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„Snowblind“ (Buchtrailer)

„Snowblind“ ist der offizielle Song zum Buch „Schneeblind“ von Andreas Keck.

Der Roman erschien 2007 bei Periplaneta. Gesungen und produziert wurde der Song von ZipTone, Kamera, Schnitt: Marion Alexa Müller, Silbenstreif Berlin.

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„Ich und mein Kleist“

Interview mit dem Autor Roman Bösch

Die Periplaneta-Redaktion hatte vor einiger Zeit den bemerkenswerten Debütroman „Kleists Geschichte meiner Seele“ in die Finger bekommen. In einer fiktiven Autobiographie beschreibt Kleist sein Leben mit eigenen Worten. Um genau zu sein: in den Worten und der Sprache seiner Zeit. Nach der Lektüre dieses interessanten und komplexen Werks blieb der Wunsch, die Person näher kennenzulernen, die diesen Roman geschrieben hat. Der Autor Roman Bösch (44) wohnt in Zürich, ist Doktor der Philosophie und hat nach eigenen Angaben ein bewegtes Leben hinter sich. Zudem bezeichnet er sich selbst als „komischen Kauz“. Wir wollten uns davon überzeugen, denn wenn wir von etwas Ahnung haben, dann von komischen Käuzen …

periplaneta: Warum bezeichnen Sie sich selbst als „komischen Kauz“?
Roman Bösch: „Das mit dem komischen Kauz stammt eigentlich gar nicht von mir. Ich habe die Leute immer irritiert, denn auf der einen Seite sieht man mir meine Krankheit, ein Geburtsgebrechen, nicht an, weil ich nie jammere und klage, auf der anderen Seite drückt es gleichwohl durch, was die Leute dann nicht einordnen können. Ich galt schon in der Grundschule als Phänomen. Der Lehrer ließ mich einmal wissen, dass er keine Ahnung habe, wie er mich, meine Aufsätze und schriftlichen Arbeiten beurteilen solle. Entweder müsse er mir eine Eins oder eine Sechs geben. Das ist bis heute so geblieben. Abgesehen davon bin ich wirklich gewissermaßen von einem andern Stern – wie im Buch beschrieben – der inkarnierte Widerspruch samt Lösung. Säbelzahn und Schaf in einem. Mit allen Vor- und Nachteilen.

periplaneta: Bei all diesen Gegensätzen und Widersprüchen: Wie würden Sie sich selbst charakterisieren?
Roman Bösch: „Eine nicht gerade angenehme Kindheit und Jugend ließen meine Stärken sehr rasch hervortreten, wie die abgepressten Adern in einem Körper: Nibelungentreue – Zähigkeit – Ehrlichkeit – Standhaftigkeit – Kampfkraft: Mit mir kann man durch dick und dünn, weil ich nie vor Schwierigkeiten davon springe, was aber auch eine wesentliche Schwäche sein kann.Eine angelegte geistige Exzentrik sowie einiges Ungestüm und mitunter überbordende Dynamik wurden allerdings auch gefördert. Und vor allem bin ich eigensinnig. Manchmal bis zum Exzess! Leider besitze ich nicht sehr viele Begabungen, außer vielleicht einer wesentlichen: Man kann mich, wo man will, ins Leben werfen, und ich beginne zu arbeiten und mach‘ was draus. Zu allem kommt noch, dass ich ein ausgesprochener Idealist bin; allerdings einer von der realen Sorte.“

periplaneta: Wie Sie bereits mehrfach andeuteten, haben Sie schon sehr viel erlebt. Erzählen Sie doch einmal von Ihrem eigentümlichen Schicksal.
Roman Bösch: „Ich wuchs in eher bescheidenen und, gelinde gesprochen, schwierigen Verhältnissen auf, wurde weder gefördert noch unterstützt und musste mich stets durchschlagen, sowohl metaphorisch als auch wortwörtlich. Ich leide an einer seltenen Knochenkrankheit namens Vitamin D3-resistente Rachitis – in gewisser Weise das Gegenteil der Glasknochenkrankheit. In der Folge der Krankheit werden erhebliche Schmerzen und Beeinträchtigungen aller Art verursacht. Dadurch werden gegebenenfalls charakterlich angelegte Eigenheiten noch verstärkt, was bei mir sicherlich der Fall ist. In meiner Kindheit und Jugendzeit hatte ich zahlreiche Operationen zu überstehen, wobei die letzten beiden Eingriffe mich an den Rand des Todes brachten. Aufgewachsen bin ich in Basel und Zürich; mein Vater war ein gefährlicher Mensch, die Mutter sanft, liebevoll und zugleich stark. Nach der Grundschule begann ich eine Hochbauzeichnerlehre, entschied mich aber dann nach einem Jahr für die Kaufmännische Berufslehre, die ich erfolgreich abschloss. Darauf holte ich die Eidgenössische Matura nach, um schließlich das Medizinstudium zu beginnen. Schicksalhafte Gründe allerdings verwehrten mir, über das erste Jahr hinauszukommen. Schließlich war ich 14 Jahre u.a. als Autor, Dozent und in der Kundenakquise bei einer privaten Uni als Dr. phil. (Philosophie) tätig. 2005 verließ ich das Institut und besann auf die Begabung des Schreibens. Ehrlich gesagt glaubte ich kaum an eine Veröffentlichung des Buches.“

