Lesung: Martin Riemer

Post Mortem von Martin Riemer

Post Mortem

Was würde Simone de Beauvoir über unsere heutige Gesellschaft denken? Wie würde Vincent van Gogh auf seinen außergewöhnlichen posthumen Ruhm reagieren? In seinem Debütroman »Post Mortem« lässt der Psychologe Martin Riemer tote Philosophen, Politiker und Künstler ins Leben zurückkehren, um sie mit einer unwahrscheinlichen Nachwelt und den darin lebenden Menschen zu konfrontieren. Während die Toten an ihrem neuen Leben verzweifeln, offenbart sich selbst in den alltäglichsten Handlungen der Lebenden eine tiefe Sehnsucht nach Unsterblichkeit.

Lesung: Stefanie Schleemilch & Marc Bensch

Stefanie Schleemilch & Marc Bensch

Indie² am Montag, den 9. September, bei Periplaneta

Stefanie Schleemilch und Marc Bensch suchen nach der Wahrheit in ihren Fiktionen. In „Morgengrauen“ von Stefanie Schleemilch folgt der Leser einer Schriftstellerin, die sich dem eigenen Leben und seinen ungeschönten Wahrheiten stellen muss. In „Die unverhoffte Genesung der Schildkröte“ von Marc Bensch bekommt es der Erzähler hingegen mit seinen eigenen Protagonisten zu tun. In seiner Not bittet er den Leser selbst um Hilfe …
Ein Abend mit zwei großartigen Indie-Autoren, der den Zuhörer sich fragen lässt: Was ist wahr und was erfunden?

Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.
Wir empfehlen, telefonisch Plätze zu reservieren: 030 4467 3433.

»Nichts an dieser Geschichte ist wahr. Außer du glaubst es.« So beginnt Stefanie Schleemilchs Roman „Morgengrauen“ (duotincta).
Wenn der Morgen graut, ist das im Leben der Schriftstellerin Agnes wortwörtlich zu verstehen. Nacht für Nacht kreisen ihre Gedanken um die Stationen ihres bisherigen Lebens: Kindheit, Gymnasium, Psychiatrie, Abitur, Universität. Ein abgebrochenes Studium und ein misslungener Suizidversuch schmücken dabei ihren Lebenslauf. Dann kommt das Angebot eines Verlags. Plötzlich muss Agnes eine druckreife Geschichte zu Papier bringen – und mit ihrer eigenen abschließen: Berlin diskutiert #metoo, während in der Ungleichzeitigkeit zwischen Metropole und Provinz, zwischen Gegenwart und Vergangenheit klar wird, dass die Primitivität nicht nur Prominenten vorbehalten ist …

Nach ihrem philosophischen Debüt »Letzte Runde« zeigt sich Stefanie Schleemilch in »Morgengrauen« (2018, duotincta Verlag) teils melancholisch, teils erfrischend zynisch und vor allem kämpferisch in der Demontage des Status quo der Geschlechterrollen in der süddeutschen Provinz.

»Ich weiß, du denkst, du hättest mit all dem nichts zu tun. Dass dies nur eine Geschichte sei, die dich nicht betrifft. Aber du täuschst dich. Du bist ein Teil dieser Geschichte. Ob du es willst oder nicht.« „Die unverhoffte Genesung der Schildkröte“ ist Marc Benschs Romandebüt (Carpathia Verlag).
Der Journalist Paul Gram hat ein ambivalentes Verhältnis zum Begriff der Wahrheit. Seine jüngste Story über Mauscheleien zwischen lokaler Wirtschaft und Stadtverwaltung ist komplett erfunden – und doch wahr. So wahr jedenfalls, dass sie das Leben eines kriminellen Unternehmensbosses, eines frustrierten Detektivs, eines rachsüchtigen Schwindlers und eines Buchhalters mit gesichtslähmungsbedingtem Dauerlächeln komplett aus den Fugen bringt. Es entspinnt sich ein rasantes und intrigenreiches Verwirrspiel – bis einer der Protagonisten erkennt, dass sie alle nur Teil einer Geschichte sind. Die Figuren gehen auf die Barrikaden, und der Erzähler ruft in seiner Not den Leser zur Hilfe.
Ein ungewöhnlicher und intelligenter Roman über Schein und Sein, über Selbstbestimmung und Fremdsteuerung und über den Kampf des Erzählers mit seinen Geschöpfen.

