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Brotlose Kunst (Video)

Robert Rescue in seinem neuesten Kurzfilm!

Einer unserer liebsten Berliner Lesebühnenautoren ist nun unter die Darsteller gegangen. Das Jobcenter wird es freuen – der Clip hat nämlich so was von Self-Fulfilling Prophecy … Zusammen mit Nils Heinrich (und Frank Sorge in einer Nebenrolle) steht er unter der Leitung von Martin Nudow vor der Kamera. Die Story basiert auf einer von Robert Rescues Kurzgeschichten aus seinem Buch Zum Glück hab ich wenigstens Pech.
Phänomenal! Also wenn Robert DAFÜR keine Wagenladungen voll Butterbrötchen bekommt, dann wissen wir auch nicht 🙂

 

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Das ist alles Robert Rescue

Neue Gewinner-Geschichten vom Berliner Brauseboy

Neue Geschichten von Berlins smoothestem Lesebühnenautor.

Herr Rescue hat gerade viel zu tun. Mit den Brauseboys strickt er den, wie wir finden, einzig relevanten Jahresrückblick, der während des allendjährlichen Weltuntergangs im Comedy Club Kookaburra aufgeführt wird. Trotzdem hatten wir gemeinsam so viel Zeit, mit Teil 3 seiner Kurzgeschichtenreihe die gnadenlose Erfolgsserie der Rescueschen Opfertexte weiterzuführen. Unschwer zu erkennen ist: Herr Rescue hat es geschafft, weshalb er mittlerweile auch nur noch Gewinnertexte schreibt. Wir sind jetzt schon gespannt, vor welchem Statussymbol wir das Cover seines vierten Kurzgeschichtenbandes shooten werden. Nun werden wir aber erst einmal die vielen traurigen Plätze in Deutschland,  die sich im Winter immer  um die toten, in Schraubzwingen geklemmten Bäume herum bilden, zu fröhlicheren Orten machen.

ACHTUNG! Bis zum Jahresende gibt es zu jeder Bestellung eines Buches von Robert Rescue eine handsignierte Robert-Rescue-XXL-Autorgrammkarte. Ob man will oder nicht.

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MundWerk 8

MundWerk 8 periplaneta

Unsere Spoken Word Gala am 12.05.17 im Lovelite Berlin.

Immer noch sind wir von der überschwänglichen Resonanz auf unseren Einstand im Lovelite geplättet. Und schon gehen wir mit MundWerk 8 in die zweite Runde.

Periplaneta präsentiert eine Auslese exzellenter Lesebühnenliteratur, Gäste aus der Slamszene und unsere MundWerk-Autorinnen und Autoren mit ihren besten Texten. Wie es sich für eine Gala gehört. Für die Spoken Word Gala, die wieder im Lovelite in Berlin Friedrichshain stattfindet, sind geladen:

Johannes Krätschell (Leseduell)
Robert Rescue (Brauseboys)
Mareike Barmeyer (Rakete 2000)
Der Jesko (Fremdgang, Schall & Rauch)
An Stimmband und Gitarre: Thomas Franz
Durch das Programm führt Gastgeber Thomas Manegold.

Freitag, 12.05.17; ab 20 Uhr Lovelite Berlin, Haasestraße 1 in Bln-Friedrichshain
Vorverkauf bis Donnerstag 13.30 Uhr (PAYPAL): 7,00 €. / Abendkasse 10,00 €.
TICKETS per Post

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20.Dezember: Die temporäre Kneipe hat heute geöffnet!

Heute: Verkaufsoffener Sonntag am vierten Advent!

Ausnahmsweise haben wir am Sonntag, den 20. Dezember 2015 von 11-19 Uhr geöffnet. Es gibt Bücher ab einem Euro und natürlich auch Getränke a la cart sowie weite Teile des Periplaneta-Sortiments zu entdecken und zu kaufen.

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Passend dazu ist im heutigen Fenster: Der Intimitätendieb.