periplaneta: Zuvor haben sie lange Zeit im Wissenschaftlichen Institut Osiris gearbeitet. Dort werden verschiedene Seminare, wie zum Beispiel „Angewandte Menschenkenntnis“ angeboten. Neben Rhetorik und Präsentationstechniken werden auch Handlese- oder Graphologie-Kurse angehalten. Das hört sich ja alles sehr esoterisch an. Wie sind Sie dazu gekommen und welche Philosophie vertritt das Institut?
Roman Bösch: „Welche Philosophie am Institut heute vertreten wird, weiß ich nicht. Seinerzeit habe ich das Klima mitgeprägt. Bereits 1983 kam ich mit Professor Bänziger in Kontakt. Ab 1992 begann dann eine 14jährige intensive Arbeit mit ihm am Institut. Wir waren im Ziele geeint, auch wenn wir oftmals in wesentlichen Dingen anderer Meinung waren. Mitte 2005 trennte uns das Schicksal, das offenbar meinen eigenen Weg vorsieht, mit einigem Getöse. Der Professor und ich waren wie ein Januskopf und ergänzten uns vorzüglich. Er war mehr der Mystiker und ich der rational-pragmatische Geist und Philosoph, der die Methode auf ein naturwissenschaftliches Fundament stellte. Vom Wesen her bin ich ein Zweifler – glauben tu´ ich nichts. Ich arbeite immer beweisführend.“

periplaneta: Und welche Philosophie verbindet Sie mit dem Institut? Sie haben schließlich den Doktor der Philosophie und Ihre Dissertation „Von den Ur-Prinzipien der Natur und Religion“ umfasst, wie Sie selbst sagten rund 1000 Seiten, die nichts für schwache Nerven seien.
Roman Bösch: „Meine Doktorarbeit überschreitet alle Grenzen insgesamt, indem sie etwas unternimmt, was meines Wissens noch nie zuvor gewagt wurde: sie untersucht das Wesen der Ewigkeit auf der Basis naturwissenschaftlicher Kriterien und Erkenntnisfähigkeit, ja, sie geht sogar darüber weit hinaus – ohne allerdings je den festen Boden der Realität sowie der naturwissenschaftlichen Bedingtheit zu verlassen -, was sie in ihrem Wert auszeichnet! Alles ist Geist! Die Unterscheidung in Geist, Seele und Körper ergibt sich einzig aus der zeitlich-linearen Differenzierung, deren Ursache und Wirkung (als gegenseitig sich bedingend aus dem Ewigen heraus) die Endlichkeit mit ihren dynamischen Handlungen und Wandlungen ist; und diese Endlichkeit ist nichts anderes, als eine relative Erscheinungsform des absolut Ewigen. Meine Einsichten sind nicht aus der Luft gegriffen – ich versuche nach gesunder, menschenverständlicher Logik und Intuition zu folgern. Vieles in der Wissenschaftsgeschichte wurde zuerst verlacht oder totgeschwiegen.“

periplaneta: Wissenschaftler sind ja selten religiös. An was glauben Sie?
Roman Bösch: „Die Kirchen und Sektierer sind überwiegend verbrecherische Organisationen, indem sie vorgeben, der Mensch sei ein Sünder und nur durch einen Mittler zu erlösen. Das ist falsch, sogar bösartig; es werden dadurch Menschen manipuliert: es geht da nur um Macht, Geld und Egoismus. Wie übrigens im heutzutage zelebrierten Atheismus, der jetzt gleichermaßen, wie früher das Christentum, das Zepter an sich reißen will. Dank meiner Eigensinnigkeit und Sturheit war ich stets gegen solche Anfeindungen der Manipulation gefeit! – Und dennoch bin ich religiös, nicht nur aufgrund etwa meines Nahtodeserlebnisses. Doch in wesentlichen Bereichen taugt mir der Glaube nichts. Ich muss wissen, sonst werde ich wahnsinnig.“

