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4. Zebra Poetry Filmfestival

Roter Teppich für alle

Im Babylon in Berlin fand am 9. Oktober die Eröffnungsveranstaltung des 4. Zebra  Poetry Film Festivals der Literaturwerkstatt Berlin statt, welches noch bis zum 12.10 andauert. Im großen Kinosaal fanden sich Jury, Presse, jede Menge Helfer zusammen und gefühlte fünf zahlende Gäste zusammen, um eine Auswahl der Filme, die seit 2006 bei der Jury eingingen, anzuschauen. Die Jury, vom Moderator liebevoll als schwarze und weiße Streifen des Poetry-Film Zebras beschrieben, wurde kurz vor- und ihr anstrengender Arbeitsalltag mit einem Augenzwinkern dargestellt. Die Gruppe der Preisrichter ist aufgeteilt in Film- und in Poesieexperten und soll aus ihren jeweiligen Fachkenntnissen eine  poetisch- filmische Synthese herleiten. Aus über 1000 Filmen aus insgesamt 53 Ländern wurden letztendlich ungefähr 180 Filme aus 37 Ländern für den Wettbewerb ausgewählt. Die internationale Beteiligung ist seit dem letzten Filmfestival 2006 um circa ein Drittel angestiegen – ein Zeichen für die hohe internationale Akzeptanz dieser innovativen Literatur-Idee.

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Lesereise „Weiße Geschichten“

Galavorstellung bei der Vision & Wahn (mit Video!)

„Holly liest – Benni Cellini spielt“ So stand es auf dem Plakat, das die Lesereise zu der  Letzte Instanz -Fananthologie „Weiße Geschichten“ ankündigte.
Diese Ankündigung ließ eher ein kleines, aber feines Lesekonzept vermuten. Doch die  bravouröse Premiere im Rahmen der Vision&Wahn Lesung Berlin belehrte uns alle eines Besseren. Es war eine äußerst gelungene Mischung aus Texten, Performance, musikalischen Höchstleistungen, DVD Präsentation und großartigem Entertainment. Wer einmal eine Lesung sehen will, in der Unterhaltung, Inhalt und Musik zu einer Einheit verschmelzen, der sollte sich unbedingt einen Termin auf der Lesereise vormerken. Noch ist es nicht zu spät.

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Von Ratten und Fledermeyern

Vision & Wahn im Duncker Berlin

Jeden zweiten Sonntag im Monat findet unsere eigene Lesung im Duncker Berlin statt. Obwohl sich das Programm nicht nur auf eigene Autoren beschränkt, standen im August diesmal drei große periplanetanische Premieren auf dem Plan. Tom Manegold präsentierte sein neues Hörbuch „Rattenfänger“, André Ziegenmeyer „performte“ geradezu aus seinem neuen Buch „Schatten über Schinkelstedt“ und Holly Loose las das erste Mal einen Auszug aus seinem Roman „Das weiße Buch“, der sich zur Zeit noch in Vorbereitung befindet.

Nur eines war wie inzwischen fast gewohnt: Kristoff Becker, der den Abend am E-Cello musikalisch begleitete, glänzte wie immer mit seinen jazzig- elektronischen  Zwischenspielen.

Natürlich ist es bei der eigenen Veranstaltung mit den eigenen Autoren schwer, objektiv zu bleiben. Wir lieben Toms düstere Existensphilosophie, Ziegenmeyers wortwitzige Kreativität und Hollys Hang zu lyrisch schönen Bilder. Natürlich findet man das dann alles ganz toll. Und so drang in der ein oder anderen Lesepause auch schon mal euphorisches Klatschen aus der Verlagsecke, während die Zuschauer noch still auf eine Fortsetzung warteten. Aber von so viel Qualität waren schließlich nicht nur die eh schon voreingenommenen Periplanetaner begeistert.

Selbst André Ziegenmeyers anfänglich geknickter lila Hexenhut war schon bald in Bestform. Mit Inbrunst las er einige Episoden  der geheimnisvollen Geschehnissen rund um das kleine, verschlafene Städtchen Schinkelstedt. Sein Plüschgorilla Onk, das Covermodell seines letzten Hörbuches, musste allerdings zuhause bleiben, dafür durften aber ein Spinne und einige Schrumpfköpfe mit. Auch unser Überraschungsgast  Holly Loose – selbst für ihn war der kurzfristig anberaumte Auftritt etwas überraschend-  kann auf ein erfolgreiches Lesebühnendebut und endlich mal wieder etwas Lampenfieber zurückblicken.

Sein Auftritt war gewissermaßen eine kleine Generalprobe.  Denn im September wird er mit Benni Cellini und einem weiteren Überraschungsgast (der weiß das allerdings jetzt schon, dass er auftreten soll) mit den weißen Geschichten auf Lesereise gehen. Bei uns, auf der Vision und Wahn ist die Premiere dieser jetzt schon Wogen schlagenden Lesereise. Wenn Holly dann wieder singen darf, ist das mit dem Lampenfieber auch nicht mehr so schlimm …

Von Marion Alexa Müller