„Die wichtigste Voraussetzung, um die temporäre Kneipe betreten zu können, ist die Vorstellung, sie betreten zu können. Man muss also wissen, dass es sie gibt oder zumindest daran glauben. Das Letztere erledigt sich, wenn man einmal dort gewesen ist. Man muss nur davon überzeugt sein, dass, wenn man irgendeine beliebige Kneipe betritt, diese die temporäre ist. Das erste Mal betritt man sie, wenn man vor irgendeinem Laden steht und diesen vom Äußeren her als unangenehm empfindet, ihn gar nicht betreten will und es aus irgendwelchen Gründen dann doch tut. Die temporäre Kneipe ist überall und nirgends. Ihr Standort ist so vage, dass weder Verkäufer von Rosen noch von pfeifenden oder blinkenden Plastikfeuerzeugen hereinkommen. Da diese allerdings in Berlin allgegenwärtig sind, liegt die Vermutung nahe, den Standort der temporären Kneipe im Ausland, auf dem Jupitermond Io oder in einem Paralleluniversum zu vermuten.“

Die temporäre Kneipe ist ein beliebter Treffpunkt für komische Gestalten in Robert Rescues Roman „Der Intimitätendieb“. Auch ihr Gastwirt Chat hat eine ganz besondere Eigenschaft. Er besitzt die unheimliche Fähigkeit, aus jeder Äußerung seiner Gäste Aussagen über deren Lebensumstände zu schlussfolgern. Deswegen kommuniziert Hakim, der Intimitätendieb, mit seinem Stammkneiper lieber über beschriebene Bierdeckel. Der Bierdeckel ist als universelles Utensil aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Er fungiert als Bierzähler, Rechnung, Werbeträger, Schreibblock, als Unterlage bei kippelnden Tischen  oder auch für Kneipen-Spiele in gemütlicher Runde oder am Stehtisch auf dem Weihnachtsmarkt. Naja- und eben als Untersetzer.

Zu jeder Intimitätendieb- Bestellung legen wir bis Ende 2015  zwei (unbeschriebene) Bierdeckel dazu und einen Biergutschein für Berlins einzige echte temporäre Kneipe, denn bekanntlich wird aus unserem Verlag ja regelmäßig wenn es draußen dunkel wird das Periplaneta Literaturcafé …

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Robert Rescue – Entspannt wie Moos im Wald

Robert Rescue

Interview mit dem Berliner Lesebühnenautor.

Einen Robert Rescue bringt scheinbar nichts aus der Ruhe, sein trockener Humor ist unerschütterlich. Und das, obwohl der Titel seines neuen Buches „Zum Glück hab ich wenigstens Pech“ fast schon Programm war: Auf der Aufnahme zur beiliegenden CD war ein seltsames Brummen, so dass Robert noch mal ins Studio musste, der Zeitplan geriet komplett durcheinander und bei der Buchpremiere fiel sowohl der eingeplante Musiker als auch der Strom aus.
Wir haben uns mit dem Live-Literaten darüber unterhalten, was ihn wirklich nervt, über Bürokratiefanatismus und andere Dystopien.

Auf deiner Internetseite steht: „Autor, Vorleser, Brauseboy, Opfer“. Bezogen auf Letzteres, was macht dich zum Gewinner?
Robert: Die Macht, darüber zu schreiben. Gerade in Bezug auf unzählige Besuche beim Jobcenter in der Vergangenheit, wenn ein Sachbearbeiter und ich uns gegenübersaßen und Theater spielten. Er zeigte mir in seiner absurden Bürokratiebeflissenheit Stellenangebote, ich gab mich interessiert. Und dann stellte sich heraus, dass ich für den Job doch nicht geeignet war, weil ich keine Friseurausbildung hatte. Das Gleiche galt für Maßnahmen. Psychisch belastend, weil die Kursziele vielfach unrealistisch waren, manche Dozenten den falschen Job gewählt hatten und die Teilnehmer wie Vieh behandelt wurden.
Das Schreiben hat mir geholfen, damit umzugehen. In Theoriekursen habe ich viel mitgeschrieben und das mag den einen oder anderen Dozenten gefreut haben, aber tatsächlich habe ich mir Notizen zu ihm oder vielleicht noch zu den anderen Teilnehmern. Selten habe ich abgeschrieben, was an der Tafel stand.

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In deinen Texten spielst du mit Klischees und Vorurteilen. Welche treffen auf dich zu?
Robert: Ich bin ein Pendant mit einem leichten Anflug von Wahnsinn. Früher war ich chaotisch, heute plane ich alles ganz genau und bemühe mich, keine Fehler zu machen. Ich lege keine Kugelschreiber oder Papiere sorgsam hin, aber auf meinem Schreibtisch findet sich keine Unordnung. Ich räume sogar meine Festplatte öfter auf. Ich hasse unnütze Dateien.