periplaneta: Wie kommt ein Mensch, den andere Leute sehr leicht als Esoterik-Heini abstempeln würden, zu solch einem traditionellen und anspruchsvollen Thema wie Heinrich von Kleist?
Roman Bösch: „Nun, ich glaube, das mit dem Esoterik-Heini hätten wir mittlerweile geklärt. Ich musste über Ihre höchst erfrischende Geradheit schmunzeln. Ich liebe gerade Charaktere, damit hatte ich noch nie Probleme! Nur auf Heuchelei, wie ich sie leider oft erleben musste, reagiere ich höchst bockig. Im Übrigen sprechen Sie aus, was viele nur denken – doch sobald sie mit mir gesprochen haben, ist die Sache vom Tisch. Zudem bin ich jemand, der Leistungen zeigt: Da kommt selbst der hartgesottenste Materialist ins Grübeln und legt gegebenenfalls seine niedere Stirn in eine Denkerfalte.“

periplaneta: Wie haben Sie es geschafft, sich in Heinrich von Kleist einzufühlen? Oder fühlten Sie sich schon immer verbunden?
Roman Bösch: „Es handelt sich um eine etwas tiefer fundierte Geistes- und Seelenverwandtschaft, die ich etwa mit 21 Jahren entdeckt habe! Im Übrigen besitze ich bis zu einem gewissen Grade die Fähigkeit, mich in Wesenheiten hineinzuversetzen – besonders in mir artverwandte. Wie Kleist, war ich schon immer gezwungen, eigene Wege zu gehen. Ich habe mit meinem Buch etwas gewagt: nämlich den Spagat zwischen Kunst und Kommerz in einer Zeit, da hauptsächlich dem Massengeschmack gehuldigt wird.“

periplaneta: Menschen haben mitunter sehr unterschiedliche Gründe für ihre Passionen oder Vorlieben. Welcher ist der Ihrige im Fall von Heinrich von Kleist? Ist es das Werk, die Person, …?
Roman Bösch: „Es gibt vor allem zwei Gründe für die Vorlieben. Erstens eben eine Geistesverwandtschaft, und zweitens: mein Schicksal! Es handelt sich also dabei um innere, sehr persönliche Motive – und am Rande spielt die Tatsache mit, dass mich im weitesten Sinne das Ungewöhnliche im Menschen, in den Dingen interessiert und fasziniert. Als ich zum ersten Mal mit den Kleistschen Texten in Berührung geriet, spürte ich Saiten in meinem Innern anklingen, die mir nicht eben fremd waren. Daraus erwuchs über längere Zeit eine Beschäftigung nicht nur mit der Person Kleists, sondern auch mit dem Wesen des Individuellen, des Ungewöhnlichen, des Lebendigen an sich. Auch Kleist mühte sich mit solchen und ähnlichen Fragen auf seine Art.“

periplaneta: Sie haben die Person Kleist durch Ihren Roman sehr viel greifbarer werden lassen. Was erhoffen Sie sich, dass der Leser aus dem Roman mitnimmt, neben all der Information, die das Werk bietet?
Roman Bösch: „Ich möchte den Leser nicht nur in einen anderen Raum, in eine andere Zeit, in einen anderen Zustand entführen und ihm damit Freude bereiten; nein – gleichzeitig möchte ich ihm etwas für die Gegenwart mitgeben: nämlich einen offenen, möglichst unvoreingenommenen Blick für das wahre, individuelle Wesen der Dinge, woraus er vielleicht Nutzen ziehen und eigene Werte entdecken mag! Ein hohes Ziel, aber ebenso ein höchst erstrebenswertes wie ich finde!“

periplaneta: Werden weitere Bücher von Ihnen folgen?
Roman Bösch: „Derzeit arbeite ich an einem historischen Roman über Agrippa von Nettesheim. Pläne und Ideen (nicht nur im schriftstellerischen Bereich) hatte ich immer in Hülle und Fülle. Das stark limitierende Moment aber ist meine Krankheit, die mich doch arg einschränkt. Denn wenn die Schmerzen allzu stark sind, kann ich gerade noch (falls überhaupt) irgendwelche Routinearbeiten ausführen. Ich kämpfe stets an mehreren Fronten. Dennoch bin ich zuversichtlich, zumal ich meinen Weg längst gefunden habe.“

periplaneta: Herr Bösch, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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Der Rächer der Entnervten

Interview mit Oliver Kalkofe

Spätestens seit seiner Fernsehsatire „Mattscheibe“ ist er eine Legende. Oliver Kalkofe schaffte es zudem, derbe Fernsehkritiken ausgerechnet als Kolumnen in Fernsehzeitungen zu platzieren und ist mit einer provokativen Fernsehkritik seit Jahren auf Sendung. Kürzlich parodierte er mit „Der Wixxer“ eine Reliquie des deutschen Fernsehens – den Edgar Wallace Film. Nachdem er also nun auch das Kino erobert hat, ist der unermüdliche Retter des guten Geschmacks mit verbalem Vorschlaghammer auf Deutschlandtour. Und … ich durfte mit ihm reden! Herr Kalkofe hat sich, soviel vorab, seinen Patriotismus bewahrt und – auch wenn das sein Image ein wenig ins Wanken bringt – er entpuppte sich als sehr netter Zeitgenosse.

