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18.Dezember: Waschbär im Schlafrock

Waschbär mit Marien Loha

Seif Dich ein!

„Du hast es nicht leicht gehabt bisher, was?“ Ich nehme den Duschkopf und drehe das Wasser auf. Der Waschbär springt hoch und klammert sich an der Duschkopfhalterung an der Wand fest. Vorwurfsvoll guckt er mich an. „Tut mir leid Kleiner, aber du stinkst wie ne Mülltonne im Hochsommer.“ Ich richte den Strahl auf Toni. Er lässt es über sich ergehen, klammert sich aber weiter an der Stange fest. Auch die Prozedur von Einseifen und Abspülen nimmt er kommentarlos hin. Nun hängt sein Fell ganz glatt an ihm herunter, sieht irgendwie witzig aus. Das Wort ‚bedröppelt‘ kommt mir in den Sinn. Ich nehme ein flauschiges Handtuch, wickle ihn darin ein und lege ihn in den Wäschekorb. Eigentlich müsste das total niedlich aussehen, tut es aber irgendwie nicht. Es wirkt eher komisch, wie ein alter Exsoldat mit Silberhaar und Bürstenschnitt in einem rosa Ballettkleidchen.

Auf einmal saß da ein Waschbär im Ohrensessel… Karl, der Held aus Marien Lohas Roman, beschloss kurzerhand, das schwarz-weiße Fellbündel erst einmal unter die Dusche zu stecken. Und was eignet sich für ein fellpflegendes Bad besser als eine selbstgemachte Seife.

  • Tipp: Verschenke dieses Buch zusammen mit einer selbstgemachten, fellpflegenden Seife. Wenn Du für das Seifenrezept Beeren-Tee benutzt, dann wird es sogar eine Waschbeer-Seife. Du bekommst von uns bis 24.12. Deine Geschenke eingepackt plus Weihnachtspostkarte und (auf Wunsch für nur einen Cent) eine Überraschung unserer Wahl.

 

Adventskalender

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17.Dezember: Timmy kennt den Weihnachtsmann

Unsere perfekte Weihnachtsgeschichte.

„Als Timmy jedenfalls die Tür aufmachte, da stand ganz plötzlich der Weihnachtsmann vor ihm. Und mit großen Augen und offenem Mund staunte Timmy, weil doch die anderen Schornsteinfegerbuben behauptet hatten, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gab!“

Wie jedes Kind glaubt auch Timmy in Christian von Asters Geschichte „Timmy kennt den Weihnachtsmann“ ganz fest daran, dass es den Weihnachtsmann doch gibt. Leider bleibt es trotzdem nur ein Märchen. Sogar Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Existenz eines Weihnachtsmannes nicht möglich ist.

PS: Wenn man vom 24. bis 26. Dezember Verwandte besucht, die man den Rest des Jahres doch eher selten sieht, kann es schnell passieren, dass die „Stille Nacht“ zu einem „stillen Tisch“ wird. Das muss aber nicht so sein, denn es gibt neben dem empirischen Beweis, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, viele weitere Fakten über Weihnachten, die man zusammen erörtern kann.

Tipp: Unnützes Wissen hat immer einen Platz in unserem Gehirn. Lerne einfach die Fakten auswendig und schon kann keine Langeweile mit den Verwandten aufkommen. Oder kaufe das Hörbuch und hör Dir Christian von Asters Weihnachtsgeschichte an –  und lies sie dann Deinen Verwandten vor. Sie werden Dich entweder loben und preisen oder enterben. No risk, no fun!

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16.Dezember: Über Hamster & Münzferngläser

Hamster und Ferngläser

CHRISTian GOTTschalk unterm Weihnachtsbaum.

„Ich nehme das natürlich ganz locker, rufe meine Frau an und sage: „Das verfickte Studentenpack hat mich in der Vorrunde rausgewählt, diese ignoranten Pisaopfer-Komasäufer-Betrunkenen-Dekorierer-Penner haben doch keine Ahnung von Kunst.“
Dann habe ich aber mal nachgedacht, vor allem aber nachgerechnet. Für die meisten von denen sind ja die achtziger Jahre das, was für mich die sechziger Jahre sind: so die letzten Ausläufer der Nachkriegszeit. Mich interessiert ja auch nicht, wer damals die Stones oder die Beatles besser fand, was interessiert die Geha oder Pelikan. Ich meine, das war ja vor der Währung noch. Damals passten alle Neonazis noch in die winzig kleine Wiking-Jugend oder tobten mit der Wehrsportgruppe Hoffmann durch den Wald. Gut: Da stand ja auch der antifaschistische Schutzwall noch.“

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15.Dezember: Herrn Murmelsams Baisertörtchen

Herrn Murmelsams Fieberträume: Ab in den 7. Himmel!

„Lass dir von niemandem einreden, mein Junge“, pflegte er mir einzuschärfen, „dass Wolken nach Zuckerwatte schmecken. Das ist dummer Volksglaube. Unter ernsthaft phantastologischen Gesichtspunkten kann eine Wolke einzig den Geschmack eines Baisertörtchens haben. Alles andere ist weltfremder Humbug.“

Der Phantastologe in Philipp Multhaupts Erzählband „Herrn Murmelsams Fieberträume“ ist felsenfest von seiner Theorie überzeugt. Zwar können wir nicht zu den Wolken fliegen und ein Stück davon kosten, dafür aber ganz köstliche Baisertörtchen selber machen. (Aber bloß nicht im Ofen verbrennen lassen, es sei denn, Du möchtest wissen, wie eine Gewitterwolke schmeckt …)

Das Rezept, das geschmacklich zu den murmelsamen Geschichten passt, findest Du hier:

  • Tipp: Verschenke das Buch mit selbstgebackenen Baisertörtchen. Aber auch für Menschen, die mit Backen nichts am Hut haben, ist „Herrn Murmelsams Fieberträume“ definitiv als Geschenk zu empfehlen. Mit diesem tollen Buch unterm Baume kann man eigentlich nichts falschmachen.

 

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14.Dezember: Ab heute sind wir Hochstapler und Du wirst sitzenbleiben.

Stapelstuhl

Neue Stühle im Literaturcafé.

Wir beschenken euch und uns! Die Zeiten, als wir mit Klappstühlen unsere Veranstaltungen aufgestuhlt haben, ist nun endlich vorbei. Wir haben die klapprigen Dinger entsorgt. Gerade noch rechtzeitig, denn durch den jahreszeitbedingten Winterspeck gerieten sie doch ab und an an ihre Belastungsgrenze (die sowieso nie sonderlich hoch war).

Jetzt haben wir ordentliche Gastronomie-Stapelstühle, gepolstert, sehr bequem und natürlich fast im Design unseres Periplaneta-Logos. Und belastbar bis 150 Kilo. Du musst Dich also nicht mehr entscheiden zwischen ausgiebigen Plätzchengenuss und dem Besuch unserer Veranstaltungen. Jetzt geht beides 🙂

Unser Veranstaltungskalender & alles, was es sonst noch über das Literaturcafé zu wissen gibt