Was nervt dich noch?
Robert: Ich bin kein Freund von Small Talk. Ich mag die Frage „Wie geht es dir?“ nicht. Die Leute erwarten ein „gut“, aber was ist, wenn man die Frage ernst nimmt und erzählt, wie schlecht es einem geht? Dann schauen sie irritiert.
Ansonsten bin ich eher ein phlegmatischer Typ. Mich bringt nichts so leicht aus der Ruhe. Neulich ist es aber doch mal passiert. Da hatte ich ein Gespräch mit einer Person, die mich ständig unterbrochen hat. Da habe ich ihr gesagt, dass ich nicht weiter mit ihr rede und wurde laut dabei.

Du bist Stammleser bei den Brauseboys, der Lesershow und bei Vision & Wahn. Doch was hat dich zu Lesebühnen gebracht?
Robert: Vor 1994 habe ich nur für mich geschrieben. Mit einem Mal war das anders, als ich in Berlin Anschluss zu einem Jugendliteratur-Förderprogramm gefunden habe. Ich sammelte da erste Bühnenerfahrungen. Irgendwann stieß ich auf die Lesebühnen und habe schließlich selbst eine gegründet. Das ist etwa 17 Jahre her und die Bühne hat sich mittlerweile aufgelöst.

Robert Rescue

Wie wäre ein Jahr ohne Internet für dich?
Robert: Nicht auszuhalten, obwohl ich gelegentlich darüber nachdenke, mal für einen „Zeitraum“ auszusteigen. Es gibt einen Kurztext, der dazu passt:

Ich will ein Sachbuch schreiben, in dem ich schildere, wie ich für eine geraume Zeit offline bin, also tatsächlich den Stecker ziehe und vollkommen neue Erfahrungen sammle. Doch schon bei der Titelfindung stoße ich auf Schwierigkeiten. „12 Monate offline“ klingt nach einer langen Recherchezeit und niemand, einschließlich mir, wird mir abnehmen, dass ich so lange ohne Internet sein werde. „6 Tage offline“ wäre denkbar, aber je länger ich darüber nachdenke, desto eher glaube ich, dass ich ein Buch über ein anderes Thema schreiben sollte. „6 Minuten offline“ wäre wohl das Ideale für mich, aber ich fürchte, dafür wird sich kein Verlag und kein Leser interessieren.

Wie wird dann bloß unser technisches Leben in 50 Jahren sein?
Robert: Vermutlich wird das eine Mischung aus Matrix und Terminator. Wenn ich laufende Entwicklungen in die Zukunft weiterdenke, wird es nicht gut enden. In der Industrie haben zunehmend Roboter das Sagen und die Menschen sind zunehmend überfordert vom Gebrauch von Social Media Diensten. Sie gehen darin auf und verblöden zunehmend.

Und was wirst du im nächsten Leben?
Robert: Etwas Entspanntes. Moos im Wald vielleicht oder ein Fischer auf einer kroatischen Insel.

Oder vielleicht einfach ein Glückskeks 🙂 Danke für das Interview!

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Das war: Die Leipziger Buchmesse 2014

Periplaneta Messestand 2014

Die ganze Wahrheit über Bier und Bücher.

Wir sind wieder zuhause. Das Team bescheinigt unisono, dass die Tage vom 13.03. bis 16.03. in Leipzig die ereignisreichsten und anstrengendsten seit langem waren. Wir haben nicht nur viele Eindrücke nach Berlin mitgebracht sondern auch einige fiese, sächsische Grippeviren. Aber so ganz langsam normalisiert sich der Betrieb wieder und die Schnupfennasen verlieren ihrer periplaneta-rote Färbung. Zeit, für eine Rückblende auf unsere allererste Leipziger Buchmesse mit eigenem Stand.