periplaneta: Sie streiten seit Jahren für ein besseres Fernsehen. Sie kritisieren Medien und werden dafür von diesen sogar gefeiert. Ist nicht „der Feind“ unglaublich clever, wenn er am Ende sogar davon profitiert, wenn er angeprangert wird?
Oliver Kalkofe: Theoretisch ja. Worauf spielen Sie an?

periplaneta: Darauf, daß Ihre Fernsehkritik im Fernsehen läuft und Ihre bissigen Kolumnen in Fernsehillustrierten abgedruckt werden. Damit sind Sie ja Bestandteil dessen, was Sie kritisieren. Oder ist dieser Umstand die eigentliche Groteske?
Oliver Kalkofe: Wenn man gegen „den Feind“ kämpfen will, muß man sich auf sein Terrain vorwagen. Wenn man sich mit der dunklen Seite der Macht auseinandersetzen will, muß man auch in den Todesstreifen fliegen. Wo sollte ich denn sonst hin mit meiner Kritik? Ich könnte mich daheim aufs Sofa setzen und mich darüber ärgern, wie furchtbar alles ist, aber das tun ja schon viele Menschen und es zeigt uns, das man so nicht allzuviel in Bewegung setzen kann. Wenn man über das Fernsehen, über das größte Medium unserer Zeit reden will, dann gibt es keinen besseren Ort dafür, als das Fernsehen selbst. Es bietet durch seinen Umfang immer wieder Nischen an, aus denen heraus noch Kritik möglich ist. Diese muß man besetzen um vielleicht etwas bewirken zu können.

periplaneta: Sie haben diesbezüglich einiges erreicht. Ich persönlich kenne den Sender Premiere nur von jenen legendären Mattscheibe-Sendungen, die er frei ausstrahlte. Merken die Menschen manchmal auch, daß sie dabei über sich lachen? Schließlich muß den Scheiß, den Sie parodieren, ja auch jemand in echt anschauen …
Oliver Kalkofe: Natürlich. Mattscheibe zielt auf die Macher und auf die Konsumenten. Gute Comedy funktioniert nur dann, wenn man einen Teil der Außenwelt und einen Teil von sich selbst darin erkennt. Lustig ist es doch nur, wenn man bemerkt, warum man auf Dinge hereingefallen ist oder warum sie mitunter so bescheuert sind, daß man es gar nicht mehr merkt, wie man ihnen auf den Leim geht. Das ist eine schwierige Aufgabe und hat für mich manchmal gar nichts Komödiantenhaftes mehr, eher etwas von der Arbeit eines Arztes oder eines Chirurgen.

periplaneta: Sie vermitteln seit Jahren beständig den Eindruck, daß das Entertainment im Fernsehen gar nicht mehr tiefer sinken kann. Wundern Sie sich nicht auch, daß es sich trotzdem ständig wieder unterbietet?
Oliver Kalkofe: Ja, ich habe mehrfach gedacht: Das ist jetzt das Ende, wir sind im Keller angelangt, weiter runter geht´s nicht. Doch dann kommt immer einer mit dem Schaufelbagger und gräbt noch zwei Etagen tiefer. Es ist nicht zu glauben. Sich zu wundern, wäre untertrieben. Man reibt sich die Augen und schüttelt mit dem Kopf und – ja, über die Jahre macht sich da schon etwas wie Verzweiflung breit. Man darf aber nicht lethargisch werden. Auch wenn es um einen herum immer schlimmer wird, auch wenn die Versuchung manchmal groß ist, darf man seine Klappe nicht halten.

periplaneta: Da spricht der Patriot, der Kämpfer … wann wäre der denn arbeitslos?
Oliver Kalkofe: Wenn es nur noch tolles Fernsehen gäbe. Aber das ist utopisch. Das wäre gleichbedeutend mit dem Weltfrieden, wir würden alle Waffen einschmelzen, uns alle liebhaben, gemeinsam auf der Wiese sitzen und mit den Tieren sprechen… so wie man sich das Paradies als Fünfjähriger ausgemalt hat.

periplaneta: Als ich so alt war, gab es Edgar Wallace Filme im Fernsehen. Wieso parodieren Sie so etwas. Hat die Zeit, in der diese Filme modern waren, es nicht verdient, in Frieden zu ruhen?
Oliver Kalkofe: Nein, auf keinen Fall. In Frieden ruhen heißt ja auch, sie dabei nicht zu stören und langsam verfaulen zu lassen… Ich glaube aber, daß die Edgar Wallace Welt froh ist, daß sie wieder leben darf. Diese Filme waren damals in den 60er Jahren, als sie entstanden, sehr ungewohnt für deutsche Verhältnisse. Sie waren nämlich sehr kreativ, zwar nicht intellektuell oder künstlerisch höchst anspruchsvoll, aber sie brachten die Trash- & Pulp- Kultur nach Deutschland. Ich finde, daß die Edgar Wallace Filme ein hohes Kulturgut sind, schon allein deshalb, weil damit die Deutschen mal über ihren Schatten gesprungen sind.

