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The Sycamore Tree

Folk-Konzert im Kreativzentrum

Am 23. April traten „The Sycamore Tree“ bei Periplaneta auf. Die Berliner Band ist noch recht jung: Vor drei Monaten gaben Julia Hirt (Gesang, Violine und Gitarre), Christopher Garbe (Gitarre, Gesang, Percussion-Ei) und Oliver Stolpe (Leadgitarre) ihr erstes Konzert. Doch trotz des noch relativ unbekannten Namens kamen die Zuhörer zahlreich, so dass schon zwanzig Minuten vor Konzertbeginn keine Sitzgelegenheiten mehr verfügbar waren und zuletzt sogar die Stehplätze knapp wurden. Die Begeisterung des Publikums wurde aber durch die beengten Raumverhältnisse nicht getrübt.

Musiziert wurde in drei Blöcken mit je sechs bis sieben Liedern. Zu Beginn des Konzerts löste sich das Rätsel um den Bandnamen. Der Sycamore Tree ist ein, in den USA traditionell gerne besungener Baum, unter dem man das Täumen beginnt. Von Klassiker bis zu ihren eigenen Kompositionen wurde ein weiter Bogen durch Raum und Zeit gespannt. Ein Schwerpunkt des Konzerts lag auch auf Irish Traditionals. Klassiker wie „Spanish Lady“ oder „Molly Malone“ durften da selbstverständlich nicht fehlen und wurden im Publikum leise mitgesummt.

Der mittlere Konzertblock war für die selbstgeschriebenen Songs reserviert. Die sehr melodiösen Lieder waren dem Frühling gewidmet, und das hier noch etwas stärker hörbare Pathos verdeutlichte, wie viel Herzblut in diesen Eigenkreationen stecken muss. Dass die eigenen Lieder vom Publikum sehr gut aufgenommen wurden, zeigte neben dem dröhnenden Applaus auch der Umstand, dass die neue CD „Spring“ in den Pausen zu Dutzenden über den Tresen ging.

Diese manchmal doch recht unterschiedlichen Programmteile wurde durch den warmen weichen Klang, der den Stil von „The Sycamore Tree“ auszeichnet, zu einem harmonischen Ganzen vereint, und auch aufmüpfige Zuhörer im Publikum wurden gekonnt ins Programm eingebunden. Alles in allem boten die drei Musiker ein ruhiges, rundes Konzerterlebnis und dürfen wohl auch in Zukunft mit hohen Zuhörerzahlen rechnen.

Von Julia Bossart

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Die Brauseboys (Berliner Lesungen 3)

Sex für nur 5 Euro

Der Sommer war verregnet und kalt, doch im September wird’s heiß! Zumindest im La Luz, denn dort wird die Lesebühne „Die Brauseboys“ die selbst ausgerufenen Erotikwochen mit erotischen, schlüpfrigen und feucht-fröhlichen Texten zelebrieren. Jeden Donnerstag darf allerdings auch Unerotisches von der sechsköpfigen Stammbesetzung und den zwei Lesungs-Gästen zum Besten gegeben werden. Schließlich ist der Herausgeber der ganz hervorragenden Kult-Anthologie „Sex – von Spaß war nie die Rede“ (in der auch die Periplanetaner Lea Streisand und Nico Walser mit schlechtem Sex verewigt sind) der Brauseboy Volker Surmann.

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Doppelpremiere von „Frakturen“

Erstes Hörbuch-Release im Kreativzentrum

Am Mittwoch, den 17.06 war es so weit: Im Rahmen unserer Reihe „Kopfkino“ gab es die erste Premiere eines Periplaneta-Titels in unseren eigenen Räumen. Juliane Catarina Rautenberg stellte ihr neues Hörbuch „Frakturen – Vom Krieg Innen und Außen“ vor. Der Titel hält, was er an Relevanz und Tiefgründigkeit verspricht. Die Texte, die sie aus den drei Kapiteln Krieg, Innen, Außen vorstellte, waren keine leichte Kost und so mussten einige der fast 40 Zuhörer hörbar schlucken. Juliane war am Rednerpult wirklich hervorragend – aber als ehemalige Theater- und Fernsehschauspielerin war es eigentlich nicht anders zu erwarten. Doppelpremiere von „Frakturen“ weiterlesen

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Wer braucht das? (Berliner Lesungen 2)

Jeden 2. Freitag im Tupac Amaru

Am Freitag wappnete ich mich trotz Tropfnase und röchelndem Kratzhals für die Lesebühne „Wer braucht das?“ auf´m Wedding. Die Lesebühne, die anscheinend sehr selbstkritisch ist, gastiert jeden 2. Freitag im Tupac Amaru, einer extrem hübschen mexikanische Eckkneipe mit Bühne und kuschligen Sitzgelegenheiten.

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Dienstagspropheten (Berliner Lesungen 1)

Jeden 2. Dienstag im Zebrano Theater

Dienstag hatte ich Ausgang. Ich durfte meinen Arbeitsplatz für einige Stunden verlassen. Also schwang ich mich aufs Fahrrad und huschte zwischen zwei Regenschauern hindurch nach Friedrichshain.

Jeden 2. Dienstag des Monats gastieren  dort im Zebrano-Theater (Sonntagstr. 8, 10245 Berlin) die Dienstagspropheten. Der Name ist etwas verwirrend, da Martin Betz, Sebastian Krämer, Lea Streisand und Georg Weisfeld sich dabei nur gelegentlich zu Verkündigungen hinreißen lassen.  Vielmehr bereichern sie das Programm des kleinen Theaters  mit angeschlossener gleichnamiger Kneipe mit einer “unplugged” Lesung. Kein Kabel, kein Mikro, dafür “Geschichten, Gedichte, vier Stühle, ein Klavier und jeden Monat ein neuer Gast”

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