Unsere Projektassistentin Marie fasste es in ihrem kurzen Erlebnisbericht so zusammen:

2.194 Aussteller. Periplaneta war einer davon. Ok, davon kann man sich erstmal abschrecken lassen. Oder sich darauf besinnen, was uns hervorhebt. Da hätten wir junge, neue Autoren, die sich auf ihr (Mund-)Werk verstehen, eine sympathische Affinität zu Bier und ein Motto, was sich nur noch die wenigsten Verlage auf die Fahne schreiben können: „Für die Liebe, für die Kunst.“
Cooel BücherAber dass es uns darum geht, musste man den 175.000 Besuchern erstmal beweisen. Unser Weg, um sie in unseren Stand zu bekommen, waren Lesungen. Davon hatten wir jede Stunde eine, und unsere Autoren haben sich beim Tresen-Lesen wirklich ins Zeug gelegt. Während der Lesungen mussten sich die vorbeiflenierenden Besucher fast immer einen anderen Gang wählen, wenn sie sich nicht durch die erheiterte, rasant angewachsene Menge vor unserem Stand drängen wollten.
Bei so einer riesigen Messe geht es darum, rauszufallen um aufzufallen. Die kleinen Details wie eine münzbetriebene, rock’n’rollende Jukebox, phosphoreszierende Leuchtschaben und kaltgestellte Bücher sind die Dinge, die man gegen protzige Riesenstände und überteuerte Werbeplattformen auffahren kann.
Und dafür kaufte am Ende sogar die gegenübersitzende „Konkurrenz“ unsere Bücher und wir hörten nicht nur einmal: „Hey, also euer Stand ist wirklich der coolste!“

Auch die externen Veranstaltungen  bei „Leipzig liest!“ trafen auf reges Interesse. Die zwei MundWerk Galas im Städtischen Kaufhaus und die Subkultur-Lesenacht im HinZundKunZ waren allesamt überaus gut besucht und damit, im wahrsten Sinne des Wortes, ein voller Erfolg. Und David Wonschewski bekam Besuch vom ZDF.

David Wonschewski 2014

Obwohl wir mit der Organisation einer solchen, mehrtägigen Großveranstaltung mit mehreren Veranstaltungsorten Neuland betraten, verlief sie erstaunlich reibungslos. Trotzdem war nicht alles perfekt und nicht alles rosarot. Bei all den Erfolgsmeldungen, die man nun auf den Internetseiten der ausstellenden Verlage lesen kann, beschleicht einen die Ahnung, dass auch sehr viel schöngeredet wird. Unsere Chefin hat einen persönlichen Bericht über die Buchmesse geschrieben und beschreibt darin auch die negativen Aspekte einer solchen Großveranstaltung.

Für viele Verlage ist die erste Buchmesse so etwas wie ein offizieller Ritterschlag. Für uns war es  eine unglaubliche Horizonterweiterung. Wir waren, in unserem und im Interesse unserer Künstler, an einer Antwort auf eben jene Gretchenfrage interessiert: Was bringt es den Mitmachenden wirklich? Auch, was die allgemeinen Abläufe und die zahlreichen Zusatz-Angebote für Aussteller betrifft.
Viele privat ambitionierte Besucher, und das sind nunmal geschätzt 90%, wissen gar nicht, was das Dabeisein die Aussteller kostet und wie vielfältig sich bei solchen „Partys“ die Möglichkleiten des präventiven Geldausgebens gestalten. Und wir hatten den Eindruck, dass die Aussteller mitunter auch nicht so recht wissen, was sie dort eigentlich machen. Denn das journalistische Interesse, das etwaiger Händler und das etwaiger Kooperationspartner hielt sich nicht nur bei uns in Grenzen.
Die journalistischen Beiträge in vielen Medien nach der Messe scheinen dies auch zu bestätigen. In erster Linie wird über das Ereignis allgemein berichtet. Die Vorstellung, dass Journalisten scharenweise Themen suchen, dass Fachbesucher Verkaufskataloge zusammenstellen usw. … sind eher romantischer Natur. Und letztenendes haben potentielle Partner ja auch Schwierigkeiten, sich in so einer Masse zu begegnen, weil sie in ihrem jeweiligen Stand ihre jeweilige Präsentation bewachen müssen. Die Fachmesse ist zwangsläufig auch ein gegenseitiges Beobachten der Mitbewerber, um im nächsten Jahr noch mithalten zu können und das bibliophile Publikum wird beim kollektiven Run durch die überfüllten Hallen vom Überangebot erschlagen.
Das wussten wir alles vorher und habens trotzdem getan. Das Ergebnis ist ein Vielfältiges. Euphorie und Ernüchterung gehen dabei ein bisschen Gassi, wobei wir noch nicht entscheiden konnten, wer dabei Herrchen und wer Hund ist. Dennoch haben wir es genossen. Allen voran unsere externen Veranstaltungen, die wir vorbehaltlos als Erfolg verbuchen.