periplaneta: Welchen der Schatten meinen Sie denn?
Oliver Kalkofe: Deutsche Filmkreationen waren und sind mitunter sehr verkopft, Komödien und Parodien neigten damals gern zu sinnfreiem Klamauk oder übertriebenem Anstand und moralischen Fingerzeigen mit einer zwanghaften Wertevermittlung, die dann gern nach hinten losgeht. Außer dem gab es damals nur noch ein paar Heimatfilme. Ich habe als achtjähriger diese Filme wohl mit der selben Naivität angeschaut, wie damals in den 60ern die Erwachsenen. Die haben sich damals echt gegruselt… Heute ist es auch für Erwachsene immer wieder ein Riesenspaß, sich mal wieder einen Wallace Film anzusehen, weil man damit in eine Zeit eintauchen kann, die irgendwie auch etwas Unschuldiges hatte.

periplaneta: Im zweiten Teil Ihrer Wallace Parodie „Neues vom Wixxer“ spielen doch tatsächlich ein paar Schauspieler aus den Originalen mit! Damals, als „Der Schuh des Manitu“ so erfolgreich wurde, glänzte Piere Brice ja mit Humorlosigkeit … Bei ihrer Persiflage ist das offensichtlich nicht der Fall.
Oliver Kalkofe: Wir haben Joachim Fuchsberger dabei. Eine Legende! Im ersten Teil hat die Presse darüber spekuliert, ob wir damit nicht den Fuchsberger zum Pierre Brice der Wallace-Welt machen. Er wollte ja auch beim ersten Teil noch nichts damit zu tun haben. Er sagte auch, wie Sie vorhin, daß man das doch in Ruhe lassen solle, aber eher deshalb, weil alle Versuche, die Wallace- Welt zu reanimieren, bislang gescheitert waren. Wir blieben aber hartnäckig ? und haben weitergefragt. Jetzt haben wir ihn mit dabei und er ist einer der begeistertsten Mitspieler. Er hatte einen Riesenspaß. Das zeigt mir, daß man im Alter und auch als Künstler generell nicht humorlos werden muß. Es ist erschreckend, daß manche Leute keine Selbstironie besitzen und es ist schade, daß sie nicht mal so viel Humor haben, um über sich selbst lachen zu können.

periplaneta: Ist die Fortsetzung von „Der Wixxer“ ein Indiz, daß sie mit dem Erfolg des ersten Teils zufrieden waren oder war das Ganze schon als Fortsetzung angelegt?
Oliver Kalkofe: Wir waren überrascht. Es hat keiner damit gerechnet, daß es ein Erfolg wird. Das hat uns dann auch die Fortsetzung ermöglicht. Und nicht nur das, vielmehr mußten wir im zweiten Teil weitaus weniger Kompromisse eingehen, weil mehr Mittel da waren. Wir konnten zudem einige Fehler korrigieren und haben aus dem ersten Teil viel gelernt, sodaß wir nun den wesentlich schöneren Film gemacht haben. Oft ist das ja anders rum.

periplaneta: Der zweite Aufguß muß wider Erwarten ja nicht schlecht sein. Ist wie beim grünen Tee …
Oliver Kalkofe: Und manches Essen schmeckt aufgewärmt einfach besser. Bei Fortsetzungen ist das aber eher nicht der Fall. Wir haben uns aber definitiv gesteigert. Sehr sogar.

periplaneta: Sie sind bekannt als sehr bissig und neigen in ihrem Metier zu Respektlosigkeiten. Wen oder was würden Sie nicht verreißen?
Oliver Kalkofe: Theoretisch kann es jeden treffen. Grundsätzlich schätze ich aber Menschen, die ihre Arbeit machen, weil sie an sie glauben. Leute, die mit Herzblut dabei sind, machen auch Fehler und scheitern. Das gehört einfach dazu. Bei solchen Sachen ist Schadenfreude wohl nicht mein Ding.

periplaneta: Was ist für Sie, jenseits der eigenen Aktivitäten, wirklich gutes Entertainment?
Oliver Kalkofe: Generell etwas, das mich überrascht, mich fesselt und deshalb leider sehr, sehr wenig, was im deutschen Fernsehen passiert. Andererseits bin ich ein großer Fernsehfan. Es gibt diverse englische und amerikanische Serien, vor allem im fiktionalen Bereich, die einfach fantastisch sind und zum Teil toller als Kino. Auch in anderen Ländern wird immer wieder aufs Neue probiert, etwas Großes zu machen, zu erneuern und neue Wege zu gehen. Sicher kommt dabei viel Grütze heraus, aber doch auch immer wieder Glanzlichter und Genreklassiker, die ich im deutschen Fernsehen permanent vermisse. Hier sieht man die Kopie der Kopie von Vorgestern, meistens noch in Schlecht und Billig… ohne Ecken und Kanten und gänzlich ohne den Charme des Originals. Ja, auch anständig klauen will gelernt sein.

