Nie wieder Frieden (Hardcover+CD)

4.67 von 5 basierend auf 6 Kundenbewertungen
(6 Kundenbewertungen)

20,00 

CLINT LUKAS “NIE WIEDER FRIEDEN”  – Geschichten vom südlichen Ende des Wahnsinns, illustriert, Hardcover, Fadenbindung, mit CD, Edition MundWerk, ISBN Buch: 978-3-95996-006-9, ISBN ePub: 978-3-95996-007-6, GLP: 20,00 €, #indiebookday

Beschreibung

Clint Lukas’ Erzählungen sind eine Kriegserklärung an die Langweiler, die Heuchler und die Selbstgerechten. Sein Feind ist der Idiot an sich und seine Helden begegnen dem, was ihnen der absurde Alltag so vor die Füße kotzt, mit Ironie, Humor, Mescalin und anderen Drogen – aber vor allem mit Liebe und Leidenschaft. Sein Ich-Protagonist ist so kompromisslos ehrlich, dass er gar nicht politisch korrekt sein kann.
Pointiert erzählt und für den Leser tragisch-komisch scheitert er, verliert sein Herz, lässt sich auf skurrile Kunst-Projekte ein und kämpft gegen den Stumpfsinn einer auf Konsum und Konformität getrimmten Gesellschaft.

Clint Lukas, Wahlberliner und Mitglied der legendären Lesebühne Die Surfpoeten, bringt mit „Nie wieder Frieden“ seinen zweiten Kurzgeschichtenband heraus. Einige der 28 Texte wurden von ihm mit Kugelschreiber illustriert. Zwölf seiner dialogischen Erzählungen sprach der Autor für die beiliegende CD im Studio ein.

Das Buch ist zugleich das erste Werk des Verlags im neuen Periplaneta-Hardcover-Format. Die Auflage ist limitiert, gedruckt und fadengebunden in Berlin – und wurde zudem mit farbigen Zeichnungen und einem Lesebändchen geadelt. Das Buch erschien am 26.03.16 zum #indiebookday

„Nach der Lektüre seines Buchs hoffe ich sehr, dass Clint Lukas wider Erwarten gesund bleibt. Dann wird er uns allen noch viel Freude bereiten.“
Uli Hannemann

„Das Beste seit Goethe. Ich lese nichts anderes.“
Stefan Riedl

6 Bewertungen für Nie wieder Frieden (Hardcover+CD)

  1. 5 von 5

    Clint Lukas schildert den abgedrehten Berliner Alltag seiner Protagonisten, die trinkend, schniefend und pöbelnd durch Berlin ziehen. Pleite, unverfroren, manchmal vulgär und eigentlich immer betrunken verkörpern sie all das, was Spießbürger die Hände über dem Kopf zusammen schlagen lässt. Von einer skurrilen Situation stolpern sie in die nächste, lassen sich für seltsame Filmprojekte engagieren, lieben und entlieben sich, nehmen Drogen und sind immer auf Kollisionskurs mit der Normalität, begleitet von einem Haufen verlorener Seelen. Da gibt es die Drogennächte mit Dorian und Tolstoi, die immer was am Start haben und Silvio, den melomanischen Koch, der von seinen Darlegungen über Bach und Mahler blitzschnell zu Profanerem wechselt, wenn ein Kunde kommt, damit niemand seine Intelligenz entdeckt. Außerdem ist da Marie, die schöne Alkoholikerin, die gerne sterben möchte und Silas mit dem ‚babylonischen Brettbart‘. Zwischendurch erzählt die ‚Ballade der Trampel‘ vom Ursprung allen Idiotentums.
    Clint Lukas führt einen Feldzug gegen Spießertum und Spaßverderber, indem er mit schwarzem Humor deren Scheinheiligkeit entlarvt. Er hasst Engstirnigkeit und Gefühlskälte und Soja-Latte-Macchiato und liebt die Provokation. Sein größter Feind so scheint es, ist aber der Weichspülroman. Nichts scheint er mehr zu verachten, als die Beschönigung, das Gefallen-Wollen und die langweilige Mittelmäßigkeit eines Textes. Deshalb ist er schonungslos offen und eklig und erzählt bisweilen hart an der Schmerzgrenze.
    ‚Nie wieder Frieden‘ ist ein leidenschaftliches, respekt- und pietätloses Plädoyer für mehr Exzess und Liebe in der Welt, ohne sich dabei jemals selbst völlig ernst zu nehmen. Den Leitsatz hierzu, legt Clint Lukas seinem Protagonisten in der Erzählung ‚Für Fleisch und Edelweiß‘ in den Mund: ‚Deswegen werde ich immer weiter streben, stets auf der Suche nach mehr. Nach mehr Dummheit, mehr Leben, mehr Laster und Rausch.‘

