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Die Spargelsaison ist eröffnet!

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Lucas Fassnachts erster Roman jetzt wieder zu haben.

Neuauflagen, Teil 2: Seit heute 12 Uhr ist bei uns sozusagen die Spargelsaison eröffnet. Denn „Es geht immer nur um Sex“, Lucas Fassnachts satirischer Roman mit dem einprägsamen Cover, ist ab sofort in seiner zweiten Auflage zu haben. Lucas Fassnacht setzt seine Protagonisten der wichtigsten, manche würden auch sagen, der schönsten Sache der Welt aus … Vielleicht auch, weil diese Welt sonst nichts Wichtiges oder Schönes zu bieten hat … Eine unterhaltsame und sarkastische Gesellschaftssatire.

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Heldenstatus ab 10 Euro

Suedstadthelden - periplaneta

Crowdfunding für die Südstadthelden.

Unser Periplaneta-Autor Lucas Fassnacht arbeitet gerade an einem sehr spannenden Film-Projekt: Er zeigt fünf Kindern zwischen 11 und 15 Jahren aus fünf Nationen, wie man die eigene Geschichte auf die Bühne bringt. So ganz cool und mit Pointe. Denn (Zitat): „Kinder machen geilen Scheiß!“ Begleitet wird der Erlanger Slam-Poet dabei von einem Filmteam. Ihr Dokumentarfilm „Südstadthelden“ soll dabei nicht nur unterhaltsam werden, sondern auch ein Schlaglicht auf das Bildungssystem und die gegenseitigen Vorurteile werfen.

Das Ziel ist natürlich, einen echten Blockbuster zu produzieren. Eine erste finanzielle Unterstützung bekam das Projekt, als das Team den Nachwuchspreis der Bayerischen Filmförderung bekam. Doch der reicht nicht aus, um den Film komplett fertigzustellen.

Wir von Periplaneta finden, das ist ein grandioses Projekt, wenn junge Menschen lernen, sich auszudrücken und sich mitzuteilen, ohne andere dabei zu langweilen. Sprache ist doch etwas Wundervolles.
Auch Du kannst das unterstützen. Nie war es einfacher (und günstiger), ein (Südstadt-) Held zu werden.

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Das war: Die Leipziger Buchmesse 2014

Periplaneta Messestand 2014

Die ganze Wahrheit über Bier und Bücher.

Wir sind wieder zuhause. Das Team bescheinigt unisono, dass die Tage vom 13.03. bis 16.03. in Leipzig die ereignisreichsten und anstrengendsten seit langem waren. Wir haben nicht nur viele Eindrücke nach Berlin mitgebracht sondern auch einige fiese, sächsische Grippeviren. Aber so ganz langsam normalisiert sich der Betrieb wieder und die Schnupfennasen verlieren ihrer periplaneta-rote Färbung. Zeit, für eine Rückblende auf unsere allererste Leipziger Buchmesse mit eigenem Stand.

Unsere Projektassistentin Marie fasste es in ihrem kurzen Erlebnisbericht so zusammen:

2.194 Aussteller. Periplaneta war einer davon. Ok, davon kann man sich erstmal abschrecken lassen. Oder sich darauf besinnen, was uns hervorhebt. Da hätten wir junge, neue Autoren, die sich auf ihr (Mund-)Werk verstehen, eine sympathische Affinität zu Bier und ein Motto, was sich nur noch die wenigsten Verlage auf die Fahne schreiben können: „Für die Liebe, für die Kunst.“
Cooel BücherAber dass es uns darum geht, musste man den 175.000 Besuchern erstmal beweisen. Unser Weg, um sie in unseren Stand zu bekommen, waren Lesungen. Davon hatten wir jede Stunde eine, und unsere Autoren haben sich beim Tresen-Lesen wirklich ins Zeug gelegt. Während der Lesungen mussten sich die vorbeiflenierenden Besucher fast immer einen anderen Gang wählen, wenn sie sich nicht durch die erheiterte, rasant angewachsene Menge vor unserem Stand drängen wollten.
Bei so einer riesigen Messe geht es darum, rauszufallen um aufzufallen. Die kleinen Details wie eine münzbetriebene, rock’n’rollende Jukebox, phosphoreszierende Leuchtschaben und kaltgestellte Bücher sind die Dinge, die man gegen protzige Riesenstände und überteuerte Werbeplattformen auffahren kann.
Und dafür kaufte am Ende sogar die gegenübersitzende „Konkurrenz“ unsere Bücher und wir hörten nicht nur einmal: „Hey, also euer Stand ist wirklich der coolste!“