periplaneta: Sie sind derzeit auf Tournee. Was erwartet den Besucher einer Kalkofe Show 2007?
Oliver Kalkofe: Das wird ein sehr langer und netter Abend mit vielen Gästen im Publikum, die ich gern persönlich besuchen würde, was ich aber aus Zeitgründen nicht schaffe. Deshalb müssen sie zu mir kommen. Es gibt natürlich viel Kalkofe live, Standup Comedy zu allen relevanten Themen unserer Zeit und vor allem zum alltäglichen Wahnsinn, der ja nicht nur aus Fernsehen besteht. Es wird diverse Gastauftritte geben und zwischendurch Mattscheibe in Häppchen auf Großleinwand, sowohl die Highlights, als auch Material, was sich das Fernsehen nicht zu senden traute…

periplaneta: Herr Kalkofe, ich wünsche Ihnen viel Erfolg, volle Häuser und bedanke mich für das Interview!

Das Interview führte Thomas Manegold.

Links: www.kalkofe.de

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Die Lust am Schmerz

Michael Schweßinger

Interview mit Michael Schweßinger

Am Anfang war da eine Lesung und ein komischer Typ, der jedoch in einem so unverwechselbaren Stil so groteske, komische und zuweilen auch tragische Geschichten vorlas, daß mich mich bei der zweiten Begegnung, nach einem Jahr noch daran erinnerte. Man redet miteinander und so werden immer wieder aus komischen Typen nette Zeitgenossen, in diesem Fall sogar mit scharfen Sinnen, mit Ironie und Wortwitz gesegnet – und mit einer Portion Weltschmerz. Und schon sind wir beim Thema.
Michael Schweßingers Buch „Gedanken an die Dämmerung“ hat in der Redaktion dem Männlein und dem Weiblein gleichermaßen gefallen, auch wenn beide nicht unbedingt die Obsessionen der Protagonisten in den zum Teil süffisanten Kurzgeschichten teilen. Das liegt wohl an des Autoren Art, sich nicht im doch heiklen Thema zu versteigen, sondern vordergründig Geschichten zu erzählen, auch wenn sie allesamt für Leute sind, die andere Phantasien haben als …

periplaneta: „Gedanken an die Dämmerung“ beinhaltet einige pikante Geschichten. Wem zeigst du dieses Buch nicht?
Michael Schweßinger: Ich zeige es weiten Teilen meiner Familie nicht, da ich aus einem sehr katholischem Umfeld stamme und weiß, daß einige meiner Geschwister von der Thematik des Sadomasochismus peinlich berührt wären. Sicherlich macht es aber keinen Sinn, in Zeiten von Google die Publikation zu verschweigen. Wer sich damit beschäftigen will, soll es tun, aber gewissermaßen auf eigene Verantwortung.

periplaneta: Was reizt dich gerade am literarischen Umgang mit der Erotik?
Michael Schweßinger: Erotik ist ähnlich wie Tod, Freude und Schmerz eine Grunderfahrung des Lebens. Wir müssen sie wirklich am eigenen Leibe erfahren, um über sie berichten zu können. Es ist kein Wissen, daß sich durch Buchlektüre erwerben und aufbewahren läßt. Wenn wir lieben sind wir immer wieder Anfänger und so gesehen entzieht sich die Erotik der Routine. Es ist jedes Mal aufs Neue ein Wagnis und ähnlich wie bei Schmerz, Tod oder Freude können wir uns nicht vor ihr schützen, wenn sie uns umgarnt. Sie entzieht sich der Kategorisierung und in meinen Geschichten versuche ich mich ihr anzunähern ohne sie durch eine Interpretation zu erdrücken und den Zauber der von ihr abstrahlt zu zerstören. Einfach nur über Sex zu schreiben, würde mich dagegen langweilen.

periplaneta: Was bedeutet für dich Schmerz?
Michael Schweßinger: Ich denke es gibt viele Formen von Schmerz. In vielen meiner frühen Geschichten wie „Herz der Finsternis“ oder „Sweet delight“, beschreibe ich oftmals psychischen Schmerz, der aus der Verzweiflung strömt. Die Unfähigkeit dem Dasein einen Sinn abzuringen, führt bei den Akteuren zu dem Verlangen, sich bedingungslos seinen erwählten Göttinnen zu Füßen zu werfen. Diese dominanten Frauen sind in ihrer Allmacht fast schon metaphysische Geschöpfe, die einen religiösen Status einnehmen. Die Dunkelheit und Leere in mir selbst, ist für mich die tiefste und dunkelste Form des Schmerzes. Der körperliche Schmerz hingegen führt einen heraus aus den ätherischen Welten dieser verzweifelten Sinnsuche. Wenn ich Schmerz empfinde, dann spüre ich, daß ich bin, daß ich existiere. Ich spüre, daß ich in diesem Moment zur Welt gehöre. Das mein Körper zu mir gehört. Man könnte sagen, ich empfinde mich im Augenblick des Schmerzes. So gesehen ist der bewußt gewollte körperliche Schmerz etwas vollkommen anderes und man kann ihn nicht mit dem Weltschmerz vergleichen, der einen oftmals grundlos überfällt.

