Calvin Kleemann ist leidenschaftlicher Bühnenpoet. Dem junge Performancekünstler ist Pathos und Theatralik alles andere als fremd, und doch ist er so authentisch, dass man aufspringen, zu ihm eilen und sagen möchte: „Setz dich einen Moment, beruhig dich, das geht vorüber.“ Nicht umsonst bekam er von der Bochumer Literaturszene den Beinamen „Der letzte Poet“ verpasst. Wir sprachen mit ihm über sein neues Buch „Sumpfblüte“, über seine kleine Tochter, Kinski und Florian Silbereisen.
Es gibt wenig, was im Käfig so befreiend ist, als ihn durch Geschichten und Gedanken zu verlassen. Bücher machen das möglich. Und besondere Bücher noch viel mehr. Die allerbesondertsten Bücher erscheinen in Indie-Verlagen wie Periplaneta. Entgegen der langläufigen Meinung veröffentlichen wir Indies nämlich nicht die Reste, die es nicht zu den Konzern-Verlagen geschafft haben, sondern die Bücher, die für die Masse nicht unbedingt taugen. Allerbesonderste Bücher eben von extraordinären Autoren für exzepzionelle Leser. Handverlesen, mit Liebe lektoriert und mit Herzblut gedruckt.
Um den Mut der Indie-Verlage zu feiern und zu stärken, und um schönen Büchern aus unabhängigen Verlagen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, erfand 2013 der Mairisch Verlag den Indiebookday. Die Aktion soll Lust darauf machen, Neues zu suchen, sich auf Noch-Nicht-Bekanntes einzulassen.
Wenn Du Dich an der Indiebookday-Aktion beteiligen möchtest, dann kauf Dir ein Buch eines Indie-Verlags Deiner Wahl (zum Beispiel online bei uns), das Dich interessiert. Danach postest Du ein Foto des Covers oder Dich mit dem Buch (oder wie Du möchtest) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Instagram) oder auf einem Blog Deiner Wahl mit #indiebookday. Es gibt auch eine Facebookseite, auf der Du Deine Bilder posten und die Du „liken“ kannst. Und *zack* bist Du schon einer / eine von jenen, die die kulturelle Vielfalt unterstützen.
Ein Peripherieartikel über Treiberameisenvon Alexander Blumtritt.
Über das Cover von „Die Gleichheit der Blinden“ von Nora Beyer krabbeln Ameisen. Ein insektenaffiner Mensch wie ich denkt bei dieser Verbindung von Titel und Motiv augenblicklich an Treiberameisen. Darunter zählt der Zoologe diverse Ameisenarten in Mittel- und Südamerika, Afrika und Asien, die mehr oder weniger nah verwandt sind, sich aber durch eine gemeinsame Eigenschaft auszeichnen: Sie sind „nature’s primordial exterminators“, wie es ein Ameisenforscher ausdrückte. Die Ur-Vernichter.
Ausführungen über diese Tiere lesen
sich wie Horror-Science-Fiction. Jeden Tag verlassen Hunderttausende
bis Millionen Arbeiterinnen einer Kolonie ihr Nest und gehen als
gigantische Marschsäule auf Raubzug durch den Dschungel. Die Armee
der amerikanischen Art Eciton burchellii kann 200 Meter lang
und 20 Meter breit werden. Alles, was ins Schema fällt und nicht
entkommen kann – Insekten, Spinnen, Würmer, kleine Wirbeltiere –,
wird getötet und vor Ort mit riesigen Mundwerkzeugen zerlegt.
Einzelne Ameisen schaffen die Beute ins Nest, wo sie an die Larven
verfüttert wird. Soldaten, bedeutend größer als die Arbeiterinnen,
flankieren den Heerzug mit weit aufgerissenen Zangen und sichern den
Weg. Wenn Hindernisse überwunden werden müssen, bilden die
Arbeiterinnen Brücken oder Säulen.
Drei KünstlerInnen,
drei Barhocker, ein Barkeeper. Es wird gelesen und geredet. Und
getrunken. Mit von der Party sind gestandene Autorinnen und Autoren und
die berühmten „Mitglieder zahlreicher Gruppierungen des organisierten
Vorlesens“. Ab und zu wird sich auch mal ein Musikus oder eine
Musikcousine in unser LineUp verirren. Die ultimative Mischung aus
Talkshow, Lesebühne und AftershowParty
Falk Fatal
Joost Renders
Gary Flanell
Periplaneta TresenLesen am Freitag, d. 20.3.20: Subkultur Special: Falk Fatal, Joost Renders, Gary Flanell
ACHTUNG! Wegen der COVID-19 Pandemie ein paar Hinweise: Grundsätzlich machen wir weiter wie bisher, so lange es geht. Aber wir winken zur Begrüßung und zum Abschied. Das Line-Up der Veranstaltung kann sich jederzeit ändern. Die Empfehlungen und Anweisungen seitens der Stadt können sich jederzeit ändern. Wir behalten uns vor, die Anzahl der Tickets einzuschränken. Wenn ihr euch also sicher seid, dass ihr kommen wollt, nutzt den Vorverkauf (PAYPAL). Dann können wir besser planen und euch informieren, falls sich was ändert. Liebe, Frieden und Gesundheit für alle!
Großes Ohr: Deutsche Regeln – Russische Sprache – Gepflegter Streit Debattieren – das ist in vielen Ländern der Welt ein intellektueller Sport. Ein Thema von beiden Seiten beleuchten, sich kurz und prägnant ausdrücken, zuhören und[...]
Freitags: TresenLesen. Ulrich Müller und Andreas Markus„KAPUTTSCHMINZELN“ Buchpremiere Ulrich Müller kam über unsere offene Bühne „Rühmchen“ zu uns. Mittlerweile ist er dort Stammleser. Mit seinen Geschichten haben wir nun einen wunderprächtigen Kurzgeschichtenband veröffentlicht. „Kaputtschmunzeln“. Den[...]
Die offene Lesebühne „Rühmchen“ ist wie ein Überraschungsei – für das Publikum UND den Moderator. Denn die Setlist steht erst kurz vor Veranstaltungsbeginn fest und verspricht maximale Abwechslung. Jeder Auftretende hat die Hälfte von „15[...]
Freitags: TresenLesen. Kristof Kannegießer, Matthias Rische und Môrre Matthias Rische ist Vater mehrerer Lesebühnen und Meister der tragischen Kurzgeschichten. Kristof Kannegießer ist Kameramann und Autor von zuweilen ebenso tragischen Romanen. Mit beiden haben wir ihre[...]
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Freitags, 27.03.26: Helmut Ortner „Gnadenlos Deutsch“ Helmut Ortner beschreibt in seinem aktuellen Buch, wie die Mehrheit der Deutschen den Eroberungs- und Zerstörungs-Wahn der Nazis folgten, angetrieben von erwartungsvoller Begeisterung, vaterländischem Pflichtgefühl, nationalem Dünkel und ideologischer[...]
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