  2. 4 von 5

    Der Kurzgeschichtenband „Nie wieder Frieden“ von Clint Lukas verrät schon in seinem Untertitel die Quintessenz des Buches: Wahnsinn!!!
    In 28 Texten werden auf herbe, lustige Weise und mit typisch Berliner Großschnauze Menschen porträtiert, die einzigartige „Untertanen“des „Hummerkönigreiches“ sind. In der Ich- Perspektive führt Clint Lukas den Leser auf einen Trip durch die wundersame verrückte Welt des Poetry Slams, der Liebe, der Drogen und des Sex.
    Dabei reihen sich sarkastische an skurrile Protagonisten, wie der Koch Silvio, der über Mahler und Bach debattieren kann und gleichzeitig Angst hat, von Außenstehenden für intelligent gehalten zu werden. In einer anderen Geschichte möchte ein Low-Budget-Filmteam über Billy, der in der heruntergekommenen Arbeiterstadt Haneu wohnt, eine Doku drehen, aber die Öffentlich-Rechtlichen mischen sich ein, Billy wird gegen einen professionellen Schauspieler ausgetauscht, Kunst und Wahrheit stehen hinter dem Geld zurück.
    In der „Ballade der Trampel“ beschreibt Lukas auf urkomische Art das Leben von „Idioten“, Menschen, die alles besser wissen und allen anderen unbewusst im Weg stehen, aber trotzdem völlig zufrieden in ihrer naiven verblödeten Welt sind.
    Schmunzeln muss man auch über die Mädchen im Supermarkt, die keine Kartoffel wollen, weil diese nicht aus deutschem Anbau sind, aber letztendlich Orangen kaufen.
    Die Protagonisten haben ihre ganz eigenen ironischen Sichtweisen, die zeigen, wie verrückt krampfhaft die Konventionen den Menschen einengen und wie lächerlich die Modeerscheinungen sind. Die herben Witze und die leichte Sprache kaschieren gekonnt die eine oder andere große Frage des Lebens. Zusammen mit der CD, auf die der Autor ausgewählte Geschichten eingesprochen hat, ergibt sich eine unterhaltsame selbstironische und auch ernstzunehmende Sammlung, dass sich gut in jeder vollbesetzten U-Bahn lesen lässt oder zusammen mit Freunden.

    Wer allerdings die leicht euphemistischen Beschreibungen vom Drogenkonsum und die schlüpfrigen Dialoge nicht mag, sollte die Finger davon lassen!!!

  3. 5 von 5

    Slammin Poetry findet “Nie wieder Frieden” spannend, unterhaltsam und gelungen

    “Eine Kriegserklärung gegen Spießertum und Spaßverderber. Man möchte es Clint Lukas gönnen, dass er den Kampf gegen die Windmühlenflügel gewinnt.” T-Arts mag Clints turbulente Episoden

    Wortmax findet, das die Geschichten auch durch Offenheit und Ehrlichkeit glänzen

  4. 5 von 5

    Es gibt Bücher, schöne Bücher, schönere Bücher und es gibt DIESES Buch. Könnte ich mehr als 5 Sterne vergeben, bekäme es definitiv noch ein paar Plus- und ein paar Extra-Sterne. Da passt einfach alles: Inhalt, Aufmachung und Ausstattung, die Geschichten, die Zeichnungen, die CD. Ich frag micht echt, wie man bei der Kürze der Geschichten so viel Vielschichtigkeit und Humor unterbringt. Ganz hohe Erzählkunst, und noch dazu so unverkrampft und ehrlich. Wahnsinn!

  5. 5 von 5

    Sehr schönes Buch, sehr dicht erzählte, ungewöhnliche Geschichten, sprachlich ungeschnörkelt. Besonders die blauen Kugelschreiberzeichnungen sind umwerfend. Kompliment an die Produktion! … Und natürlich an den Autor! Selbst wenn ich mich für ein paar Erzählungen ein bisschen zu alt fühle, habe ich sie sehr gerne gelesen und gehört. Mal was komplett anderes und sehr frisch!

  6. 4 von 5

    Besonders gefallen hat mir der Hummerkönig, der Albatros und das eine Gedicht ganz hinten, obwohl sich das ja gar nicht reimt. Manchmal schreibt der Autor ein bisschen derb, aber das ist oke, weil das zu den Stimmungen der einzelnen Geschichten passt. Die Geschichte, in der Nina (?) bald sterben wird, fand ich sehr traurig (obwohl ja gar nicht wirklich auf die Tränendrüse gedrückt wird). Die Mischung aus witzig und so “richtige Inhalte” hab ich so noch gar nicht gekannt. Die meisten Poetry Slammer erzählen ja eher was über Zustände und keine Geschichten. Toll, das da noch eine CD mit dabei ist!

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