Herrn Murmelsams Fieberträume (Buch)

Bewertet mit 5.00 von 5 basierend auf 6 Kundenbewertungen
(6 Kundenrezensionen)

12,50 

PHILIPP MULTHAUPT: „Herrn Murmelsams Fieberträume – Erzählungen“, Eine Schatzkiste aus der Kindheit voller Fantasie und vergessener Träume. Mit einem Cover von Nicole Altenhoff. Buch, Softcover, 168 S., 19×13,5 cm, ISBN: 978-3-943876-72-7, Edition Drachenfliege, GLP: 12,50 € (D)

Beschreibung

Phillip Multhaupts Debüt sollte erst viel später erscheinen. Doch es hat uns so begeistert, dass wir es als Neuheit mit auf die Leipziger Buchmesse 2014 nehmen mussten. Ein Buch, in dem kein Wort zu viel ist, in dem wohlgeformte, wunderschöne Bilder auf den Lesenden warten. Zudem hat sich Nicole Altenhoff bei der Gestaltung des Covers einmal mehr selbst übertroffen. Wir waren und sind immer noch kollektiv hingerissen.

„Einmal war Herr Murmelsam sehr krank. Im Fieberwahn ersann er die Kunst des knisternden Flüsterns, schwelgte in der Heimlichkeit der ersten Liebe und in der eisernen Schönheit der Einsamkeit. Er schenkte den Menschen die Knautschvögel und eines Nachts erfand er sogar den Mond.“

Philipp Multhaupt erzählt Geschichten für Erwachsene, die im Herzen Kinder geblieben sind und sich heute noch trauen, an die Macht der Fantasie zu glauben. Seine Helden sind vergessene Träumer in einer kalten, erstarrten Gesellschaft. Zwischen Luftschlössern und Irrlichtern suchen sie die Liebe, das Glück und ihren Weg. Sie entdecken das Besondere im Verborgenen. Und manchmal finden sie dabei auch sich selbst.

6 Bewertungen für Herrn Murmelsams Fieberträume (Buch)

  1. Bewertet mit 5 von 5

    anneparden

    29 Träume fabuliert Herr Murmelsam in seinem Fieberwahn, der drei lange Tage und Nächte anhält – 29 Kurzgeschichten erwarten den Leser hier, die ihn mitnehmen auf eine fantastische Reise. Er begegnet hier z.B. einem Flüsterkünstler, dem Mädchen mit dem Mondscheinlächeln, einem Knautschvogel und macht sich auf die Suche nach dem Geschmack von Wolken.

    Dabei entpuppt sich nicht nur eine faszinierende Fantasiewelt, die haarscharf an unserer Realität vorbeischrammt – aber so ist das nun einmal bei Träumen – sondern es öffnen sich auch Einblicke in das Seelenleben von Menschen wie du und ich. Von Ängsten, vom Mutigwerden, von Liebe, von Glück, von der Suche nach etwas – und manchmal von sich selbst.

    Eine Rezension kann diesen Geschichten nicht gerecht werden, denn dafür müsste man auf jede einzelne der 29 Träume eingehen. Doch die fein geschliffene, bildhafte Sprache, die sanfte Poesie, die Liebenswürdigkeit in der Darstellung der Figuren, das ist allen Geschichten gemein. Als beispielsweise ein alter Mann zu erzählen beginnt, wie er den Mond an den Himmel gemalt hat:

    „Ich krame einfach alles hervor, was ich dabeihabe“, hat der Alte erklärt und es gewissenhaft aufgezählt. „Eine Handvoll kleiner Gedankenknospen (…) ein geborgtes Lächeln, ein paar perlmuttfarbene Traumreste aus der vorigen Nacht, eine Landstreichermelodie, einen ungeschriebenen Liebesbrief, eine Erinnerung an meinen ersten Tag am Meer, ein paar Sekunden, von denen ich schon geglaubt hatte, ich hätte sie verloren, dabei hatte ich sie nur verlegt. All diese Dinge fülle ich in ein halbvolles Honigglas (…) und rühre sie mit dem verbliebenen Honig an, um die Mischung einzudicken (…) und dann, im honigblassen Licht des neugeborenen Mondes, lieben wir uns viele Male.“ (S. 55 f.)

