagger, inmitten dieser Masse vertreten. Unterstützung erhalten wir von der Heavyhardes-Crew: Axel und Fuxx haben irgendwo auf den weitläufigen Camping-Gründen ihr Domizil bezogen. Sebbes und Ray sind zusammen mit uns – wie schon im letzten Jahr –  im Backstage-Bereich zuhause.

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Theresa Rath bei Periplaneta

Lesung im Kreativzentrum

Lauscht man in den frühen Abendstunden Theresa Raths Texten bei einem schmackhaften Bier, so drängt sich unaufhaltsam die Frage auf, wie – zum Teufel – schafft dieses Mädchen das?

Mit ihren zarten 19 Jahren steckt sie so manchen grauköpfigen Wortakrobaten in die Tasche – und das mit verblüffender Leichtigkeit. Hinter dem Rednerpult fängt sie immer wieder mit eindringlichen Blicken die Aufmerksamkeit der Zuhörer ein – auch wenn sie das gar nicht nötig hat, denn ihre gehaltvollen Texte sprechen für sich.

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Glaubst du an Gott?

Ein Erklärungsversuch

Was soll man denn darauf antworten? Ja? Nein? Vielleicht? Als ich das letzte Mal mit einem „Ja“ darauf antwortete, schoss gleich die nächste Frage auf mich ein: „Und an welchen?“

Für mich war ja schon der Name Programm, also mein Gott hieß einfach „Gott“. Das war meinem Gegenüber schon zu viel, denn der glaubte nicht an „Gott“ sondern an „Schicksal“. Nun ja. Auch ein guter Name. Aber damit war noch lange nicht genug, denn nun fragte er, was an „Gott“ denn gut sei? Ein „Das geht dich gar nichts an!“ lag mir schon auf der Zunge, doch ich schwor mir an dem Tage, mich eingehender mit der Frage zu befassen, um beim nächsten Mal eine eindeutige, unantastbare Definition meines Glaubens abgeben zu können. Fangen wir also bei den Elementar-Definitionen an, um erst einmal abzugrenzen, woran ich so alles glauben könnte:

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Eva und der Apfel

Über die süßen Früchte des Verbotenen

Dass Adam und Eva wegen eines angebissenen Apfels das Paradies verlassen mussten, ist einfach nur ein Gerücht, das sich seit Jahrhunderten hartnäckig hält. In der Bibel wird kein Apfel erwähnt, in der Genesis steht nur etwas von einer „Frucht der Erkenntnis“.

Wenn diese „Frucht“ überhaupt ein Obst gewesen wäre, dann wohl eher eine Feige. Schließlich begründeten die sich auf einmal nackt fühlenden Paradiesbewohner die Tradition, pikante Körperstellen mit Feigenblättern abzudecken. Es ist wahrscheinlich, dass sie genau das nahmen, was in ihrer unmittelbaren Umgebung war und nicht erst noch lange nach geeignetem Blattwerk gesucht haben. Und es ist unwahrscheinlich, dass ein Apfelbaum 6000 Jahre vor dem Zeitalter der Genmanipulation Feigenblätter trug …

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Wo bitte geht es hier zum Slam?

Poetry Slam – Eine moderne Vers-Geschichte

Chicago 1986. Alles beginnt wie üblich in Amerika. Hier wird der erste Poetry-Slam von Marc Kelly Smith veranstaltet. Die Idee entstand am Küchentisch. Er wollte das Interesse an Lesungen wieder beleben und ein Format erfinden, bei dem nicht nur etablierte Literatur ein Gehör findet.

Was genau ist nun Poetry-Slam?

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Von Drachen und anderen Flugkünstlern

Wie unsere Fantasy-Edition zum Namen „Drachenfliege“ kam

Das Signet der Edition Drachenfliege, unserer Fantasy- und Kinderbuchabteilung, ist eine Prachtlibelle. Als vor zwei Jahren mit „Schatten über Schinkelstedt“ der erste Fantasyroman bei Periplaneta erschien, eröffnete man eine eigene Edition und brauchte damit auch ein neues Logo. Passend zur Verlagsschabe wurde also nach einem Insekt gefahndet, das irgendwie zu fantastischen Geschichten passte.

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