In der Rubrik "Peripherie" veröffentlichen wir Artikel rund um Periplaneta und seine Veröffentlichungen. Hier finden Sie Sekundarien zu unseren Publikationen, Hintergrundinformationen und weiterführende Beiträge.
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Mittwoch, 14. Juli 2010 |
Ein ErklärungsversuchWas soll man denn darauf antworten? Ja? Nein? Vielleicht? Als ich das letzte Mal mit einem „Ja“ darauf antwortete, schoss gleich die nächste Frage auf mich ein. „Und an welchen?“ 
Für mich war ja schon der Name Programm, also mein Gott hieß einfach „Gott“. Das war meinem Gegenüber schon zu viel, denn der glaubte nicht an „Gott“ sondern an „Schicksal“. Nun ja. Auch ein guter Name. Aber damit war noch lange nicht genug, denn nun fragte er, was an „Gott“ denn gut sei? Ein „Das geht dich gar nichts an!“ lag mir schon auf der Zunge, doch ich schwor mir an dem Tage, mich eingehender mit der Frage zu befassen, um beim nächsten Mal eine eindeutige, unantastbare Definition meines Glaubens abgeben zu können. Fangen wir also bei den Elementar-Definitionen an, um erst einmal abzugrenzen, woran ich so alles glauben könnte: |
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Freitag, 9. Juli 2010 |
Über die süßen Früchte des Verbotenen Dass Adam und Eva wegen eines angebissenen Apfels das Paradies verlassen mussten, ist einfach nur ein Gerücht, das sich seit Jahrhunderten hartnäckig hält. In der Bibel wird kein Apfel erwähnt, in der Genesis steht nur etwas von einer "Frucht der Erkenntnis".
Wenn diese "Frucht" überhaupt ein Obst gewesen wäre, dann wohl eher eine Feige. Schließlich begründeten die sich auf einmal nackt fühlenden Paradiesbewohner die Tradition, pikante Körperstellen mit Feigenblättern abzudecken. Es ist wahrscheinlich, dass sie genau das nahmen, was in ihrer unmittelbaren Umgebung war und nicht erst noch lange nach geeignetem Blattwerk gesucht haben. Und es ist unwahrscheinlich, dass ein Apfelbaum 6000 Jahre vor dem Zeitalter der Genmanipulation Feigenblätter trug... |
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Freitag, 9. Juli 2010 |
Über die Edition Totengraeber
Mit dem großen, Aas futternden Krabbler bekam bei Periplaneta die zweite spezielle Edition ihren Namen und ihr Maskottchen. Und auch wie bei der Edition Drachenfliege begnügten wir uns nicht, einfach ein Genre zu bedienen, sondern wie immer auch zwischen den Stühlen (oder hier besser: zwischen den Gräbern) zu wandeln. Der Totengräber heißt eigentlich Nicrophorus (was auch ein toller Name gewesen wäre) und ist ein Aasfresser, sagt man. Aber das stimmt nicht so ganz, denn eigentlich gibt es keine richtigen Aasfresser in der freien Natur. Lediglich der Stadtmensch frisst ausschließlich totes Fleisch, entweder aus Schälchen mit Folie drüber oder frisch gepresst und gekuttert als Formfleisch, Kochwurst, Döner oder Chickenwings). Aasfresser sind Raubtiere, die lediglich erkannt haben, dass es einfacher ist, bereits Abgemurkstes oder Dahingeschiedenenes zu futtern, anstatt vorher hektisch hinter dem Essen herzurennen. Und es ist nicht zuletzt auch ökologisch, denn Fleisch fängt jenseits der Tiefkühltruhen sehr schnell an zu verwesen und stinkt dann höllisch. Der heilige Nicrophorus ist also ein Umweltaktivist. Und da unsere Bücher ja auch die Welt retten sollen, wurde er Markenzeichen und Schutzpatron dieser Edition. |
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Wo bitte geht es hier zum Slam? |
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Freitag, 9. Juli 2010 |
Poetry Slam – eine moderne Vers-Geschichte Chicago 1986. Alles beginnt wie üblich in Amerika. Hier wird der erste Poetry-Slam von Marc Kelly Smith veranstaltet. Die Idee entstand am Küchentisch. Er wollte das Interesse an Lesungen wieder beleben und ein Format erfinden, bei dem nicht nur etablierte Literatur ein Gehör findet. Was genau ist nun Poetry-Slam? Poetry kommt von Poesie, soviel ist klar. Slam spiegelt dabei den Wettstreit wider. Es bedeutet zuschlagen oder zuknallen. Alltagssprachlich steht Slam aber auch für scharfe Kritik. Und das wird man von einem guten Slam-Poeten auch: mit Inhalten zugeknallt. Während Lyrik noch das Leiden des lyrischen Ichs auf nicht immer klare Weise zu vermitteln versucht, nimmt der Slammer eher eine angreifende Position gegen die Welt und ihre Probleme ein. Die Texte sollen verstanden und beachtet werden. Es gilt, das Persönliche herauszuschreien und sich zu befreien, ein persönliches Event auf der Bühne zu erzeugen. Manche Beiträge erinnern auch an einen Rap, wenn diese besonders rhythmisch angelegt sind. |
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Von Drachen und Fliegen und anderen Flugkünstlern |
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Freitag, 9. Juli 2010 |
Wie unsere Fantasy-Edition zum Namen "Drachenfliege" kam Das Signet der Edition Drachenfliege, unserer Fantasy- und Kinderbuchabteilung, ist eine Prachtlibelle. Als vor zwei Jahren mit „Schatten über Schinkelstedt“ der erste Fantasyroman bei Periplaneta erschien, eröffnete man eine eigene Edition und brauchte damit auch ein neues Logo. Passend zur Verlagsschabe wurde also nach einem Insekt gefahndet, das irgendwie zu fantastischen Geschichten passte.
Fündig wurde man bei einem wunderschön schillernden Tier mit zarten Flügeln, der Libelle, oder eben der „Drachenfliege“. Weshalb nun dieser Name? Die irritierte Bemerkung eines Bekannten, das Insekt auf dem Cover sei doch gar keine Fliege, brachte mich dazu, der Sache etwas auf den Grund zu gehen. Die Libelle hatte im Volksmund diverse Übernamen, unter anderem eben „Drachenfliege“, und im Englischen heißt sie heute noch so: „dragonfly“. |
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