Buchpremiere: Wie aus mir kein Rockstar wurde

Hc Roth

HC premiert am Freitag, den 25.10., bei Periplaneta Berlin

H.C. Roth wird in diesem Herbst vierzig. Kaum zu glauben, ist aber so. Zu diesem Anlass schenkt er sich selbst die autobiographische Textsammlung „Wie aus mir kein Rockstar wurde“, sein siebtes Buch in der Edition Subkultur übrigens. Hier versammeln sich Ox-Fanzine-Kolumne, Poetry-Slam-Beiträge und natürlich extra für dieses Buch Geschriebenes. Immer geht es nur um einen, ihn, H.C. Roth. Kindheit, Jugend, das Leben auf Tour. Verletzungen, Alkohol, Todesangst. Bands, Bands, Bands. Viele Texte, viele Themen, viele Facetten eines Menschen.

Und weil er seinen vierzigsten Geburtstag nicht feiern möchte, feiert er nun eben dieses Buch. Mit euch und seinem Special Guest, den er der Geheimhaltung wegen in Geschenkpapier gewickelt hat.

Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.
Wir empfehlen, telefonisch Plätze zu reservieren: 030 4467 3433.

Lesung: Bodo V. Hechelhammer & Robert Rescue

Bodo V. Hechelhammer: Spion ohne Grenzen

Als Moskaus Maulwurf den BND unterwanderte.

Bodo V. Hechelhammer, langjähriger Mitarbeiter und Chefhistoriker des Historischen Büros des BND, zeichnet in „Spion ohne Grenzen“ das Leben und Wirken von Heinz Felfe (1918-2008) nach. Am Freitag, den 18. Oktober, präsentiert er das Werk bei Periplaneta Berlin und zeigt, wie der Nazi Heinz Felfe zum Spitzenagenten des KGB im BND wurde. Unterstützung erhält er dabei vom Berliner Lesebühnenautor Robert Rescue, der mit szenisch vorgetragenen Briefwechseln den Spion ohne Grenzen zum Publikum sprechen lässt.

Der Dresdener Heinz Felfe verursachte den größten Spionageskandal im BND, dessen Image nachhaltig beschädigte wurde. Felfe war als SS-Obersturmführer bis 1945 überzeugter Nazi gewesen, unterwanderte danach als V-Mann von MI6 und den Vorläufer des Verfassungsschutzes kommunistischer Organisationen – um sich 1951 vom KGB anwerben zu lassen. Sein Auftrag: Eindringen in die von der CIA geführte Organisation Gehlen (Vorläufer des BND). Doch Felfes Fall hat eine lange Vor- und eine noch längere unbekannte Nachgeschichte.

Wir empfehlen, den Vorverkauf zu nutzen.
VVK 6€, AK 8€
Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.00 Uhr

Buchpremiere: Ham & Axe

Michael Schöpf: Ham & Axe

Michael Schöpf entführt uns am Samstag, den 05.10., an die mörderische Steilküste Schottlands

Nervt Dich mal wieder Dein Ehemann?
Wirst Du von Deinem Chef unterdrückt?
Gibt es Stress mit den Kollegen, Nachbarn oder Kneipenkumpels?
– Kein Problem, denn Du hast den richtigen Ort für all diejenigen gefunden, die Dir das Leben zur Hölle machen. Schick sie ganz einfach selbst in die Hölle.

Hoch oben im Norden Schottlands liegt das „Ham & Axe Hotel und Spa“ und wartet auf neue Gäste, die das Haus vermutlich nicht wieder lebend verlassen werden. Denn das Hotel wird von kompetenten Kriminellen und kannibalischen Köchen geführt. Wenn Du Dich als eine von diesen Personen identifizierst und das geheime Passwort kennst, dann droht Dir keine Gefahr.

Michael Schöpf feiert bei Periplaneta die Premiere seines Buches „Ham & Axe“, welches in der Krimi- und Thriller-Edition Totengräber erscheint. Der Autor arbeitet in einer Münchener Werbeagentur als Kreativdirektor, hat sich aber bereits im zarten Alter von 15 Jahren durch den hemmungslosen Konsum solcher Klassiker wie „From Dusk Till Dawn“ mit einem ganz besonders schwarzhumorigen Horror-Fieber angesteckt. Davon ist er nie wieder genesen – wie man bestimmt bei der Premieren-Lesung von „Ham & Axe“ erleben kann.

Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.
Wir empfehlen, telefonisch Plätze zu reservieren: 030 4467 3433.