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Dienstag, 4. Mai 2010 |
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Wieder einmal war Lesezeit bei Periplaneta: Vision und Wahn, das bedeutet wie an jeden ersten Montag im Monat unterhaltsame Beiträge, musikalisch begleitet von Georg von Weihersberg. Bei den verschiednen Texten wurde klar, dass die Lesenden das Thema „Nervensäge“ ganz unterschiedlich interpretierten.
Im zweiteiligen Beitrag von Thomas Manegold ging es um einen Patienten in einer psychiatrischen Klinik, dessen Nerven arg malträtiert werden von allerlei Dingen: Dazu zählt neben dem eingebildeten Mitpatienten Lars auch das ganz reale Fernsehen, wo gelbe Schwämme und ähnliches jeden Zuschauer am Verstand zweifeln lassen (sollten). Dass die verabreichten Psychopharmaka nicht gerade für ruhige Träume sorgen, kommt dann noch dazu. |
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Dienstag, 27. April 2010 |
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Am 23. April traten „The Sycamore Tree“ bei Periplaneta auf. Die Berliner Band ist noch recht jung: Vor drei Monaten gaben Julia Hirt (Gesang, Violine und Gitarre), Christopher Garbe (Gitarre, Gesang, Percussion-Ei) und Oliver Stolpe (Leadgitarre) ihr erstes Konzert. Doch trotz des noch relativ unbekannten Namens kamen die Zuhörer zahlreich, so dass schon zwanzig Minuten vor Konzertbeginn keine Sitzgelegenheiten mehr verfügbar waren und zuletzt sogar die Stehplätze knapp wurden. Die Begeisterung des Publikums wurde aber durch die beengten Raumverhältnisse nicht getrübt.
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Erlebnisbericht Holger Saarmann |
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Montag, 26. April 2010 |
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Welche Fähigkeiten sollte ein vor Publikum auftretender Musiker mitbringen, so dass man am Ende des Abends von einer gelungenen Veranstaltung sprechen kann? Nun, abgesehen davon, dass eine gute Portion musikalisches Talent noch immer nicht ganz ersetzbar ist, sollte er in der Lage sein, zu unterhalten, die Menschen mitzureißen, in das Spektakel mit einzubeziehen. Wie dies gelingen kann, ist eine schon schwerer zu beantwortende Frage.
Eine Antwort, wenn auch eine eher ungewöhnliche, hat Holger Saarmann gegeben. Mit seinem Liedermacherkonzert, das unter dem Titel „So küsste mich meine Friseuse“ stand, ist ihm das gelungen, was viele andere Künstler durch Licht- und Farbeffekte, Lautstärke und schlechte Witze zu erreichen versuchen: Unterhaltung. |
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Erlebnisbericht Felix Manye – Spanische Gitarrenimprovisationen bei Periplaneta |
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Montag, 26. April 2010 |
Die Frage, die einem beim Konzert von Felix Manye- Rodriguez nicht aus dem Kopf gehen wollte, war, mit wie vielen Fingern er eigentlich seine Gitarre bespielte bzw. auf wie vielen Saiten?! Zehn Finger und sechs Saiten erschienen irgendwie lächerlich wenig, um solch eine Klangesfülle und Polyphony erreichen zu können. Und trotzdem konnte man beim Nachzählen weder zusätzlichen Finger noch Saiten ausfindig machen.
Der Fall war also klar: Es handelte sich um einen wahren Fingerakrobaten mit einer Feinmotorik, die nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen war. Ein Spektakel für Ohren und Augen. |
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