Auch die externen Veranstaltungen  bei „Leipzig liest!“ trafen auf reges Interesse. Die zwei MundWerk Galas im Städtischen Kaufhaus und die Subkultur-Lesenacht im HinZundKunZ waren allesamt überaus gut besucht und damit, im wahrsten Sinne des Wortes, ein voller Erfolg. Und David Wonschewski bekam Besuch vom ZDF.

David Wonschewski 2014

Obwohl wir mit der Organisation einer solchen, mehrtägigen Großveranstaltung mit mehreren Veranstaltungsorten Neuland betraten, verlief sie erstaunlich reibungslos. Trotzdem war nicht alles perfekt und nicht alles rosarot. Bei all den Erfolgsmeldungen, die man nun auf den Internetseiten der ausstellenden Verlage lesen kann, beschleicht einen die Ahnung, dass auch sehr viel schöngeredet wird. Unsere Chefin hat einen persönlichen Bericht über die Buchmesse geschrieben und beschreibt darin auch die negativen Aspekte einer solchen Großveranstaltung.

Für viele Verlage ist die erste Buchmesse so etwas wie ein offizieller Ritterschlag. Für uns war es  eine unglaubliche Horizonterweiterung. Wir waren, in unserem und im Interesse unserer Künstler, an einer Antwort auf eben jene Gretchenfrage interessiert: Was bringt es den Mitmachenden wirklich? Auch, was die allgemeinen Abläufe und die zahlreichen Zusatz-Angebote für Aussteller betrifft.
Viele privat ambitionierte Besucher, und das sind nunmal geschätzt 90%, wissen gar nicht, was das Dabeisein die Aussteller kostet und wie vielfältig sich bei solchen „Partys“ die Möglichkleiten des präventiven Geldausgebens gestalten. Und wir hatten den Eindruck, dass die Aussteller mitunter auch nicht so recht wissen, was sie dort eigentlich machen. Denn das journalistische Interesse, das etwaiger Händler und das etwaiger Kooperationspartner hielt sich nicht nur bei uns in Grenzen.
Die journalistischen Beiträge in vielen Medien nach der Messe scheinen dies auch zu bestätigen. In erster Linie wird über das Ereignis allgemein berichtet. Die Vorstellung, dass Journalisten scharenweise Themen suchen, dass Fachbesucher Verkaufskataloge zusammenstellen usw. … sind eher romantischer Natur. Und letztenendes haben potentielle Partner ja auch Schwierigkeiten, sich in so einer Masse zu begegnen, weil sie in ihrem jeweiligen Stand ihre jeweilige Präsentation bewachen müssen. Die Fachmesse ist zwangsläufig auch ein gegenseitiges Beobachten der Mitbewerber, um im nächsten Jahr noch mithalten zu können und das bibliophile Publikum wird beim kollektiven Run durch die überfüllten Hallen vom Überangebot erschlagen.
Das wussten wir alles vorher und habens trotzdem getan. Das Ergebnis ist ein Vielfältiges. Euphorie und Ernüchterung gehen dabei ein bisschen Gassi, wobei wir noch nicht entscheiden konnten, wer dabei Herrchen und wer Hund ist. Dennoch haben wir es genossen. Allen voran unsere externen Veranstaltungen, die wir vorbehaltlos als Erfolg verbuchen.