Mundwerk Spoken Word Gala im Städtischen Kaufhaus
Mundwerk Spoken Word Gala im Städtischen Kaufhaus Leipzig  mit Hank Zerbolesch, René Sydow, Nicolas Schmidt am Mikro, Leas Streisand und Robert Rescue (hinter der Säule)

Als am Sonntag um 18.00 Uhr der Schlußgong ertönte, wurde es wider Erwarten und abseits der Öffentlichkeit noch einmal richtig spannend.
Wir saßen in unseren gemütlichen 10 Quadratmetern, wollten bei einem kühlen Bier die Messe ausklingen lassen und wunderten uns, dass fast alle Kollegen ihren Stand schon 17.15 komplett geräumt hatten. Wozu nur diese Eile?! Schließlich hatten wir geplant, nach all der Anstrengung den Standabbau auf den nächsten Tag zu verlegen – laut Auskunft der Messe war das ja theoretisch möglich. Doch um 18.01 Uhr flogen die großen Türen auf, die Teppichleger begannen damit, um uns herum den Boden herauszureißen und eine Heerschar von Standabbauern fiel ein. Praktisch wurde die Halle 5 umgehend in ihre Einzelteile zerlegt, die Security war wenig später auch verschwunden und keiner passte mehr auf, wer was in welchen Lieferwagen stopfte.
„Na den Gastro-Kühlschrank könnt ihr aber nicht über Nacht stehen lassen. Hier wird alles geklaut, was nicht nietundnagelfest ist“, bemerkte ein netter Elektriker, der sich auf ein Leikeim-Bier zu uns gesellte hatte. Doch einen klobigen Kühlschrank, der über 1000 Euro kostet, bekommt man nicht in einen Verlags-Kombi voller Bücherkisten. Wir sahen uns schon zusammengerollt die Nacht vor den Kühlschrank verbringen … Ein paar Bestechungsbiere später versteckten wir ihn mit der Hilfe einiger engagierter (und dann auch sehr gut gelaunter) Handwerker samt Bierkisten hinter ein paar Stellwänden. Am nächsten Morgen war zwar das „Versteck“ weg, aber der Kühlschrank war immerhin noch da und wurde von der Firma Leikeim wieder abgeholt. Nur die (vollen) Bierkisten waren verschwunden.

Clara Nielsen am Periplaneta Tresen auf der Leipziger Buchmesse
Clara Nielsen am Periplaneta Tresen auf der Leipziger Buchmesse

Wir haben neue Autoren kennengelernt, potentielle Geschäftspartner gefunden, teilweise Menschen, mit denen wir zusammmenarbeiten, das erste Mal in echt gesehen, wir haben Fehler begangen und daraus gelernt und wir haben ganz viel richtig gemacht.
Wir möchten uns bei allen bedanken, die daran beteiligt waren: bei unseren Autorinnen und Autoren, die auf den Bühnen und am Tresen allesamt glänzten, bei unseren Mitstreiterinnen, auf die immer Verlass war, bei der Firma Leikeim, die uns unbürokratisch Kühlschrank und Getränke zur Verfügung stellte, bei den Veranstaltern, die für den reibungslosen Ablauf der externen Lesungen sorgten, bei allen, die uns im Vorfeld und dann in Leipzig unterstützt haben und bei jenen, die in Gedanken bei uns waren, weil sie selbst nicht kommen konnten. Ihr ward alle großartig! Danke!
Und wir bedanken uns bei der Messeleitung und bei der Messebuchhandlung, die es mit uns, als kritischen Neuling, auch nicht einfach hatten. All unsere Kritik stieß selbst in der größten Messehektik auf Geduld und offene Ohren und wir sind mit dem Eindruck nach Hause gegangen, dass unsere Einwände und Vorschläge, was den uns tangierenden Ablauf betrifft, sehr ernst genommen wurden. Maulhalten vermeidet Konflikte und Veränderungen gleichermaßen …

Marion Alexa Müller, Marie Markert und ToM Manegold, März 2014