
TresenLesen: Kristof Kannegießer, Matthias Rische und Môrre



Was passiert, wenn die Wirklichkeit kurz rausgeht, um eine zu rauchen? In diesen Kurzgeschichten stolpert der Alltag, rappelt sich auf und tut so, als wäre nichts gewesen. Schädlinge feiern heimlich Partys, Bäume tratschen, Oger baden in Joghurt – und plötzlich wirkt das Absurde erstaunlich plausibel. Mit trockenem Humor, scharfem Blick und viel Zuneigung für das Schräge im Normalen erzählt Ulrich Müller von kleinen Verschiebungen der Realität, irgendwo zwischen Ja, kann sein! und Knapp daneben!Ein Buch für Menschen, die dem Alltag nicht alles glauben. Mit einem Coverfoto von Karsten Winegeart (unsplash.com). Made in Berlin!

Die periplanetanische Lesebühne. Jeden ersten Freitag des Monats.
Vision & Wahn am Karfreitag. Kreuzigung und Auferstehung sind von jeher schwierige Themen. Doch wir verzagen nicht, wir schauen immer auf die bright side of life: Die Stadt hat das Straßenreinigen wieder begonnen. Narzissen blühen und um die Ecke gibt es noch Eis für unter 5 EUR die Kugel …
Wir lesen was vor. Geschichten und Schlimmeres. Meistens mit Happy End. Mit von der Party sind Conferencier Thomas Manegold, Bent-Erik Scholz, Robert Rescue. Diesmal wieder mit einem Menschen am Klavier: Wir begrüßen den Liedermacher Eno!
e.no ist ein Solokünstler und Produzent aus Berlin. Inspiriert von Singer/Songwritern, Indiepop, 90er-Dance und Electrofunk, vermittelt e.no zwischen handgemachtem Songwriting und der schillernden Parallelwelt der Elektronik. Live zeigt e.no seine Songs sparsam arrangiert mit Gesang, Klavier und Glockenspiel — und singt Songs, die von weit mehr als dem herrlichen Schmerz der Liebe handeln. Auf eine Weise, die gleichermaßen sensibel wie ehrlich ist.
Nutzt den Vorverkauf!


Christian Gottschalk und Thomas Franz: Quo Vadis, Hamster?
Die große Show des karnevalsuntauglichen Humors
Der Kölner Autor Christian Gottschalk und der Münchner Liedermacher Thomas Franz treffen sich jedes Jahr um diese Zeit in Berlin, um dem Karneval in ihren Heimatstädten zu entfliehen. Dem närrischen Treiben stehen die beiden ablehnend gegenüber, denn sie wissen, dass man auch ohne Frohsinn Spaß haben kann. Und welche Stadt böte sich da mehr an als die Karnevalstiefburg Berlin!
Jetzt ist der Karneval schon vorbei, Gottschalk und Franz sind immer noch hier und werden im Periplaneta Literaturcafé einen Abend lang Geschichten lesen und Lieder singen. Publikum ist herzlich willkommen – Schunkeln wird allerdings missbilligt.
Was will der Titel des Abends uns sagen? Nun, der Hamster symbolisiert natürlich den Menschen in unserer modernen Gesellschaft, denn er dreht am Rad. „Quo Vadis“, die Lieblingsfrage neunmalkluger Leitartikler, wollte Gottschalk, Spezialist für Bärendienste, unbedingt im Titel haben. Das ist Latein und heißt: „Wohin willst Du denn, Freundchen?“.
Ansonsten geht es mal lebhaft vorgetragen, mal musikalisch fetzig um Möbel, Münzferngläser, Monstertrucks, Bauchgefühle, Bienenhotels, Tierarztpraxen und Techno-Vampire, frei nach dem Motto: „Wir lassen uns doch von der Zukunft nicht diesen schönen Abend vermiesen“.