Mundwerk Spoken Word Gala im Städtischen Kaufhaus
Mundwerk Spoken Word Gala im Städtischen Kaufhaus Leipzig  mit Hank Zerbolesch, René Sydow, Nicolas Schmidt am Mikro, Leas Streisand und Robert Rescue (hinter der Säule)

Als am Sonntag um 18.00 Uhr der Schlußgong ertönte, wurde es wider Erwarten und abseits der Öffentlichkeit noch einmal richtig spannend.
Wir saßen in unseren gemütlichen 10 Quadratmetern, wollten bei einem kühlen Bier die Messe ausklingen lassen und wunderten uns, dass fast alle Kollegen ihren Stand schon 17.15 komplett geräumt hatten. Wozu nur diese Eile?! Schließlich hatten wir geplant, nach all der Anstrengung den Standabbau auf den nächsten Tag zu verlegen – laut Auskunft der Messe war das ja theoretisch möglich. Doch um 18.01 Uhr flogen die großen Türen auf, die Teppichleger begannen damit, um uns herum den Boden herauszureißen und eine Heerschar von Standabbauern fiel ein. Praktisch wurde die Halle 5 umgehend in ihre Einzelteile zerlegt, die Security war wenig später auch verschwunden und keiner passte mehr auf, wer was in welchen Lieferwagen stopfte.
„Na den Gastro-Kühlschrank könnt ihr aber nicht über Nacht stehen lassen. Hier wird alles geklaut, was nicht nietundnagelfest ist“, bemerkte ein netter Elektriker, der sich auf ein Leikeim-Bier zu uns gesellte hatte. Doch einen klobigen Kühlschrank, der über 1000 Euro kostet, bekommt man nicht in einen Verlags-Kombi voller Bücherkisten. Wir sahen uns schon zusammengerollt die Nacht vor den Kühlschrank verbringen … Ein paar Bestechungsbiere später versteckten wir ihn mit der Hilfe einiger engagierter (und dann auch sehr gut gelaunter) Handwerker samt Bierkisten hinter ein paar Stellwänden. Am nächsten Morgen war zwar das „Versteck“ weg, aber der Kühlschrank war immerhin noch da und wurde von der Firma Leikeim wieder abgeholt. Nur die (vollen) Bierkisten waren verschwunden.

Clara Nielsen am Periplaneta Tresen auf der Leipziger Buchmesse
Clara Nielsen am Periplaneta Tresen auf der Leipziger Buchmesse

Wir haben neue Autoren kennengelernt, potentielle Geschäftspartner gefunden, teilweise Menschen, mit denen wir zusammmenarbeiten, das erste Mal in echt gesehen, wir haben Fehler begangen und daraus gelernt und wir haben ganz viel richtig gemacht.
Wir möchten uns bei allen bedanken, die daran beteiligt waren: bei unseren Autorinnen und Autoren, die auf den Bühnen und am Tresen allesamt glänzten, bei unseren Mitstreiterinnen, auf die immer Verlass war, bei der Firma Leikeim, die uns unbürokratisch Kühlschrank und Getränke zur Verfügung stellte, bei den Veranstaltern, die für den reibungslosen Ablauf der externen Lesungen sorgten, bei allen, die uns im Vorfeld und dann in Leipzig unterstützt haben und bei jenen, die in Gedanken bei uns waren, weil sie selbst nicht kommen konnten. Ihr ward alle großartig! Danke!
Und wir bedanken uns bei der Messeleitung und bei der Messebuchhandlung, die es mit uns, als kritischen Neuling, auch nicht einfach hatten. All unsere Kritik stieß selbst in der größten Messehektik auf Geduld und offene Ohren und wir sind mit dem Eindruck nach Hause gegangen, dass unsere Einwände und Vorschläge, was den uns tangierenden Ablauf betrifft, sehr ernst genommen wurden. Maulhalten vermeidet Konflikte und Veränderungen gleichermaßen …

Marion Alexa Müller, Marie Markert und ToM Manegold, März 2014

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MundWerk 1&2: Die Spoken Word Galas zur Leipziger Buchmesse

Hochkarätiges Spoken-Word-Line-up bei „Leipzig liest!“.

(Pressemitteilung, Berlin/Leipzig, Periplaneta) Periplaneta präsentiert sowohl am Freitag, den 14.03. als auch am Samstag, den 15.03., die  Spoken Word Galas MundWerk 1 & 2 – jeweils mit unterschiedlichem, hochkarätigem Line-up aus der Poetry-Slam- und Lesebühnenszene. Anlässlich der Leipziger Buchmesse werden die zwei MundWerk Galas im Rahmen von Europas größtem Lesefest „Leipzig Liest“ im Städtischen Kaufhaus zu Gast sein. Das Städtische Kaufhaus ist eine der beliebtesten Party-Locations Leipzigs und so wird nach dem Bühnenereignis immer auch eine große Aftershow-Party stattfinden.

