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Die Ur-Vernichter

Ameise

Ein Peripherieartikel über Treiberameisen von Alexander Blumtritt.

Über das Cover von „Die Gleichheit der Blinden“ von Nora Beyer krabbeln Ameisen. Ein insektenaffiner Mensch wie ich denkt bei dieser Verbindung von Titel und Motiv augenblicklich an Treiberameisen. Darunter zählt der Zoologe diverse Ameisenarten in Mittel- und Südamerika, Afrika und Asien, die mehr oder weniger nah verwandt sind, sich aber durch eine gemeinsame Eigenschaft auszeichnen: Sie sind „nature’s primordial exterminators“, wie es ein Ameisenforscher ausdrückte. Die Ur-Vernichter.

Ausführungen über diese Tiere lesen sich wie Horror-Science-Fiction. Jeden Tag verlassen Hunderttausende bis Millionen Arbeiterinnen einer Kolonie ihr Nest und gehen als gigantische Marschsäule auf Raubzug durch den Dschungel. Die Armee der amerikanischen Art Eciton burchellii kann 200 Meter lang und 20 Meter breit werden. Alles, was ins Schema fällt und nicht entkommen kann – Insekten, Spinnen, Würmer, kleine Wirbeltiere –, wird getötet und vor Ort mit riesigen Mundwerkzeugen zerlegt. Einzelne Ameisen schaffen die Beute ins Nest, wo sie an die Larven verfüttert wird. Soldaten, bedeutend größer als die Arbeiterinnen, flankieren den Heerzug mit weit aufgerissenen Zangen und sichern den Weg. Wenn Hindernisse überwunden werden müssen, bilden die Arbeiterinnen Brücken oder Säulen.

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Periplaneta TresenLesen am Freitag, d. 20.3.20

JEDEN FREITAG TRESENLESEN

Drei KünstlerInnen, drei Barhocker, ein Barkeeper. Es wird gelesen und geredet. Und getrunken. Mit von der Party sind gestandene Autorinnen und Autoren und die berühmten „Mitglieder zahlreicher Gruppierungen des organisierten Vorlesens“. Ab und zu wird sich auch mal ein Musikus oder eine Musikcousine in unser LineUp verirren. Die ultimative Mischung aus Talkshow, Lesebühne und AftershowParty

Periplaneta TresenLesen am Freitag, d. 20.3.20:
Subkultur Special: Falk Fatal, Joost Renders, Gary Flanell

Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr, Eintritt: Vorverkauf 6,- €, Abendkasse 8,- €

An der Bar steht ToM Manegold.

COVID 19- periplanetaACHTUNG! Wegen der COVID-19 Pandemie ein paar Hinweise: Grundsätzlich machen wir weiter wie bisher, so lange es geht. Aber wir winken zur Begrüßung und zum Abschied. Das Line-Up der Veranstaltung kann sich jederzeit ändern. Die Empfehlungen und Anweisungen seitens der Stadt können sich jederzeit ändern. Wir behalten uns vor, die Anzahl der Tickets einzuschränken. Wenn ihr euch also sicher seid, dass ihr kommen wollt, nutzt den Vorverkauf (PAYPAL). Dann können wir besser planen und euch informieren, falls sich was ändert. Liebe, Frieden und Gesundheit für alle!

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Periplaneta TresenLesen am Freitag, d. 6.3.20:

JEDEN FREITAG TRESENLESEN

Drei KünstlerInnen, drei Barhocker, ein Barkeeper. Es wird gelesen und geredet. Und getrunken. Mit von der Party sind gestandene Autorinnen und Autoren und die berühmten „Mitglieder zahlreicher Gruppierungen des organisierten Vorlesens“. Ab und zu wird sich auch mal ein Musikus oder eine Musikcousine in unser LineUp verirren. Die ultimative Mischung aus Talkshow, Lesebühne und AftershowParty

Periplaneta TresenLesen am Freitag, d. 6.3.20:

Thilo Bock , Marien Loha, Mädchen aus Berlin

Einlass: 19.30 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr, Eintritt: Vorverkauf 6,- €, Abendkasse 8,- €

THILO BOCK ist ein Berliner Autor und Entertainer. Er ist Mitglied der legendären Weddinger Lesebühne „Die Brauseboys“ Er schreibt Texte für das Kabarett Die Stachelschweine. Seit 2011 gehört er zur Redaktion der Literaturzeitschrift Salbader. Von Thilo Bock sind viele Bücher erschienen, wie z.B. Das auffallend unauffällige Leben der Haushälterin Hannelore Keyn in der Villa Grassimo zu Wewelsfleth (Verbrecher Verlag 2016).

MARIEN LOHA ist eine Berliner Lesebühnenautor. Von ihm sind bei Periplaneta zwei Bücher erschienen. Er ist Ehrenmitglied der Lesebühne Ohne Wenn und Laber.

MÄDCHEN AUS BERLIN ist die Berliner Sängerin Linda, die mal Solo, mal mit zwei Begleitmusikern aufritt. Sie macht seit 2014 eigenwillige, mal lustige, mal melancholische Popmusik mit verschiedenen Einflüssen und überwiegend deutschen Texten. Sie spielt auf den Kleinkunstbühnen und auf den Straßen von Berlin.

An der Bar steht ToM Manegold.

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Die Leipziger Buchmesse fällt aus

Buchmesse Leipzig, Mär 2012

(Di.03.03.20) Die Leipziger Messe hat, nach heftigem Strampeln, Beharren und Beteuern, nun doch die Buchmesse 2020 abgesagt. Wegen der Corona Pandemie. Dass es so spät passiert ist, mag ärgerlich sein, und was letztendlich jetzt geschehen wird, sorgt gerade für einige Spekulationen. Aber es ist wohl besser so. Für die Ausstellenden und für die paar Mutigen, die gekommen wären.

Leider haben wir viel für die Tonne produziert und gearbeitet, was ziemlich weh tut. Da wir einigen Aufwand auf der Messe betreiben wollten, müssen nun ganz viele Menschen ganz viele Sachen rückabwickeln. Von Bahntickets über Hotelbuchungen. Und wir müssen unser Verlags-Jahr neu planen. Aber die Bücher, die zur Messe rauskommen sollten, werden selbstverständlich erscheinen. Also Köpfe hoch und weitermachen.

Bislang hat die Messe sich nur zu den Tickets der Besucher geäußert, diese werden erstattet. Auch dürften Stornierungen bei Hotel und Bahn unkompliziert möglich sein. Also, liebe Fans und Mitstreiter, sagt derlei ab, storniert und macht euch dann ein besinnliches Wochenende. Wie wir auch.