periplaneta: Wo war bisher deine ungewöhnlichste Lesung?
Michael Schweßinger: Es war meine allererste Lesung. Ein Poetry-Slam und ich wusste nicht genau, was mich erwartete. Damals wohnte ich noch in Bamberg und schrieb aus heutiger Sicht sehr destruktive und todestrunkene Lyrik. Das Publikum wollte aber eher Popcorn und wir konnten beide nicht recht was miteinander anfangen und die Besucher haben mich nach der Lesung angesehen wie einen Kranken.

periplaneta: Wie empfindest du den gesellschaftlichen Umgang mit Sex?
Michael Schweßinger: Ich denke, daß Sex bei uns auf der einen Seite eine ungeheure Medienpräsenz hat, auf der anderen Seite die Erfahrung der eigenen Sexualität in Gesprächen immer noch ein Tabuthema ist. Wie werden tagtäglich überhäuft mit unzähligen Bildern, da wir ja so unglaublich tolerant sind. Das muß aber nicht heißen, daß wir deshalb mehr Sex haben. Es ist vielleicht ähnlich wie in der Gothic-Szene, man gibt sich super aufreizend, was aber nicht bedeutet, daß sich hinter jedem lasziven Konstüm auch eine lüsterne Person verbirgt.

periplaneta: Stimmt, oftmals kompensiert das Äußere nur die inneren Schwächen und Ängste und, naja, Sex sellt bekanntlich, auch wenn man selbst das Produkt ist, daß man anbietet.
Michael Schweßinger: Ich glaube, daß diese ständige Präsenz von Sex, sogar kontraproduktiv ist, da sie einem bereits die Bilder aufzwingt wie Sex zu sein hat. Wie muß man aussehen, um attraktiv zu sein. Was muß man anziehen. Wir sind alle auf eine gewisse Weise visuell übersexualisiert, sodaß man gar nicht mehr dazu kommt, seinen eigenen Körper zu entdecken, sondern ständig damit beschäfftigt ist, ihn an die Schönheitsnormen anzupassen. Dabei hat ja Sex nicht unbedingt etwas mit körperlicher Schönheit zu tun. Es ist doch eher eine Frage der Sympathie, mit wem man ins Bett steigt. Diese ganzen Barbiepuppen sind bestimmt nicht der Bringer.

periplaneta: Findest du Deutschland an sich prüde?
Michael Schweßinger: Ja, ich glaube schon, daß Deutschland durch die christlich geprägten Moralvorstellungen dem Wort „prüde“ sehr nahe kommt. Ich bewerte es aber nicht grundsätzlich als negativ. Denn die Überschreitung von Grenzen und der Reiz des Verbotenen, der dieser Prüderie entspringt, bieten erst den Rahmen in dem sich die Erotik entwickeln kann. Gerade im Spiel mit sadomasochistischen Praktiken wird oft auf Symbole, Kleidungsstücke oder Gegenstände zurückgegriffen, die ursprünglich im Christentum beheimatet sind. Das heißt, die Erotik steigert sich gerade dadurch, daß man Elemente benutzt, die sakrosankt und eigentlich unerotisch sind. Das Habit der Nonne, der Altar, die Opferung oder auch große Teile des abendländischen Satanismus entspringen ja der Faszination des Verbotenem, der Überschreitung von gesellschaftlichen Moralvorstellungen. Insofern glaube ich nicht, daß zum Beispiel im katholischen Süden, der ja für meine Begriffe sehr prüde ist, es eine geringere Faszination für SM gibt, als in anderen Teilen von Deutschland. De Sade schrieb ja auch in einer streng moralischen Epoche.

periplaneta: Und wie ist sonst so dein Bild von … Bayern?
Michael Schweßinger: Bayern ist natürlich ein Sonderfall. In Bamberg mit Lackoutfit durch die Fußgängerzone ist bestimmt kein Spaß, es sei denn, man ist Masochist.

