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Stephan Hähnel liest: „Der Toilettenwart“

Seit Toilettenpapier eine Art Fetish-Produkt geworden ist, versteht man den Text viel viel besser… Aus dem Mordsgeschichtenband „Alte Frau zum Kochen gesucht“.
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Von ehrlicher Kunst außerhalb des Affengeheges

Calvin Kleemann

Ein Interview mit Calvin Kleemann.

Calvin Kleemann ist leidenschaftlicher Bühnenpoet. Dem junge Performancekünstler ist Pathos und Theatralik alles andere als fremd, und doch ist er so authentisch, dass man aufspringen, zu ihm eilen und sagen möchte: „Setz dich einen Moment, beruhig dich, das geht vorüber.“ Nicht umsonst bekam er von der Bochumer Literaturszene den Beinamen „Der letzte Poet“ verpasst. Wir sprachen mit ihm über sein neues Buch „Sumpfblüte“, über seine kleine Tochter, Kinski und Florian Silbereisen.

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Partyyyyy!!!!

indiebookday 2020

Am 21.03. feiern alle den #indiebookday.

Es gibt wenig, was im Käfig so befreiend ist, als ihn durch Geschichten und Gedanken zu verlassen. Bücher machen das möglich. Und besondere Bücher noch viel mehr. Die allerbesondertsten Bücher erscheinen in Indie-Verlagen wie Periplaneta. Entgegen der langläufigen Meinung veröffentlichen wir Indies nämlich nicht die Reste, die es nicht zu den Konzern-Verlagen geschafft haben, sondern die Bücher, die für die Masse nicht unbedingt taugen. Allerbesonderste Bücher eben von extraordinären Autoren für exzepzionelle Leser. Handverlesen, mit Liebe lektoriert und mit Herzblut gedruckt.

Um den Mut der Indie-Verlage zu feiern und zu stärken, und um schönen Büchern aus unabhängigen Verlagen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, erfand 2013 der Mairisch Verlag den Indiebookday. Die Aktion soll Lust darauf machen, Neues zu suchen, sich auf Noch-Nicht-Bekanntes einzulassen.

Wenn Du Dich an der Indiebookday-Aktion beteiligen möchtest, dann kauf Dir ein Buch eines Indie-Verlags Deiner Wahl (zum Beispiel online bei uns), das Dich interessiert. Danach postest Du ein Foto des Covers oder Dich mit dem Buch (oder wie Du möchtest) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Instagram) oder auf einem Blog Deiner Wahl mit #‎indiebookday. Es gibt auch eine Facebookseite, auf der Du Deine Bilder posten und die Du „liken“ kannst. Und *zack* bist Du schon einer / eine von jenen, die die kulturelle Vielfalt unterstützen.

Be Part of the Art!
Und bleib gesund.

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Die Ur-Vernichter

Ameise

Ein Peripherieartikel über Treiberameisen von Alexander Blumtritt.

Über das Cover von „Die Gleichheit der Blinden“ von Nora Beyer krabbeln Ameisen. Ein insektenaffiner Mensch wie ich denkt bei dieser Verbindung von Titel und Motiv augenblicklich an Treiberameisen. Darunter zählt der Zoologe diverse Ameisenarten in Mittel- und Südamerika, Afrika und Asien, die mehr oder weniger nah verwandt sind, sich aber durch eine gemeinsame Eigenschaft auszeichnen: Sie sind „nature’s primordial exterminators“, wie es ein Ameisenforscher ausdrückte. Die Ur-Vernichter.

Ausführungen über diese Tiere lesen sich wie Horror-Science-Fiction. Jeden Tag verlassen Hunderttausende bis Millionen Arbeiterinnen einer Kolonie ihr Nest und gehen als gigantische Marschsäule auf Raubzug durch den Dschungel. Die Armee der amerikanischen Art Eciton burchellii kann 200 Meter lang und 20 Meter breit werden. Alles, was ins Schema fällt und nicht entkommen kann – Insekten, Spinnen, Würmer, kleine Wirbeltiere –, wird getötet und vor Ort mit riesigen Mundwerkzeugen zerlegt. Einzelne Ameisen schaffen die Beute ins Nest, wo sie an die Larven verfüttert wird. Soldaten, bedeutend größer als die Arbeiterinnen, flankieren den Heerzug mit weit aufgerissenen Zangen und sichern den Weg. Wenn Hindernisse überwunden werden müssen, bilden die Arbeiterinnen Brücken oder Säulen.

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