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Kindchenschema

Oder: Ich kann nichts dafür, es ist mein Brutpflegemechanismus.

Ruckartiges Stehenbleiben, aufgerissene Augen, entzücktes Aufkreischen: „Oooh süüüüß!“ Während ich noch wie berauscht dem flauschigen Welpen hinterherblicke, der da gerade um die Ecke biegt, ernte ich meistens genervte Blicke von meiner Begleitung. Sobald das kleine Fellknäuel dann aus meinem Sichtfeld entschwunden ist, erwache ich aus einer Art Trance, senke meine Stimmlage um ein paar Oktaven, und ärgere mich, mal wieder die Kontrolle (und ein Stück meiner Würde) verloren zu haben. Was haben nur diese schlappohrigen, kurzbeinigen Wesen an sich, dass ich mich regelmäßig selbst vergesse und in der Öffentlichkeit blamiere? Das gleiche Spiel erlebe ich bei Freundinnen auch, allerdings vor allem beim Anblick weniger haariger Kreaturen: Babys und Kleinkinder. Die beeindrucken mich zwar nicht so wie Welpen, aber lassen mich doch nicht vollständig kalt – zumindest solange sie keine Geräusche von sich geben oder diverse Körperflüssigkeiten absondern.

Um meinen augenrollenden Freunden zu beweisen, dass es sich bei einem Ausbruch dieser Art um einen Automatismus handelt, dem ich und andere machtlos unterliegen, recherchiere ich im Bereich Tier- und Menschenkinder. Ich stoße auf den Begriff des Kindchenschemas.

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Das ging aber schnell

Stefan Hähnel - periplaneta berlin

Stephan Hähnels „Gefallen auf dem Feld der Ehe“ geht in die zweite Auflage.

Nicht zuletzt weil sich das Buch als Hochzeitsgeschenkbuch bewährt hat, ist Stephan Hähnels „Gefallen auf dem Feld der Ehe“ unsere am schnellsten abverkaufte Erstauflage geworden. Die schwarzhumorigen Kurzgeschichten über Mord und Totschlag unter Eheleuten sind ab sofort in der zweiten Auflage bei uns erhältlich. Wir gratulieren uns und dem Autor und den Paaren, die das Buch geschenkt bekommen haben.

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Erotik ist alles, was man nicht sieht.

Liebe mit Laufmaschen periplaneta

Interview mit Jennifer Sonntag und Dirk Rotzsch.

2006 erschien in einem kleinen Verlag in Leipzig die atemberaubende, autobiografische Geschichte „Märchenland im Müll“ von Constanze S., das 2009 auch als Hörbuch im Periplaneta Verlag aufgenommen und veröffentlicht wurde. Hinter dem Pseudonym Constanze S. verbarg sich damals Jennifer Sonntag, die in diesem Buch auch ihre schleichende Erblindung aufarbeitete.

Mittlerweile ist Jennifer Sonntag diplomierte Sozialpädagogin und Moderatorin beim MDR. Dort interviewt sie in ihrer Sendung „SonntagsFragen“ regelmäßig prominente Gäste. Bei uns sitzt sie heute zusammen mit Dirk Rotzsch auf dem Sofa und zur Abwechslung stellen wir die Fragen. Anlass ist ihr gemeinsamer Kurzgeschichtenband „Liebe mit Laufmaschen“.

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Über leidenschaftliche Phantastologie

Interview mit Philipp Multhaupt.

Herrn Murmelsams Fieberträume ist der erste Kurzgeschichtenband von Philipp Multhaupt und gleicht einer Schatzkiste aus der Kindheit: voller Fantasie und vergessener Träume. Sarah Strehle sprach mit ihm über Bäume vor dem Fenster, Märchen auf Poetry-Slam-Bühnen und die Phantasiearmut in unserer heutigen Gesellschaft.

In deinem Buch beschreibst du einen völlig neuen, wissenschaftlichen Beruf: „… der Phantastologe [versteht sich] auf die Kunst des fundierten Fabulierens und weiß der ziellos gebrauchten Vorstellungskraft des [laienhaften] Phantasten ernsthafte, akademische Forschungsarbeit im Bereich der Einbildung entgegenzusetzen.“ Siehst du dich selbst als einen Phantasten oder einen Phantastologen?

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Einfach mal dahin gehen, wo es weh tut

David Wonschewski

Ein Interview mit David Wonschewski

Anfang März erscheint mit „Geliebter Schmerz“ das zweite Buch von David Wonschewski bei Periplaneta. Der Kurzgeschichtenband erzählt von Charakteren, die vom Leben und Schicksal gebeutelt durch den Alltag straucheln; die trauern, hassen, lieben und erst im eigenen Schmerz den Schlüssel zum Leben finden. Franziska Dreke sprach mit dem Berliner Autor und Musikjournalisten über die Bedeutung des Leidens, die unendliche Geschichte und über Witze, die nicht lustig sind.

Lass uns zunächst einmal zurückblicken. Vor anderthalb Jahren ist dein Roman „Schwarzer Frost“ erschienen. Welche Reaktionen von Lesern und Zuhörern sind dir danach besonders in Erinnerung geblieben und haben dich beeindruckt oder glücklich gemacht?

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Über Neandertaler, Goldfische und Blow Jobs

Bernd Ernst mit Goldfisch

Bernd Ernst „Vollpension mit Therapie“

(Pressemitteilung, Berlin, Periplaneta) Bernd Ernst veröffentlicht im Oktober seine erste Kurzgeschichten-Sammlung „Vollpension mit Therapie“ im Periplaneta-Verlag Berlin. Die 21 satirischen Erzählungen erscheinen sowohl als Softcoverbuch als auch als eBook. Das Cover wurde von der renommierten Illustratorin Nicole Altenhoff gestaltet.

Pointiert widmet sich der Pirmasenser Autor ungewöhnlichen Begebenheiten im Leben gewöhnlicher Menschen, den Absurditäten des Alltags oder erzählt aus der unkonventionellen Perspektive eines Goldfischs. Mit grimmigen Humor skizziert er, wie Kochrezepte für Neandertaler entstehen oder wie das frisch gegründete Plattenlabel Blow Job Records den weltweiten Musikmarkt erobern will.

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