    In dieser Sammlung von Träumen ist es erstmals geschehen, dass mir keine einzige der Geschichten nicht gefiel – wie sonst stets bei derartigen Büchern mit Kurzgeschichten. Dabei gibt es welche zum Selber-Träumen, melancholische Erzählungen, Texte, bei denen man schmunzeln kann – und stets kleine Gedankenanstöße, die sich aber als leises Angebot verstehen und nicht mit der Keule schwingen. Eine überaus angenehme Mischung, und für mich hätte Herr Murmelsam ruhig noch ein wenig weiter fiebern können – (oh, Entschuldigung).

    Nach Philipp Multhaupt jedenfalls halte ich weiter Ausschau. Vielleicht hat er ja eines Tages auch so viel zu erzählen, dass er einen Roman schreibt. Ich darf ja auch wohl mal träumen…

    © Parden

  2. Bewertet mit 5 von 5

    Periplaneta

    InFlagranti vergibt 5 von 5 Punkten und einen Extra-Stern

    Librimania mag immerhin 2/3 von Herrn Murmelsam

    Dafür ist der Regalschleicher vollig von den Socken

  3. Bewertet mit 5 von 5

    Maria

    Ich bin tatsächlich einfach nur sprachlos! Gott sei Dank habe ich dieses Buch noch vor Weihnachten entdeckt, denn jetzt muss ich mir keine Gedanken mehr machen, was ich meinen Liebsten schenken soll: Dieses Buch und dazu noch ein Origamivögelchen!
    Danke Herr Multhaupt, dass Weihnachtsgeschenkekaufen dieses Jahr entspannter wird 🙂

  4. Bewertet mit 5 von 5

    Luise

    Einfach nur wunderschön!
    Würden wir solche Kurzgeschichten mal in der Schule vorgesetzt bekommen, ich würde den Deutschunterricht lieben!!!

  5. Bewertet mit 5 von 5

    Thomas Manegold

    Herr Murmelsam hat den schönsten Anfangssatz einer Kurzgeschichte kredenzt. Er lässt meister vom Himmel fallen und seiner wie der Phantasie der Lesenden wirklich freien Lauf. Toll. Und weil Nicole auch noch eine perfekte grafische Umsetzung des Buches als Cover kredenzte, ist es einfach ein wunderschönes Buch geworden. Nicht nur für Träumer.

  6. Bewertet mit 5 von 5

    Pia Jesionowski

    Herr Jonathan pflanzt sich eine Stadt, Fräulein Ofterdingen wird verhaftet, weil sie verbotenerweise von der Arbeit nach Hause fliegt, im Bus trifft man auf den Mann, der eines Nachts den Mond an den Himmel malte … In 29 kurzen Geschichten berichtet Phillip Multhaupt von „Herrn Murmelsams Fieberträumen“. Was auf den ersten Blick wirken mag wie die Wahnvorstellungen eines Kranken, unterscheidet sich in Wahrheit nur in den Details von unserem eigenen Alltag. Tut es am Ende etwas zur Sache, ob in der Fabrik am Ende der Straße Kleiderbügel oder graue Montagsstimmung produziert wird? Ob der Nachbar Büroangestellter oder Löwenbändiger ist?
    Phillip Multhaupts Helden sind Träumer und Pragmaten, Schwärmer und Verklemmte. In farbenfroher Sprache und nie um eine Wortschöpfung verlegen schafft er auf wenigen Seiten Welten, liebevoll ausgeschmückt mit kleinen Kuriositäten. Wer es wagt, sich mit ins Delirium zu stürzen, wird reich belohnt.

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