periplaneta: Ist Delomelanicon ein Pseudonym?
Michael Schweßinger: Ja, es ist ein Pseudonym, daß ich für meine ersten Veröffentlichungen von SM-Geschichten in den Schlagzeilen verwendet habe. Es entstammt den Roman Der Club Dumas von Arturo Perez-Reverte, der später als „Die Neun Pforten“ verfilmt wurde. Es bezeichnet eigentlich ein Grimmoire, aber ich habe das Pseudonym aus anderen Gründen gewählt. Die deutsche Übersetzung lautet: Ich rufe die Dunkelheit. So gesehen war es eine Art Wahlspruch, bei der Beschäftigung mit den eigenen Abgründen. Ich wollte es ursprünglich nur für „Herz der Finsternis“ verwenden, habe es aber dann beibehalten.

periplaneta: Sex und … Magie?
Michael Schweßinger: SM hat für mich sehr viel mit Magie zu tun. Der Ritus der Fesselung. Die Insignien der Macht. Kerzen. Die ganze Atmosphäre ist aufgeladen. Das Ritual ist dabei wichtiger als der Sex.

periplaneta: Wäre es nicht ein schreckliches Szenario, wenn die Gesellschaft auf einmal BDSM vollkommen akzeptieren würde?
Michael Schweßinger: Ja, ich glaube schon, denn gerade der Hauch des Verruchten und Verbotenen macht ja oftmals den Reiz aus.

periplaneta: Wie gehst du mit Kritik zu deinem Buch um, mit Kritik zu deinem Themenschwerpunkt. Ist ja ein persönliches Thema …
Michael Schweßinger: Grundsätzlich habe ich mit Kritik kein Problem. Es ist jedoch meistens schwierig, weil ich die Erfahrung gemacht habe, daß die Leser sehr oft interpretieren. Da ich oftmals in der ersten Person schreibe, wollen viele nicht wahrhaben, daß es sich bei meinen Geschichten um fiktive Literatur handelt. Ich als Person werde also gleichgesetzt mit den Charakteren meiner Geschichten, was einfach nicht stimmt. Sicherlich tragen meine Geschichten Spuren von mir in sich, aber es macht für mich keinen Sinn, Fragen zu diskutieren, ob die Zigarette in „Ein ungleiches Duell“ ein verstecktes Phallussymbol darstellt. Ich interpretiere meine Geschichten grundsätzlich nicht, sondern ich schreibe nur, was mir in den Sinn kommt. Deshalb ist es oftmals schwierig eine gemeinsame Basis für eine Diskussion zu finden. Literatur steht für sich selbst. Sie bildet nicht die Wirklichkeit ab, sondern erschafft eine andere.

periplaneta: Muß man sich als Autor solcher Geschichten persönlichere Fragen gefallen lassen, als beispielsweise SciFi Autoren?
Michael Schweßinger: Ich denke schon. Gerade dadurch, daß ich, wie oben beschrieben, oftmals in der ersten Person schreibe gelingt es sehr vielen nicht, dieses literarische Ich von meiner Person zu abstrahieren. Wer so etwas Perverses schreibt, muß auch bis ins Herz pervers sein, sozusagen. Aber auch Mankel bringt keine Menschen um und schreibt dennoch über Morde.

periplaneta: Und um gleich persönlich zu werden: Inwieweit teilst du jenes „Sweet Delight“mit deinen Protagonisten?
Michael Schweßinger: Ich teile es insoweit, da ich glaube, daß man mit seinen literarischen Figuren mitleiden muß, wenn man sie glaubhaft erschaffen will. Es ist ähnlich wie bei guten Schauspielern, die auch ihre Charaktere mit Leben erfüllen müssen. Sie müssen diese Personen sein, die sie darstellen und sie nicht nur spielen. Ebenso versuche ich mich in Situation meiner Akteure zu versetzen. Versuche ihre Einsamkeit, ihre Sehnsüchte, ihre Begierden mitzuerleben.

periplaneta: Wohin soll oder wird uns Menschen unsere Obsession treiben?
Michael Schweßinger: Keine Ahnung, aber letzten Endes immer ins Grab.

periplaneta: Wohin führt uns die sexuelle Befreiuung und die immer früher praktizierten, immer komplizierteren Turnübungen und Fesselspiele?
Michael Schweßinger: Vielleicht zum anderen Extrem. Wenn alles erlaubt ist, steigt die Orientierungslosogkeit und der Mensch sehnt sich wieder nach Gefangenschaft und sei es nur in der Moral.

periplaneta: Bilden also Venushügel das Jammertal oder den Jubelhain?
Michael Schweßinger: Wohl beides. Wer nach Lust begehrt, muß sich auch auf den Ver-lust einlassen.

periplaneta: Haben Literaten einen schärferen Blick für die Welt?
Michael Schweßinger: Ich glaube nicht schärfer, sondern einen anderen Blickwinkel. Vielleicht eine gewisse Distanz zur Welt. Ernst Jünger hat einmal gesagt „Die Einsamkeit ist nicht der Fluch des Schreibers, sondern sein Kapital.“

periplaneta: Danke für das Interview.