MUNDWERK 1 am Freitag, den 14.03.14

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RENÉ SYDOW
mehrfach ausgezeichnete Slam-Kabarettist, Gewinner des Rostocker Koggenziehers 2014
LUCAS FASSNACHT
bekannter Slam Poet aus Erlangen
CLINT LUKAS
von den Berliner Surfpoeten, die „abgesägte Schrotflinte der Berliner Lesebühnen“
CLARA NIELSEN
bekannte und weitgereiste Slam Poeting aus Kiel und Bamberg
KONRAD ENDLER
von den Berliner Surfpoeten und der Potsdamer Lesebühne „Texte aus dem Untergrund“

 

MundWerk Gala 2 am Samstag, den 15.03.14

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NICOLAS SCHMIDT aka. BYBERCAP aka. HERR SCHMIED
Deutschland einziger slammender Gymnasial-Oberstudienrat
ROBERT RESCUE
Lesebühnen-Urgestein und Wedding-Inventar und Mitglied der Berliner Brauseboys
LEA STREISAND
Berliner Lesebühnenkönigin und gefeierte taz-Kolumnistin
HANK ZERBOLESCH
SlamPoet und Autor aus Wuppertal
 RENÉ SYDOW
mehrfach ausgezeichneter Slam-Kabarettist, Gewinner des Rostocker Koggenziehers 2014
Durch die beiden Programme führt der Periplanetaner Thomas Manegold, der nicht nur als Conferencier, sondern auch als DJ zwischen den Beiträgen agieren wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann bei uns im Onlineshop Eintrittskarten ordern. Es gibt aber auch eine Abendkasse. Die anschließende Party ist  inklusive. Die Spoken Word Gala entlehnt ihren Namen der Edition MundWerk des Periplaneta Verlags. Seit 2008 wird unter diesem Label Lesebühnen- und PoetrySlam Literatur veröffentlicht.
Städtisches Kaufhaus, Neumarkt 9, 04109 Leipzig
(Direkt in der Innenstadt. Vom Hbf zu Fuß zu erreichen)
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MundWerk. Die Spoken Word Gala

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Periplaneta eröffnet neue Veranstaltungsreihe in Berlin

(Pressemitteilung, Berlin, Periplaneta) Mundwerk. So heißt das Label, unter dem der Periplaneta Verlag seit 2008 Lesebühnen- und PoetrySlam Literatur veröffentlicht. Die Edition mauserte sich innerhalb von nur einem Jahr zur titel- und umsatzstärksten Sparte der Mediengruppe. Mundwerk heißt ab sofort auch eine ca. vierteljährlich stattfindenende Spoken Word Gala. Periplaneta präsentiert erstmalig am 16. September 2013 im HAUS DER SINNE zu Berlin eine „Best Of“ der Berliner Lesebühnenliteratur, mit Poetry (ohne Slam) und  grandiosen Lesebühnentexten diverser Szenegrößen. Neben den Mundwerk-Autorinnen und Autoren werden auch Gäste aus der Spoken Word Szene geladen, die nicht bei Periplaneta unter Vertrag sind. Ziel ist dabei, die Community der kreativen Wortakrobaten zu festigen und einem interessierten Publikum bekannt zu machen.
Die Premiere am 16.09. 2013 wartet gleich mit zwei der bekanntesten SlamPoeten Deutschlands auf:  CLARA NIELSEN und LUCAS FASSNACHT. Außerdem werden MICHA EBELING (Lesebühne Liebe Statt Drogen) und MATTHIAS NIKLAS (Lesebühne Dichtungsring) mit von der Partie sein, sowie der Liedermacher und Musikproduzent ANDREAS ALBRECHT. Durch das Programm führt der Periplanetaner Thomas Manegold, der erstmals nicht nur als Conferencier, sondern auch als DJ zwischen den Beiträgen agieren wird.

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Die PotShow – Die Lesebühne in „Weitweitweg“

Lucas Fassnacht

Ein Ausflug nach Potsdam mit Lucas Fassnacht.

