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Periplaneta auf der Buch Berlin 2017

Am 25. und 26. November 2017 findet die 4. BUCH BERLIN statt.

Und Periplaneta ist wieder mit dabei. Am Stand 84 präsentieren wir unsere Novitäten und eine Auswahl aus unserem Backlist-Katalog.

Die BUCH BERLIN ist die drittgrößte Buchmesse Deutschlands und findet 2017 wieder im Estrel Congress & Messe Center statt, S-Bahnhof Sonnenallee (Ringbahn). Der Eintritt kostet nur 5 Euro, ermäßigt nur die Häfte, für Kinder unter 16 Jahren ist der Eintritt frei.

Als Highlight lesen folgende Autoren aus ihren neuen Werken:

Sonntag, 26.11.2017
14.00 Uhr, Raum 1: Robert Rescue
14.50 Uhr, Raum 2: Marion Alexa Müller
16.10 Uhr, Raum 2: Jesko Habert
16.50 Uhr, Raum 4: Johannes Krätschell

Buch Berlin Tagung: Expertenvorträge und Workshops

Während der Buchmesse findet auch die Buch-Berlin-Tagung statt. Geboten wird in diesem Rahmen ein Fachprogramm für Autoren und Verleger. Das Periplaneta-Team wird in diesem Rahmen drei Vorträge halten.

Samstag, 25.11.2017
14.00 Uhr, Raum Lyon: Thomas Manegold – Lesungen erfolgreich organisieren
17.00 Uhr, Raum Lyon: Marion A. Müller – Rechtliche Fallstricke aus der Verlagspraxis

Sonntag, 26.11.2017
16.00 Uhr, Raum A: Podiumsdiskussion mit Ruprecht Frieling und Sarah Strehle zum Thema „Lektorat“

Achtung! DAS PERIPLANETA LITERATURCAFÉ ist deshalb am Samstag, den 25.11. ausnahmsweise geschlossen.

Das vollständige Programm ist unter folgendem Link zu finden: www.buchmesse-berlin.com/tagung.

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Über Nachtfalter, den Jakobsweg und die Leidenschaft der Künstler

Jesko Habert

Ein Interview mit Slam-Poet Jesko Habert.

Es gibt Bücher, die sind so hübsch, dass man sie gar nicht aus der Hand legen möchte. Die Märchen aus einer grausamen Welt von Jesko Habert gehören da dazu. Aber das Buch ist nicht nur optisch ein Genuss, denn die metaphernreiche Lyrik des Berliner Kiezpoeten ist nah an den Figuren, am Zeitgeist, am politischen Geschehen.
Noch dazu ist es unser erstes „Mitmachbuch“, das da in der Edition MundWerk erscheint: Der Leser wird nämlich dazu angehalten, selbst aktiv zu werden und mit der Schere Verborgenes auf den Seiten freizulegen, mit Hilfe eines Stifts Neues zu entdecken oder hinter das Geheimnis eines Gedichts im Morse Code zu kommen.
Bei so viel überbordender, genialer Kreativität mussten wir dem Autor einfach ein paar Fragen stellen:

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Willkommen bei Periplaneta: Birgit und Betula

Die Abenteuer der Betula Krummnagel bei Periplaneta.

Birgit Bestvater wurde 1969 in Cottbus geboren. 48 Jahre später bat Periplaneta sie, eine Künstler-Vita abzugeben. Während sie sich staunend fragte, wer oder was sie zu einer Künstlerin gemacht haben könnte, kramte sie in ihrer Vergangenheit. Sie fand Tonaufnahmen aus ihrer Zeit beim Cottbuser Kindermusical, Ikea-Kisten voll von geknipsten Fotos, ein Diplom über Betriebswirtschaft, verschiedene Arbeitszeugnisse von der Prüfungsassistentin bis hin zur Managerin und dann ihr erstes Notizbuch. Als sie es kaufte, hatte sie beschlossen, ein Kinderbuch zu schreiben.

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DOKTOR WER, BITTE?

Doctor Who – Innovatives Kult-Sci-Fi ohne Laserschwerter, aber mit Schallschraubenzieher.

Die schmale Tür, auf der WC stand, ließ auf ein winziges Bad schließen. Sozusagen ein Plumpsklo mit Wasserhahn. Aber als ich einen Blick hineinwarf, prallte ich einen Schritt zurück. Vor mir lag ein etwa 30 Quadratmeter großer Wellnesstempel mit Bidet, Dusche und Whirlpool. Ich rieb mir die Augen.
„Ines!“, schrie ich. „Ich halluziniere.“
Sie trat zu mir, öffnete ihrerseits die Tür und sah hinein. „Wieso, was ist denn?“
„Dein Bad ist … es ist … na … es ist …“
„Innen viel größer als außen?“
Ich sah sie misstrauisch an. „Du kennst Star Wars nicht. Du kennst Star Trek nicht. Aber Doctor Who kennst du, ja?“
„Welchen Doktor soll ich kennen?“

Kein Wunder, dass Ines aus „Pudel, Nerd & Nymphe“ Doctor Who nicht kennt. Schließlich spielt Dieter Wischnewskis Roman auch in Deutschland. Hier hat traurigerweise kaum jemand von der britischen Kult-Serie gehört.

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Kindchenschema

Oder: Ich kann nichts dafür, es ist mein Brutpflegemechanismus.

Ruckartiges Stehenbleiben, aufgerissene Augen, entzücktes Aufkreischen: „Oooh süüüüß!“ Während ich noch wie berauscht dem flauschigen Welpen hinterherblicke, der da gerade um die Ecke biegt, ernte ich meistens genervte Blicke von meiner Begleitung. Sobald das kleine Fellknäuel dann aus meinem Sichtfeld entschwunden ist, erwache ich aus einer Art Trance, senke meine Stimmlage um ein paar Oktaven, und ärgere mich, mal wieder die Kontrolle (und ein Stück meiner Würde) verloren zu haben. Was haben nur diese schlappohrigen, kurzbeinigen Wesen an sich, dass ich mich regelmäßig selbst vergesse und in der Öffentlichkeit blamiere? Das gleiche Spiel erlebe ich bei Freundinnen auch, allerdings vor allem beim Anblick weniger haariger Kreaturen: Babys und Kleinkinder. Die beeindrucken mich zwar nicht so wie Welpen, aber lassen mich doch nicht vollständig kalt – zumindest solange sie keine Geräusche von sich geben oder diverse Körperflüssigkeiten absondern.

Um meinen augenrollenden Freunden zu beweisen, dass es sich bei einem Ausbruch dieser Art um einen Automatismus handelt, dem ich und andere machtlos unterliegen, recherchiere ich im Bereich Tier- und Menschenkinder. Ich stoße auf den Begriff des Kindchenschemas.

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