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Friss oder stirb!

Dinosaurier

Magersucht ist kein Zuckerschlecken.

Zu manchen Themen scheint es nur eine Meinung zu geben: Drogen sind schlecht, Politiker sind böse, Fernsehen macht dumm. Mit diesem einstimmigen Singsang werden auch die Magersüchtigen bedacht. Die sollen doch einfach mal was essen und die Schuldigen für ihre Krankheit sind auch schnell gefunden: Die Medien, das Internet, die Spielzeugindustrie

Man fordert das Verbot der Pro Ana Foren, denn hier werden nicht nur die physischen Nebenwirkungen wie Kreislaufschwächen oder Organschäden verharmlost, man motiviert sich auch gegenseitig mit „Thinspiration“-Bildern.
Wenn die Modeindustrie als Ursache allen Übels gesehen wird, stürzt man sich auf die dümmlichen Ansagen in „Germany`s next Top Model“ oder zitiert Kate Moss: „Nichts schmeckt so gut, wie das Gefühl dünn zu sein!“
Bei der Eröffnung der rosaroten Barbie-World in Berlin liefen Gegner Amok, weil das Plastikpuppen-Schönheitsideal die Kinder konditionieren würde. Mit dem gleichen Argument könnte man übrigens auch Teddys verbieten – wer möchte schon, dass sein Kind irgendwann einmal gerne pummelig und stark behaart durch die Gegend läuft.

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Mara Schwarz „Magersucht ist kein Zuckerschlecken“

Mara Schwarz

Ein Interview über Magersucht und Bücherschreiben.

Bei Periplaneta erschien die Autobiografie „Magersucht ist kein Zuckerschlecken“ von Mara Schwarz. Das Thema scheint sehr viele Menschen zu interessieren und so wollten wir noch ein wenig mehr wissen. Unsere Projektleiterin und Lektorin Julia Bossart Meister stellte unserem mittlerweile recht lebensfrohen Hungerhaken ein paar Fragen. Wir bekamen interessante Antworten und weitere Einblicke in das Phänomen der Drehtürpsychiatrie, den Heilungschancen und den Umgang mit Essgestörten.

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