Schlägt man einem in Berlin-wohnenden Menschen vor, für eine Lesung nach Potsdam zu fahren, erntet man erst ein ungläubiges Lächeln und dann eine dankende Absage. Der Großteil der Gefragten kann dann nicht einmal einen triftigen Grund nennen, denn das Argument „ist so weit weg…“, wird mit einem Verweis auf eine Fahrtdauer von ca. 45 Minuten auch widerlegt. Um eine Begleitung für den Abend zu finden, habe ich also verschwiegen, dass es nach Potsdam geht. Die Überraschung war gelungen und die Frage, ob es sich der Weg wirklich lohnt, stand im Raum.

Die PotShow findet im Spartacus statt, auf dem freiLand-Gelände, einem selbstverwalteten Kulturzentrum mitten in der Stadt. Vom Hauptbahnhof aus läuft man vielleicht fünf Minuten. Das Gelände ist groß, bunt und wird außerdem vielfältig und kreativ genutzt – es ist also nur logisch, dort eine Lesebühne zu veranstalten. Im Spartacus bieten an diesem Abend viele Stuhlreihen und Sofas Platz für ca. 150 Zuschauer. Ein Schild am Eingang weist die Gäste daraufhin, dass keine homophoben, rassistischen oder sexistischen Texte und Äußerungen gestattet werden. Die Bühne ist ebenfalls mit Sofas und Tischen bestückt, außerdem hängt eine Art Laken als Deko über der Bühne, die im Laufe des Abends noch für etliche Lacher sorgt, da sich Marc-Uwe Kling ständig unfreiwillig darin verfängt.

Die Mitglieder der PotShow sind eine Mini-Version der Berliner Lesebühne „Lesedüne“. Als Argument gegen einen Abstecher nach Potsdam kann jedoch auch die Aussage, man habe die Lesedüne ja bereits in Berlin gesehen, nicht gelten, da die PotShow jeden Monat andere Gäste aus der Poetry-Slam-, Lesebühnen- und Musikszene aus ganz Deutschland zu sich einlädt. So ergibt sich jeden Monat eine andere sehenswerte Kombination aus Künstlern.

Diesen Monat sind Sarah Bosetti aus Berlin und Lucas Fassnacht aus Erlangen zu Gast. Trotz der hohen Temperaturen gibt es bereits kurz vor 8 eine lange Schlange vorm Eingang. Das Publikum besteht vorwiegend aus Studenten, und diverse Plätze werden mit Jacken und anderen Utensilien reserviert, während man sich noch sehr preiswerte Getränke an der Bar holt. Etwa viertel nach 8 ist es dann so voll, dass einige sogar stehen müssen.

Lucas Fassnacht 2Marc-Uwe Kling liest beinah alle Texte hintereinander, da er wegen einer Migräne gezwungen ist. etwas eher zu gehen. Seine Känguru-Texte sind jedoch alle Teile derselben Geschichte und somit ist es verkraftbar, dass er die erste Hälfte komplett füllt und Maik, Lucas und Sarah nur mit jeweils einem Text drankommen. Die Texte von Maik und Sarah sind witzige, selbstironische Großstadtgeschichten, das Publikum lacht ständig auf (bei den obligatorischen Berliner Bezirk-Witzen lacht man jedoch deutlich weniger als auf den Berliner Lesebühnen). Lucas Fassnachts Texte sind im Vergleich ziemlich ernst und emotional, nach der Pause muss er einen der Texte auf Anfrage sogar erklären. Im Verhältnis stechen seine Texte aber genau deswegen heraus und bleiben im Gedächtnis. Doch nicht nur inhaltlich grenzt sich Lucas ab, denn er liest seine Texte nicht vor, sondern führt sie auf, auswendig und mit großen Gesten. Bei seinem letzten Text über Sprache und Feuer ist das Publikum ganz still und hört bedächtig zu, um dann minutenlang Beifall zu klatschen.

Die Zusammensetzung der Texte des Abends erfüllte somit nicht nur den Bedarf nach Komik, sondern auch nach Tiefsinn, wofür sich die Fahrt nach Brandenburg (tatsächlich kommen die S-Bahnen vor um 12 auch noch alle 15 Minuten) allemal gelohnt hat.

 

Die Veranstaltung am Mittwoch, den 03.07.13, hat Caroline Dietz besucht.